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Bergexerzitien

Bergexerzitien_Gipfelkreuz_2
Alle Anstrengungen hinter sich - ein Höhepunkt
Das Gebirge als ein Ort, seine Freizeit zu verbringen, wird von Menschen ganz unterschiedlich beurteilt. Für einige ist es ein Spielfeld, die eigenen Leistungsgrenzen zu entdecken und zu erweitern – ein riesiger Sportplatz sozusagen. Andere sehen demgegenüber in ihm gerade einen Ort, an dem es sehr mühsam und auch gefährlich ist, sich zu bewegen, und lassen es deshalb lieber gleich ganz bleiben.

Für viele allerdings ist die Bergwelt ein faszinierender Ort, der sie staunen lässt und sprachlos macht. Sie werden angesprochen und vielfach auch überwältigt von der Schönheit und Majestät dieser Landschaft, von ihrer Ruhe und Erhabenheit.

Georg Simmel beschreibt es so:
„Hier ist das Leben von etwas umfangen und irgendwie in etwas hineingewebt, das stiller und starrer, reiner und höher ist als das Leben je sein kann.“

Die Bergwelt kann als ein sogenannter „transzendentaler Erfahrungsraum“ erlebt werden, als ein Ort also, der über das Alltägliche hinaus auf eine Dimension hinweist, der wir unser Leben eigentlich erst zu verdanken haben, die der Grund all dessen ist, was ist. Ein Gefühl von erfüllter Geborgenheit keimt auf. 

In dieser besonderen Atmosphäre der Bergwelt, in der sich dem Menschen fast selbstverständlich die Frage nach dem Sinn seines Lebens aufdrängt, bietet es sich an Exerzitien durchzuführen.
 
Bergexerzitien_Blick in die Tiefe
Blicke in die Tiefe unserer Existenz gehören zum Exerzitienprozess dazu. Nicht immer sind sie so lichtvoll und so mancher, ungern gesehener Abgrund tut sich auf. Die Gewissheit, dass es ein barmherziger Gott ist, der uns liebevoll anschaut, hilft vielleicht, selber barmherziger mit sich und anderen umzugehen. So kann sich der Blick weiten, und es können sich neue Lebensräume auftun.
Exerzitien in den Bergen

Exerzitien dienen der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit und in diesem Zusammenhang der Vertiefung des geistlichen Lebens. Die Atmosphäre der Bergwelt ist nun in besonderer Weise hilfreich, möglichst schnell auf die aktuell wesentlichen Fragestellungen des persönlichen Lebens zurückgeworfen zu werden. Sie bietet Raum für Erfahrungen der Einsamkeit und Stille, die Elemente eines geistlichen Weges sind. Das tägliche Unterwegssein, das Steigen und lange Gehen, das Erleben von Höhe und Tiefe, Enge und Weite, Überschreiten von Pässen und Erreichen eines Endpunktes am Gipfel unterstützen diesen Prozess: Dieses „äußere“ Unterwegssein führt meist zwangsläufig zu einem „inneren“ Unterwegssein“ zu den Quellen des je eigenen Lebens.

In Gesprächen, Meditationen und im Gottesdienst werden persönliche Erfahrungen aufgegriffen und auf den Sinn unseres menschlichen Lebens hin verdichtet: die heilbringende Gegenwart und Kraft Gottes.

Das aktuelle Programm finden Sie hier
Bergexerzitien_Übergang
Übergänge wie eine Scharte sind offensichtliche Sinnbilder für Übertritte von einem Lebensabschnitt in einen anderen in unserem Leben.
Luftiger Abstieg
Nach einem Höhepunkt, einem Gipfelerlebnis in unserem Leben, auf dem man meint, alle irdischen Einschränkungen hinter sich gelassen zu haben, führt der Weg doch immer wieder hinab, zurück in unseren Alltag. Auf dem Weg hat sich aber vielleicht doch etwas in uns verändert.