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Sportpastoral
Sport als mediales Ereignis spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Jedenfalls prägt er die Freizeitgestaltung vieler. Schon von daher kann er für die Kirche als pastorales Handlungsfeld wahrgenommen werden.

Vielleicht noch bedeutender sind Sport und Bewegung, wenn man sie selbst praktiziert. Nicht nur dass Veranstaltungen im seelsorglichen Bereich mit Elementen des Sports gestaltet werden können, nein, in sportlicher Betätigung können auch Erfahrungen von existentieller Tiefe gemacht werden, die eine spirituelle Dimension aufscheinen lassen. So sind Sport und Bewegung sinnvolle Methoden für katechetische Bildung, Sakramentenunterricht, Erwachsenenarbeit, Exerzitien und kirchliche geprägte Freizeitgestaltung überhaupt.

Das Sachgebiet Sportpastoral nimmt dabei folgende Aufgabenfelder in den Blick:
1. Bewegung und Besinnung
         Meditatives Laufen
2. Gesundheit durch Sport
3. Sport und Gesellschaft. Christliche Grundlagen und Werte im Sport
4. Pastoral in Sportverbänden und -vereinen
5. "Kirche und Sport" in der Erzdiözese und Bayern
6. "Trainingsangebote" für kirchliche Mitarbeiter ( Fußball, Volleyball..)

Für Fragen und ggf. praktische Begleitung steht Ihnen Helmut Betz gerne zur Verfügung.
 

Veranstaltungen und Berichte

Veranstaltungs-Tipps des Sachgebiets Sportpastoral finden Sie hier.
Skimeisterschaft

Skimeisterschaft 2020

Licht und Schatten

Licht und Schatten

Schweigsame Schülerin

Schweigsame Schülerin

Vertrauen

Vertrauen

Kampf um den Ball

Kampf um den Ball

Mit dem Körper beten Gute Resonanz beim Studientag in Fürstenried

 
 
 
Studientag

Studientag am 06. Juli - Bericht

Christliches Leibgebet des Mittelalters als Ressource heutiger Leibspiritualität.
 
Unter diesem Titel übte Dr. Karl-Heinz Steinmetz die neun Gebetsgebärden des hl. Dominikus mit den 15 Teilnehmer*innen u.a. aus Klinik- und Pfarreiseelsorge ein. Der Ort des Geschehens am 6. Juli war deshalb nicht umsonst die von Dominikanern geleitete Pfarrei St. Albert in München.
 
Der Dozent für Spiritualität an der Uni Wien und Begründer des Instituts für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) machte dabei deutlich, dass beim Leibgebet der ganze Mensch im Spiel ist, weil er zwar einen Körper hat, aber Leib ist. So ist bewusste Leibsorge automatisch Seelsorge und umgekehrt sollte Seelsorge den Körper mit im Blick haben. Leibgebet ist zudem immer Therapie in physiologischer, psychischer und spiritueller Hinsicht.
 
In der inneren Sammlung und den äußeren Bewegungen erfährt sich der Übende immer wieder eingespannt zwischen Himmel und Erde und kann in der Präsenz die Geburt Gottes im eigenen Herzen bzw. Innersten erfahren: „Der Mensch lebt in der Welt, ist aber nicht von der Welt.“ (vgl. Joh 17,11.16).
 
Deutlich geworden ist, dass sich die christlichen Leibgebärden vor fernöstlichen Bewegungsformen wie Yoga und Qigong nicht verstecken müssen. Was bisher in Klosterbibliotheken schlummerte, bewährt sich inzwischen in der Pastoral und Praxis – als Leibgebet und Leibtherapie. So äußert eine Teilnehmerin: „Ich bin echt dankbar für die Leibgebärden des Hl. Dominikus, die Karl nochmal mit uns eingeübt hat. Die möchte ich unbedingt weiterüben.“
 
 

Sportlerwallfahrt nach Andechs 2019
"Sport zwischen Traum und Lebenserfahrung!"

Rund 200 Teilnehmer*innen hatten sich bei kühlen Temperaturen auf das Wagnis eingelassen, Anorak und Wanderschuhe angezogen und auf den Weg nach Herrsching gemacht. "Palmsamstag" geht es für gläubige Sportler traditionell auf den Heiligen Berg, um mit Bewegung und Besinnung die Karwoche einzuläuten. DJK, BLSV und Arbeitskreis Kirche und Sport als Felder der Sportpastoral haben dazu herzlich eingeladen, um über den "Sport zwischen Traum und Lebenserfahrung" nachzusinnen.Wozu taugt Sport in unserem Leben? Kitzelt er unsere Tugenden heraus, kann er uns zu besseren Menschen machen? Oder dient er nur dem Traum von der ewigen Jugend? Eine Lebensschule kann er uns bieten: mit Erfolg und Niederlagen umzugehen, Grenzen zu erkennen und Fairness einzuüben.
Tugenden wie Demut, Mäßigung, Mut und Geduld kann der Sport lehren sowie Liebe und Barmherzigkeit uns selbst gegenüber. Darüber hinaus versetzt uns der Sport in die glückliche Lage das Zusammenleben verschiedener Kulturen, Traditionen und Generationen zu erlernen.
 

Sport 2

Sportexerzitien 2019 - "Mit dem Propheten Elija unterwegs"

Die Anfrage kam aus der Diözese Linz, ob Uli Krauß (DJK-DV Augsburg) und ich nicht für ihre pastoralen Mitarbeiter Sportexerzitien anbieten könnten. Im Stift Reichersberg kamen dann 14 Pfarrer, Diakone, Pastoralassistenten und Religionspädagogen zusammen, um mit „Sportexerzitien…der etwas andere Weg, zu sich zu kommen…“ ihren Lebensweg und ihren Glauben zu reflektieren. Die biblische Gestalt des Propheten Elija, Sport und Bewegung, bewegte Meditation, Zeiten der Stille, Wüstentag waren u.a. die Hilfsmittel, um die eigene existentielle Situation und die Beziehung zu Gott leibhaftig innerlich zu verspüren und zu verkosten (vgl. Ignatius von Loyola).
 
So konnte beim Tauziehen die persönliche Einsatzbereitschaft überprüft werden für Dinge, die mir wichtig sind, wie es Elija bei seinem Einsatz für den Willen Gottes gezeigt hat. In welchen Situationen eine Neigung da ist, diesen Einsatz auch mit einer zerstörerischen Verbissenheit (das Töten der Baalspropheten durch Elija!) zu erbringen, führte durchaus zu Aha-Erlebnissen.

Wie reagiere ich in Situationen, in denen mir förmlich die Luft wegbleibt – auch da war das sportliche Erleben beim Intervalltraining eine Metapher für Alltagssituationen.
 
Für die Begleiter dieser Sportexerzitien war es dann schon auch eine Bestätigung, wenn ein Teilnehmer, der zudem ein Extremläufer ist, zugibt, bei einer intensiven Aerobiceinheit mit anschließenden, intensiven Kraftübungen vor allem für Bauch und Rücken durchaus an seine Grenzen geführt worden zu sein, zur anschließenden Imaginationsübung „depressiver Elija unter dem Ginsterstrauch“ äußert: „Da erwarte ich nach der Anstrengung Entspannung und dann kommt diese Imagination von Elija, der nur noch sterben will - dass war eine Inszenierung, die man besser nicht hätte gestalten können.“
 
Der Wunsch, weitere Angebote dieser Art folgen zu lassen, ist Motivation, an dieser Form von Exerzitien, die ganz dem ganzheitlichen christlichen Menschenbild entspricht, dranzubleiben.
                                                                                                  Helmut Betz

Kontakt

Helmut Betz
Erzbischöfliches Ordinariat München und Freising
Ressort 4 - Seelsorge und kirchliches Leben - 
Sachgebiet Sportpastoral
Telefon: 0 89 / 21 37 - 2857
Schrammerstraße 3
80333 München
Helmut Betz
Pastoralreferent
Telefon: 0 89 / 21 37 - 2371
E-Mail: sportpastoral@eomuc.de