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Paulus auf dem Weg nach Rom Anleitungsbeispiel für eine Andacht mit Kindern

Was Ihr für die Andacht braucht

  • ein Holz- oder Playmobilschiff, alternativ zwei braune Tücher zum Schiff gefaltet
  • einige kleine Säcke passend zum Schiff – einer davon mit einem Brot gefüllt, das man brechen kann
  • einen Teller oder Sack mit Körnern, evtl. Egli-Figuren oder Playmobilfiguren
  • blaue Tücher für das Wasser
Segelschiff auf Meer
Ob auch Paulus auf solch einem Segelschiff über das Mittelmeer nach Malta und Rom gereist ist? (Foto: imago images / Kolvenbach)

Begrüßung

In die Mitte wird ein größeres Schiff (Playmobil oder Holzschiff) gestellt.
Lange Zeit waren Segelboote, auch sehr große Segelschiffe, eine ziemlich schnelle Möglichkeit, zu reisen. Schneller und einfacher als auf dem Land, zu Fuß oder mit dem Pferd kam man übers Meer mit einem großen Schiff, mit einer großen Mannschaft, mit einigen Segeln, und wenn kein Wind da war, konnte die Besatzung rudern.

Menschen waren auch verbunden durch den Handel:
  • in das Schiff in der Mitte werden Säcke geladen (in einem Sack ist ein Brot eingewickelt)
  • Holz
  • Ähren
  • auf das Schiff in der Mitte werden (Egli-)Figuren (oder Playmobilfiguren) gestellt
Wir spielen:
Alle stehen auf und haken sich unter, wir bilden einen ganz engen Kreis. Wir sind gemeinsam ein Schiff. das Schiff steht im Hafen und die Leute steigen ein, suchen sich einen Platz für sich und für ihr Gepäck.
Wenn alle „eingecheckt“ sind, schauen wir nochmal, ob alle da sind. Dann kann das Schiff ablegen und aus dem Hafen fahren.

Wind füllt die Segel und das Schiff nimmt Fahrt auf.
Kinder blasen und spüren so die Dynamik

Aber nicht lange bläst der Wind gut – er wird heftiger und wird zum Sturm.
Kinder schaukeln mit dem „Schiff“ und ziehen kräftig hin und her, bis die ersten Kinder nicht mehr stehen können.

Dann lässt der Wind Gott sei Dank nach. Es wird ruhiger, alle sammeln wieder ihre Sachen und finden ihren Platz.
Doch plötzlich hört der Wind auf. Hört ihr? Nichts regt sich mehr..
Kinder werden ganz still

Die Reisenden müssen rudern:
Alle Kinder „rudern“: einer gibt die Kommandos.

Da kommt wieder Wind:
Die Kinder bauen wieder „das Schiff“.

Schnell geht es voran. Land kommt in Sicht. Die Seeleute sind vorsichtig: da ist kein Hafen. Sie ankern vor dem Land, lassen die kleinen Boote ins Wasser, die Reisenden steigen in die kleinen Boote um.
Alle lassen los und gehen ein wenig auseinander.

Und rudern in ihren kleinen Booten an Land.
Alle Kinder setzen sich auf ihre Stühle.
Um das Schiff herum werden blaue Tücher gelegt.

Kyrie

Herr, Jesus Christus, Du bist bei uns im Sturm und wenn wir Angst haben.
Du bist bei uns in der Stille.
Du bist bei uns und führst uns den richtigen Weg.

Eröffnungsgebet

Barmherziger Gott, Du findest Menschen, die mit all ihrer Lebenskraft Dir dienen und Dein Wort verkünden, so dass alle Menschen es hören können und begeistert sind. Darum bitten wir jetzt durch Christus unsern Herrn. Amen

Geschichte des Paulus

Heute erzähle ich von Paulus (evtl. zeigt die Erzählerin ein Bild von Paulus). Paulus lebte zur Zeit Jesu. Er ist Sohn einer angesehenen Familie in der heutigen Türkei, die Zelte herstellt. Sie sind Juden, sprechen griechisch, haben das römische Bürgerrecht. Wir erfahren in der Bibel, dass Paulus zunächst die Christen verfolgt, weil er ein überzeugter Jude ist. In einem Erlebnis, wo Jesus Christus ihm erscheint, begreift er, was Jesus Christus sagt und wird ein ebenso glühender Christ.

Er geht nach Jerusalem und zieht zunächst mit Barnabas, später mit Silas in immer ausgedehnteren Reisen in die Dörfer und Städte, um das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden. Er heilt Kranke, er predigt, gründet viele Gemeinden, schreibt viele Briefe an die Gemeinden, in denen er gerade nicht ist. Wir können sie in unserem neuen Testament heute noch lesen.

Seine letzte Reise ist die weiteste. Paulus will nach Rom. Zunächst wird er gefangengenommen und als Gefangener soll er in Rom verurteilt werden.
Paulus wird als Gefangener auf ein Schiff gebracht. Das soll von Kreta aus nach Rom fahren. In Kreta ist es schon schwierig, ob man auslaufen soll. Dann sind sie auf dem sehr stürmischen Meer, das Schiff kann nicht mehr manövriert werden. Der Besatzung droht der Tod.
Lied: Geh mit uns 870,4

Lesung: Apg 27, 21-29.33-38. (bis 44)

Lied: Wenn wir das Leben teilen GL 474,1.3.4.5

Ein Sack aus dem Schiff wird geöffnet und Brot herausgeholt.
Paulus teilt Brot. Er weiß: Jesus ist bei uns, wir sind nicht allein.
Das Brot wird gebrochen und wieder in das Schiff (auf einen Teller) gelegt.
Während das Brot gebrochen wird, beten wir.

Fürbitten

Wir brechen das Brot und beten für die Menschen,
  • die auf der Flucht sind
  • die gefangen sind
  • die von ihrem Glauben überzeugt sind und Menschen die frohe Botschaft bringen
  • die die Not und die Angst der anderen Menschen erkennen und ihnen helfen wollen
  • die Angst vor dem Tod haben.
Vater unser

Agapefeier:
Die Kinder essen gemeinsam das Brot.
 
Lied: Zeige uns den Weg GL 787
Paulus ist in Malta gelandet, einer Insel im Mittelmeer. Nach drei Monaten nimmt ihn ein anderes Schiff mit nach Rom. Danach weiß man nicht mehr gesichert, wie es weiterging. Paulus selbst wollte noch nach Spanien. Ob er in Rom von Kaiser Nero getötet wurde, ist nicht sicher. Er war römischer Bürger und für die galt die Todesstrafe nicht. Legenden erzählen aber, dass er in Rom enthauptet wurde.

Paulus hat die Botschaft Jesu in die ganze damals bekannte Welt getragen – bis in die Hauptstadt des römischen Reiches. Es ist nicht vorstellbar, wie es mit dem Christentum weitergegangen wäre ohne die Mission des Paulus. Deshalb verehren wir ihn heute gemeinsam mit Petrus als eine der beiden „Säulen“ (- Apostel) des Christentums.
 
In der Heiligen Schrift finden wir bis heute sein Leben in der „Apostelgeschichte“. Dazu sind dort viele seiner Briefe zu lesen: Der Brief an die Römer, an die Galater, an die Kollosser, an die Korinther usw. Über die Briefe hat er zu seinen Gemeinden Kontakt gehalten.

Heute fertigen wir Lesezeichen, mit denen können wir in den Büchern die wichtigen Stellen einmerken. Oder wir können uns merken, wo wir aufgehört haben zu lesen, wenn das Buch so dick ist wie die Bibel.

Kinderpastoral
Preysingstr. 93
81667 München
Telefon: 089 - 48092-2211
Kinderpastoral(at)eomuc.de
http://www.erzbistum-muenchen.de/kinderpastoral
Fachreferentinnen:
Monika Mehringer, Gemeindereferentin
Tel: 089-48092-2211
 
Stefanie Penker, Gemeindereferentin
Tel 089/48092-2215