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Bastel-Tipp: Hahn aus Leder, Papier oder Filz Der Hahn erinnert an die Freundschaft von Jesus und Petrus

Geeignet für: Kinder von fünf bis zehn Jahren
Zeitdauer: 50 min
Aufwand: mittel
Hahn aus weißem Leder mit rotem Kamm und blauen Federn
Material:
Tonpapier oder Lederrest für den Körper
Tonpapier oder Filz in gelb und rot für den Kamm, den Kehllappen und den Schnabel
Tonpapier oder Wellpappe in gelb für die Füße
bunte Federn
Bastband, Paketschnur oder Wolle zur Befestigung der Füße und für die Aufhängung
2 Wackelaugen
Kleber
Schere
So geht's:
Hahn aus weißem Leder mit rotem Kamm und blauen Federn
1.       Malen Sie den Kreis nach der Vorlage (unten zum Download) auf und schneiden ihn aus. Falten Sie ihn einmal in der Mitte.
2.       Kamm, Kehllappen und Schnabel auf das jeweilige Tonpapier aufmalen und ausschneiden. Aufkleben.
3.       Kleben Sie die Federn auf.
4.       Die Füße aufmalen und ausschneiden.
5.       Durch den Bauch und durch die Füße jeweils mit einer dicken Nadel ein Loch bohren und das Bastband durchziehen. An jedem Ende je einen Fuß „auffädeln“ und einen Knoten in den Faden machen, damit der Fuß nicht mehr herausfallen kann.
6.       Die Augen aufkleben oder malen.
7.       Faden befestigen.

Zwei Freunde fürs Leben: Jesus und Petrus

Zu der folgenden Geschichte können Sie mit zwei unterschiedlich großen Glasflaschen Klänge erzeugen (siehe Anleitung zum Download).
Heute hören wir von Jesus und seinem Freund Simon.
Sie verbindet eine besondere Freundschaft, denn Simon ist einer der ersten und wichtigsten Freunde von Jesus. Gemeinsam ziehen sie durchs Land und erzählen allen Menschen von Gott und von der Liebe Gottes.
Simon kann das richtig gut, deshalb sagt Jesus einmal zu ihm: du bist ein „Menschenfischer“. Damit meint er, dass Simon die Menschen richtig begeistern kann für Gott und den Glauben an Gott.
Doch natürlich ist Simon auch nicht perfekt. Manchmal zweifelt er an sich, an der Freundschaft zu Jesus und an Gott.
Dann hilft ihm Jesus. Er zeigt ihm wie wichtig und wertvoll Simon für ihn ist. Er unterstützt ihn und stärkt ihn. Zeigt ihm immer wieder, wie wunderbar Gott ist und ihre Freundschaft. Einmal macht er die Schwiegermutter von Simon auf wunderbare Weise gesund. Ein andermal lässt er Simon entgegen aller Zweifel über das Wasser laufen. Simon darf sogar dabei sein, als Jesus von Johannes im Jordan getauft wird – und Gott sein himmlisches Ja zu Jesus spricht.
Wunderbares erleben sie gemeinsam – Jesus und Simon.
Doch dann kommen schwere Tage. Jesus wird sterben. Deshalb möchte er Abschied nehmen von Simon und seinen anderen Freunden.
In dieser Zeit ist Simon hin- und hergerissen. Einerseits hält er fest zu Jesus, seinem Freund. Schlägt sogar einem Menschen bei Jesu Gefangennahme das Ohr ab. Andererseits versteht er Jesus nicht mehr. Als Jesus ihm vor dem letzten Abendmahl die Füße waschen will, findet er das einfach komisch und irgendwie falsch.
Schließlich verlässt ihn in dieser Zeit vollkommen der Mut. Als Jesus gefangen genommen wird und gekreuzigt werden soll hat Simon einfach nur Angst – um seinen Freund aber auch um sich.
Als er gefragt wird, ob er nicht auch ein Freund von Jesus ist, sagt er nein. Er sagt sogar dreimal nein.
Eine tolle Freundschaft nimmt ein scheinbar furchtbares Ende. Und das Schlimmste: Jesus wusste, dass alles so kommen wird. Denn vor seiner Gefangennahme sagte er bereits zu Simon: „Ehe der Hahn dreimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“
Simon ist traurig. Traurig über das Schicksal seines Freundes, aber auch traurig über seine Feigheit. Niemals wollte er diesen wunderbaren Freund verraten.
Heimlich begleitet er Jesus auf seinem letzten schweren Weg. Er ist dabei als Jesus gekreuzigt wird und stirbt.
Jesus hat aber die Freundschaft zu Simon niemals aufgegeben. Nach seiner Auferstehung erscheint er Simon.
Er erinnert ihn an ihre besondere Freundschaft, an das was sie verbunden hat und er sagt zum ihm: „Bitte lebe unsere Freundschaft weiter! Gehe und erzähle den Menschen von Gott, von mir und von unserer Freundschaft. Bleib immer stark, stark wie ein Fels. Und damit du dich immer daran erinnerst, nenne dich auch so. Nenne dich Petrus, der Fels.“
Deutung

An unseren Osterstrauch wollen wir ein Zeichen für diese Freundschaft hängen. Den Hahn. Er soll uns auch an unsere Freunde erinnern. Im Moment können wir uns Freunde nicht sehen, wir können sie nicht treffen. Viele von uns schreiben sich oder telefonieren miteinander. Es ist eine schwere Zeit auch für Freundschaften. Wir wollen es nicht zulassen, dass diese schwierige Zeit unsere Freundschaften schädigt oder kaputt macht. Wir wollen zusammen halten. Dazu soll uns der Hahn ermuntern!

Gebet

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es ist, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.
Paul Celan

Guter Gott, segne uns und unsere Freundschaften. Lass uns füreinander Geschenke des Himmels sein auch in schwierigen Zeiten. Im Namen des Vater uns des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Texte und Foto: Anna Rieß-Gschlößl