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„Ein offener, spiritueller und inspirierender Ort für jetzige und künftige Generationen“

Erzdiözese beginnt mit Neugestaltung des Freisinger Dombergs / Vorstellung der Projekte und Baulogistik
Investitionsrahmen von mehr als 200 Millionen Euro
Domberg Freising
München, 12. Juni 2018.  Mit dem Umbau des Diözesanmuseums Freising startet das Erzbistum München und Freising Mitte Juli die Neugestaltung des Freisinger Dombergs. „Wir wollen den Domberg lebendig erhalten als einen offenen, spirituellen und inspirierenden Ort für jetzige und künftige Generationen“, sagte der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Peter Beer, bei der Vorstellung der Pläne am Dienstag, 12. Juni, in Freising. Die Geschichte des Dombergs sei auch eine Geschichte des steten Wandels, begleitet und vorangetrieben durch laufende Um- und Neugestaltungen. Angesichts unausweichlicher und gravierender Sanierungsarbeiten an verschiedenen Gebäuden des Dombergs habe das Erzbistum die Chance ergriffen, „den Domberg in seiner Gesamtheit in den Blick zu nehmen und als Ganzes weiterzuentwickeln“. Das Erzbistum sei entschlossen, viel Kraft und Engagement in die Zukunft des Dombergs zu investieren: „Wir binden hier sehr viele Ressourcen und die Bauzeit wird auch für die Anwohner in manchen Dingen eine Herausforderung sein“, räumte der Generalvikar ein, versicherte aber zugleich: „Wir werden die Neugestaltung des Dombergs mit einer soliden Planung Schritt um Schritt umsetzen, bei den baulichen Abläufen auf größtmögliche Effizienz und möglichst wenig Belastung der Betroffenen achten, um am Ende sagen zu können: Es hat sich gelohnt.“
 
Zu den wesentlichen Bauprojekten auf dem Domberg zählen neben der Neugestaltung von Frei- und Grünflächen und einer neuen Erschließung vor allem die Sanierung des Diözesanmuseums und des ehemaligen Domgymnasiums sowie die Sanierung und Erweiterung des Kardinal-Döpfner-Hauses. Zunächst wird das wegen brandschutztechnischer Mängel seit Sommer 2013 geschlossene Diözesanmuseum saniert und entsprechend den Anforderungen eines modernen Museumsbetriebs inklusive Museumspädagogik und Gastronomie gestaltet. Die Mitte Juli dieses Jahres beginnenden Arbeiten sollen im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Die Gebäude des ehemaligen Domgymnasiums sollen von Oktober 2018 an saniert und bis Juni 2020 umgestaltet werden, laut dem geplanten Nutzungskonzept sollen im Gebäude Domberg 38/40 künftig eine Ganztagesbetreuung des Domgymnasiums, ein Infopoint für den Domberg, Domsingschule und Dombibliothek sowie das Hilfswerk Renovabis unterkommen, das Haus Domberg 42 soll dem Kardinal-Döpfner-Haus als Seminargebäude zur Verfügung stehen. Das Kardinal-Döpfner-Haus selbst wird samt Fürstengang und ehemaligem Archivgebäude saniert und dadurch als offenes Bildungszentrum gestärkt, das in den sechziger Jahren angebaute Gebäude durch einen Neubau ersetzt, der als Beherbergungsstätte für den Seminar- und Tagungsbetrieb dient. Die Vorplanungen dazu sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, so dass zum Jahreswechsel die Ergebnisse vorgestellt werden können und voraussichtlich im Frühjahr 2020 mit dem Bau begonnen werden kann.
 
Die Erzdiözese veranschlagt für alle Maßnahmen auf dem Domberg aktuell einen Investitionsrahmen von mehr als 200 Millionen Euro über die mehrere Jahre umfassende Bauzeit hinweg. Konkret ermittelt sind derzeit für das Diözesanmuseum voraussichtliche Kosten in Höhe von rund 45 Millionen Euro und rund 20 Millionen Euro für das ehemalige Domgymnasium. Neben den Kosten für das Kardinal-Döpfner-Haus, deren konkrete Ermittlung noch von den weiteren Planungen abhängt, kommen noch Kosten für Neugestaltung der Erschließung und der Freiflächen, für Sanierungsarbeiten an weiteren Gebäuden und Räumlichkeiten, für die Infrastruktur und Versorgung sowie für Zwischen- und Sondernutzungen hinzu. Das gesamte Projekt wird aus Rücklagen finanziert, die das Erzbistum aufgrund konservativer Finanzplanungen in den vergangenen Jahren durch Nachtragshaushalte bilden konnte und weiter bilden wird. „Die Neugestaltung des Freisinger Dombergs ist eine unabdingbare Investition in die Zukunft des spirituellen Zentrums der Erzdiözese, das für alle Menschen hier und über die Erzdiözese hinaus gedacht ist“, erklärt Generalvikar Beer. Durch die Bildung der entsprechenden Rücklagen sei „es aber auch möglich, dass das notwendige Gleichgewicht gewahrt bleibt zwischen der Durchführung von zentralen Baumaßnahmen wie dem Domberg und von dezentralen, pfarrlichen Baumaßnahmen. Beide sind gleichermaßen entscheidend für die Zukunft unseres Wirkens.“ 
 
Die Baustelle auf dem Domberg wird zunächst vor allem über einen Kran südlich des Diözesanmuseums versorgt, für die Bauarbeiten am ehemaligen Domgymnasium kommt ein Kran auf der Decke der Tiefgarage in Verbindung mit einem Gerüstaufzug hinzu. Die An- und Ablieferung zu und von den Kränen erfolgt über die Brunnhausgasse zum Kran südlich des Diözesanmuseums beziehungsweise über den Sondermüllerweg und gegebenenfalls über eine temporäre Brücke über die Moosach zum Kran südlich des Domgymnasiums. Von der Baustelle auf dem Domberg sind zunächst nur das bereits geschlossene Diözesanmuseum und das ehemalige Domgymnasium betroffen. Der Freisinger Dom bleibt während der Bauzeit uneingeschränkt für Gottesdienste und Besucher offen. (ck)  
 
 
Hinweis:
Weitere Informationen unter www.domberg-freising.de