Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

Erzbistum entwickelt nachhaltigen Bildungscampus in Traunstein

„Campus St. Michael“ für Kinder, Jugendliche und Familien mit Schwerpunkt auf Persönlichkeitsbildung und Schöpfungsspiritualität / Mit Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete Architektin entwirft zentrales Gebäude aus Lehm
München/Traunstein, 25. November 2019. Das Erzbistum München und Freising entwickelt das Areal des Studienseminars St. Michael in Traunstein weiter zu einer innovativen christlichen Bildungseinrichtung: Der künftige „Campus St. Michael“ als ganzheitlicher Bildungsstandort richtet sich mit seinen Angeboten an Kinder, Jugendliche und Familien und wird in Anlehnung an die Geschichte des Ortes und die Papst-Enzyklika „Laudato si“ Schwerpunkte auf Persönlichkeitsbildung, Nachhaltigkeit und Schöpfungsspiritualität legen. Dazu werden ein neues zentrales Forumsgebäude in Lehmbauweise für verschiedene Institutionen des Campus, Arbeitsmöglichkeiten und Veranstaltungen, ein Neubau für den Kindergarten St. Oswald sowie ein neues Gebäude für das Studienseminar St. Michael errichtet.
 
„St. Michael, das für die Erzdiözese schon immer ein besonderer und wichtiger Ort war, wollen wir weiterentwickeln zu einem Campus, an dem erlebbar wird, wie Zukunft aus christlichem Geist gestaltet werden kann", sagte Sandra Krump, Vorsitzende des Stiftungsrats des Erzbischöflichen Studienseminars St. Michael, Traunstein, und Ressortleiterin Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, bei der Präsentation der Pläne am Montag, 25. November, in Traunstein: „Ich freue mich sehr darüber, dass diese wegweisenden Ideen nun Gestalt annehmen und nach und nach in den Gebäuden und dem neu gestalteten Außengelände buchstäblich begreifbar werden.“
 
Wolfgang Dinglreiter, Stiftungsdirektor und Leiter des Studienseminars, kündigte an, dass Nachhaltigkeit „am Campus in einem umfassenden Sinn gesehen wird: ökologisch, ökonomisch, sozial und spirituell“. Der Campus solle ein Ort werden, „am dem sich Menschen mit der Zukunft beschäftigen. Es soll ein Ort des Inspirierens sein, ein Ort des konkreten Handelns und des Ausprobierens, wie nachhaltiges Leben und Wirtschaften aussehen kann“. Die Gründungsidee des Studienseminars 1929 – „jungen Menschen Bildungs- und Lebenschancen zu eröffnen durch eine von christlicher Wertehaltung geprägte Persönlichkeits- und Schulbildung“ – werde nun ergänzt und weitergeführt „durch die Zukunftsorientierung des Campus St. Michael, welcher die Bewahrung der Schöpfung und der Lebensgrundlagen als zentrale Herausforderung und Bildungsaufgabe des 21. Jahrhunderts sieht“. Ein Mehrwert des Campus liege in seiner Vernetzung kirchlicher und nicht-kirchlicher Bildungseinrichtungen. Durch Synergie ließen sich Ideen und Projekte leichter kreieren und umsetzen.
 
Das zentrale Campus-Gebäude, das in Lehmbauweise errichtet wird, hat die Architektin Anna Heringer entworfen, die auch die architektonische Konzeption und die gestalterischen Leitgedanken für den Campus entwickelt hat. Heringer ist bekannt für ihre Entwürfe in nachhaltiger Bauweise, ihre Werke wurden unter anderem im Museum of Modern Art in New York und bei der Architekturbiennale Venedig gezeigt, 2011 erhielt sie den Global Award for Sustainable Architecture.
 
Bereits im Sommer dieses Jahres wurde ein nicht zur historischen Bausubstanz gehörendes, teilweise vom Studienseminar genutztes, teilweise vermietetes Gebäude aus den 1970er Jahren abgerissen. Im Frühjahr 2020 beginnen die Bauarbeiten für den Ersatzneubau des Kindergartens St. Oswald, der auf den Campus verlegt und bis Sommer 2021 fertiggestellt werden soll, im Sommer 2020 wird der Neubau des Seminargebäudes in Angriff genommen (Fertigstellung voraussichtlich Frühjahr 2022), zwischen Sommer und Herbst 2020 beginnen die Arbeiten am Forumsgebäude (bis Sommer 2022). Im Laufe des Jahres 2022 soll die Fertigstellung der Außenanlagen erfolgen sowie mit der Sanierung des Bestands begonnen werden, die wiederum bis Ende 2023 abgeschlossen sein soll.
 
Der Gesamtkostenrahmen für das Projekt ohne Kindergarten beläuft sich nach derzeitigem Stand auf 41,5 Millionen Euro, für den Kindergarten sind 4,2 Millionen Euro veranschlagt. Zur Finanzierung des Projekts tragen neben der Erzdiözese die Bischof-Arbeo-Stiftung bei, die 17 Millionen Euro zuschießen wird, sowie zu beantragende Fördergelder der öffentlichen Hand.
 
Neben dem Studienseminar St. Michael und dem Stiftungsmanagement St. Michael finden sich derzeit auf dem Areal auch das Katholische Kreisbildungswerk, das Schulpastorale Zentrum, die medienpädagogische Fachstelle der Region Südost Oberbayern „Q3. – Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer“, das   Reparaturcafé Chiemgau, der Gemeinschaftsgarten St. Michael, eine Abholstelle der Solidarischen Landwirtschaft Chiemgau, das Büro des kirchlichen Schulbeauftragten und die spirituelle Begleitung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten der Erzdiözese. In Zukunft wird sich der Kindergarten der Pfarrei St. Oswald hier ansiedeln, die Katholische Frühförderstelle, eine Außenstelle der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, der Familienstützpunkt und der Gebraucht-Spielzeugwarenladen „Carifant“ des Caritas-Zentrums Traunstein sowie das Forum Ökologie e.V. und ein Café betrieben durch die Caritas. Dazu können weitere Einrichtungen kommen, die die Campus-Vision teilen und sich hier verorten wollen. (ck)
 
 
Hinweis:
Weitere Informationen, Statements und Bilder zum Download finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/campustraunstein