Theologische Erwachsenenbildung

Glauben ist ein Beziehungsbegriff: Wer an Gott glaubt, vertraut darauf, dass er oder sie bedingungslos von Gott geliebt wird. Auf der Basis dieses Vertrauens lässt sich das eigene Leben so gestalten, dass in den Beziehungen, in denen man steht, etwas von der Liebe Gottes spürbar wird.

Christinnen und Christen sind davon überzeugt, dass die Liebe Gottes in besonderer Weise im Tod und in der Auferstehung Jesu zum Ausdruck gekommen ist. Dass diese Überzeugung nicht erst heute bei vielen auf Unverständnis stößt, zeigen schon die Briefe des Apostels Paulus an die ersten christlichen Gemeinden: den einen sei sie, so Paulus, ein „Ärgernis“, den anderen eine „Torheit“.

Christlicher Glaube braucht deshalb auch die inhaltliche Auseinandersetzung, denn einerseits wird er von anderen angefragt und andererseits haben Christen selbst unterschiedliche Vorstellungen, wenn es darum geht, den Glauben heute in Worte zu fassen und Konsequenzen für das eigene Handeln zu ziehen.

Theologische Bildung hilft hier weiter. Sie hat eine geschichtliche Dimension, denn sie zeigt, wie sich der christliche Glaube seit dem Auftreten Jesu von Nazareth vor über zweitausend Jahren entwickelt hat. Sie ist auch auf die heutige Zeit bezogen, denn sie übersetzt den Glauben in Sprache und Denken von uns Menschen heute.

Theologische Bildung ist nicht nur etwas für Insider und Experten: Es gibt unterschiedliche Formate und Anbieter, so dass alle, die Interesse haben, ein passendes Angebot finden können – von Abendveranstaltungen über Gott, Bibel, Kirche und Welt bis hin zu einem mehrjährigen Fernstudium, das allen offensteht, seien sie Christen oder nicht.