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Das Wappen des Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx

Das Wappen eines Kardinals wird geschmückt von dem roten, flachen Kardinalshut, der an jeder Seite mit 15 roten Quasten verziert ist, während das Wappen eines Bischofs den grünen, flachen Bischofshut mit je sechs Quasten, je zehn bei einem Erzbischof, zeigt. Das Wappenschild ist bei Bischöfen, Erzbischöfen und Kardinälen, die ein Bistum oder Erzbistum leiten, meist kombiniert aus Symbolen für dieses und aus persönlichen Elementen. Unter dem Wappenschild ist in der Regel ein Schriftband mit dem Wahlspruch abgebildet. Das Wappen wird neben dem Papstwappen auch an der Titelkirche des Kardinals in Rom angebracht.

Das Wappen von Kardinal Reinhard Marx zeigt auf Goldgrund den Freisinger Mohren mit roter Krone, rotem Ohrring und roter Halskrause. Der Mohr ist das traditionelle Symbol des alten Bistums Freising und des 1821 daraus hervorgegangenen Erzbistums München und Freising. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts führen es alle Erzbischöfe von München und Freising in ihrem Wappen. Als zweites Symbol zeigt das Wappen den goldenen geflügelten Markuslöwen auf rotem Grund. Der Löwe weist auf die Herkunft des Familiennamens von Marx hin, die aufgeschlagene Heilige Schrift zu Füßen des Löwen auf die dem Erzbischof aufgetragene Verkündigung des Wort Gottes.
Über und unter dem Schild sind als weitere erzbischöfliche Insignien das Doppelkreuz und das Pallium, ein Schulterband mit eingestickten schwarzen Seidenkreuzen, zu sehen. Außerdem ist ein Schriftband mit dem Wahlspruch von Kardinal Reinhard Marx aus dem zweiten Korintherbrief abgebildet: „Ubi spiritus Domini ibi libertas“, übersetzt: „Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“.
Wappen des Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx

(Entwurf: Dieter Linder, »Der Wappen-Löwe« e.V. , Fürstenfeldbruck;
Zeichnung: Heribert C. Staufer, Kaufbeuren)



Wappenbeschreibung (Blasonierung)


Geviert; 1 und 4: auf Goldgrund der Freisinger Mohr mit roter Krone, rotem Ohrring und roter Halskrause; 2 und 3 auf rotem Grund der goldene geflügelte Markuslöwe mit aufgeschlagenem Buch, darauf die griechischen Großbuchstaben Alpha und Omega, der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabetes, die in der Offenbarung des Johannes als Selbstaussage Gottes nebeneinander stehen: „Ich bin das Alpha und das Omega“ (Offb 1,8).

Hinter dem Schild ein Doppelkreuz als goldenes Vortragskreuz, überhöht von einem roten Kardinalshut mit beidseitig an roten Schnüren herabhängenden, je fünfzehn, 1 : 2 : 3 : 4 : 5 gestellten roten Quasten (fiocchi), unten belegt mit dem Pallium, darunter ein Schriftband mit dem Wahlspruch »UBI SPIRITUS DOMINI IBI LIBERTAS« - „Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“ (2 Kor 3,17).


Wappenerläuterung

Das Wappen von Kardinal Reinhard Marx zeigt auf Goldgrund den Freisinger Mohren mit roter Krone, rotem Ohrring und roter Halskrause. Der Mohr ist das traditionelle Symbol des alten Bistums Freising und des 1821 daraus hervorgegangenen Erzbistums München und Freising, das seit Karl August Graf von Reisach (1846–1856) alle Amtsinhaber im Schild führten.

Der geflügelte Markuslöwe in der von Papst Johannes XXIII. gezeigten Form weist auf die Herkunft des Familiennamens von Marx, die aufgeschlagene Heilige Schrift zu Füßen des Löwens auf die dem Erzbischof aufgetragene Verkündung des Wort Gottes hin.

Die gewählte Farbkombination greift die Farbgebung des Wappens des Amtsvorgängers Friedrich Kardinal Wetter auf.

Über und unter dem Schild sind als weitere erzbischöfliche Insignien das Doppelkreuz und das Pallium, ein Schulterband mit eingestickten schwarzen Seidenkreuzen, zu sehen. Außerdem ist ein Schriftband mit dem Wahlspruch von Kardinal Reinhard Marx aus dem zweiten Korintherbrief abgebildet: „Ubi spiritus Domini ibi libertas“, übersetzt: „Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“.

Der Schild wird von den heraldischen Insignien eines Erzbischofs und Kardinals begleitet: dem Doppelkreuz als Vortragskreuz, dem historischen roten Kardinalshut mit je fünfzehn roten Quasten (fiocchi) und dem Pallium. Das Pallium ist ein aus der Wolle von Lämmern hergestelltes Schulterband mit eingestickten schwarzen Seidenkreuzen, das der Papst trägt, aber auch den Erzbischöfen verleiht. Es hat seinen Ursprung im mantelartigen Überwurf, mit dem sich in der Antike vor allem die Philosophen aber auch hohe kaiserliche Beamte bekleideten. Seit dem 9. Jahrhundert ist es eine Insignie der Erzbischöfe, die bei feierlichen Anlässen über dem Messgewand getragen wird. Die verliehenen Pallien werden am Vorabend des Festes Peter und Paul gesegnet und auf das Grab des Petrus im Petersdom in Rom gelegt. Somit ist es eine Berührungsreliquie und Zeichen der Gemeinschaft mit dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern.