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Steine bemalen Die Geschichte vom Besuch Marias bei Elisabeth zeigt: Geteilte Freude ist doppelte Freude

Geeignet für: Kinder aller Alltagsgruppen
Zeitdauer: ca. 15 min
Aufwand: einfach
zwei mit Frauenfiguren bemalte Steine auf braunem und grünem Tuch
Material:
zwei oder drei flache Steine
gut deckende Permanent-Marker
Malunterlage und Schutzkittel
zusätzliches Dekomaterial (z.B. Tücher)
zwei mit Frauenfiguren bemalte Steine auf braunem und grünem Tuch
So geht’s:
1.       Steine säubern und trocknen lassen.
2.       Ggfs. Schutzkittel anziehen. Steine auf eine Unterlage legen und bemalen: Auf den einen Stein wird Elisabeth, auf den anderen Maria gezeichnet. Am besten helle Stifte auf dunklen Steinen und dunkle Farben auf hellen Steinen verwenden.
3.       Wer mag, kann einen weiteren Stein bemalen, zum Beispiel mit einer Sonne oder einem oder zwei Smileys – als Zeichen der Freude bzw. der geteilten, doppelten Freude.
4.       Lassen Sie die Farben trocknen.
5.       Die Steine hübsch (mit etwas Dekomaterial) auf dem Maialtar drapieren.

Maria besucht Elisabeth

Vielleicht kennst du das, hast es schon einmal erlebt, wie es ist, wenn eine Familie ein Kind erwartet. Dann freuen sich alle und die Familie möchte jedem diese großartige Nachricht erzählen. Vielleicht hast du schon einmal deine Hand auf den Bauch einer schwangeren Frau legen dürfen und gespürt, wie das Kind sich im Bauch bewegt. Das ist ganz schön aufregend! Ganz oft kann es die Familie gar nicht mehr erwarten, bis das Kind endlich geboren wird. So sehr freuen sie sich auf das kleine Baby!

So ging es auch Maria. Sie hat sich sehr gefreut, dass sie ein Kind bekommen wird und wollte es unbedingt jemandem erzählen. So beschloss sie, zu ihrer Verwandten Elisabeth zu gehen, die auch ein Kind erwartete. Maria wünschte sich nämlich, dass sich Elisabeth mit ihr freue und sie wollte ihr außerdem unbedingt erzählen, was Besonderes geschehen war. Ein Engel war nämlich zu Maria gekommen und hatte ihr gesagt, dass sie ein Kind bekommen werde, aber nicht irgendein Kind. Nein! Maria sollte die Mutter von Gottes Sohn, von Jesus werden!

Maria machte sich also auf die Reise. Es war ein langer und anstrengender Weg zu Elisabeth. Maria hatte kein Tier, auf dem sie reiten konnte oder einen Wagen, mit dem sie fahren konnte. Sie musste den ganzen Weg zu Fuß laufen. Tagelang war Maria unterwegs. Dann erreichte sie endlich Judäa und kam zu dem Haus von Elisabeth. Maria klopfte und als Elisabeth die Tür öffnete und sich die beiden begrüßten, bewegte sich das Kind im Bauch von Elisabeth voller Freude. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut aus: „Gesegnet bist du von Gott, mehr als alle anderen Frauen. Und gesegnet ist das Kind, das du erwartest! In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, strampelte das Kind vor Freude in meinem Bauch. Selig bist du, weil du geglaubt hast, was Gott dir sagen ließ!"

Da sang Maria dieses Lied: „Ich preise Gott, meinen Herrn, und juble über ihn, meinen Retter. Er hat herabgeschaut auf seine Dienerin. Alle Menschen werden mich von nun an preisen. Denn Großes hat der Herr an mir getan!“
Maria blieb drei Monate bei Elisabeth. Dann kehrte sie nach Hause zurück.
Deutung

Freude steckt an. Kennt ihr das? Wenn ihr euch freut, dann wollt ihr anderen, eurer Mama, euren Freunden, Geschwistern… unbedingt erzählen, was euch so freut. Genauso geht es Maria. Sie freut sich unendlich und kann ihre Freude nicht für sich behalten. So läuft sie zu Elisabeth und erzählt ihr, was geschehen ist, warum sie sich so freut: Sie darf den Sohn Gottes gebären. In ihr wird Gott Mensch werden. Gott wird unter den Menschen leben und ihnen zeigen, wie groß die Liebe Gottes zu den Menschen ist. Er wird ihnen zeigen, was Liebe ist. 

Maria zeigt uns, dass man sich nicht alleine freuen kann. Wenn einem was Großartiges passiert ist, worüber man sich sehr freut, muss man es einfach weiterzählen. Die anderen sollen sich auch freuen. Denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Freude steckt an, sie springt über wie ein Funke.


Texte und Foto: Maria-Viktoria Schambeck, Pastoralassistentin im Pfarrverband Obergiesing