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Ein Herz zum Verschenken oder für den Maialtar Die Geschichten von Maria zeigen uns, dass sie die Mutter aller Menschen ist

Geeignet für: Kinder ab 8 Jahren
Zeitdauer: 30 min
Aufwand: mittel
Herzen aus rotem Filz neben Plätzchenform Herz
Material:
rote Schafwolle zum Filzen
Filznadel
(alter) Schwamm als Unterlage
Plätzchenform Herz (möglichst groß)
So geht's:
1.       Legen Sie die Plätzchenform auf den Schwamm.
2.       Rote Wolle in die Plätzchenform drücken und mit der Filznadel so oft stechen, bis ein festes Herz entstanden ist.
3.       Ein zweites Herz ebenso filzen.
4.       Filzen Sie die Herzen an der Spitze und an den geraden Seiten mit der Filznadel zusammen. Oben bleibt das Herz offen.
5.       Nach Wunsch einen kleinen Zettel mit einer Botschaft in das Herz stecken.

Maria hat ein Herz für Jesus

Maria wird verehrt als die Mutter von Jesus. Die Lebensgeschichte von Maria begleitet uns an diesem Muttertag. Sie ist ein Teil von Jesu Leben. Von Maria wird in der Bibel immer dann erzählt, wenn sie für Jesus, für ihr Kind, wichtig ist:
 
Die Geschichte von Maria beginnt vor der Geburt von Jesus, wenn sie erfährt, dass sie ein Kind bekommen wird und sie Gott dafür preist. Die Geburt im Stall von Bethlehem wird beschrieben und vom Besuch der Hirten erzählt, die das göttliche Kind sehen wollen. In dieser besonderen Begegnung heißt es: „Und Maria bewahrte alles in ihrem Herzen, was ihr über dieses Kind gesagt worden war.“ (Lk 2,19)

Wenig später bringen Maria und Josef das Jesuskind in den Tempel, um Gott für die glückliche Geburt zu danken. Da begegnen sie Simeon, der Gott für dieses Kind dankt, auf das er sein Leben lang gewartet hat. „Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Simeon segnet die beiden und sagt zu Maria: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird – und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.“ (Lk 2, 33-35) Da tritt eine alte Frau hinzu. Ihr Name ist Hanna. Als sie das Kind sieht, lobt sie Gott und erzählt Menschen, die auf die Erlösung Jerusalems warten von diesem besonderen Kind. Dann kehren Josef und Maria nach Nazaret zurück. Das Kind wächst heran und wird stark. Es ist erfüllt mit Weisheit und Gottes Gnade ruht auf ihm.
 
Maria erlebt auch den Tod Jesu mit. Sie begleitet sein ganzes Leben. Nach seinem Tod lebt sie bei den Jüngern und betet mit ihnen.

Viele weitere Geschichte über Maria sind aufgeschrieben worden, aber wir finden sie nicht in unserer Heiligen Schrift. Den Menschen allerdings, die an Jesus glaubten, waren diese Geschichten so wichtig, dass wir bis heute Feiertage haben, die aus diesen Geschichten stammen: Wir kennen die Namen der Eltern von Maria, Joachim und Anna, und feiern das Fest Mariä Empfängnis am 8. Dezember. Am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, feiern wir, dass auch Maria nach ihrem Tod in den Himmel aufgenommen wurde. Wir verehren Maria besonders bei den Maiandachten, wenn wir Rosenkranz beten oder den „Engel des Herrn“ singen.
 
Wenn ihr in eine Kirche kommt, dann sucht einmal nach den vielfältigen Darstellungen, die von Maria und ihrer Verehrung erzählen.
Deutung

Maria wird als Mutter für alle Menschen verehrt. Sie begleitet auch unser Leben, wenn wir uns ihr anvertrauen. In biblischer Sprache können wir vielleicht sagen: Sie trägt auch uns alle in ihrem Herzen und da haben Freude und Schmerz ihren Platz. Unser ganzes Leben hat in Marias Herzen Platz.
 
In das gefilzte Herz können wir eine Botschaft hineinstecken. Es kann eine liebevolle Botschaft sein oder auch eine ernste oder eine geheime Botschaft. Ihr entscheidet, ob ihr das Herz eurer Mutter schenkt oder es einen Platz beim Marienbild auf eurem Maialtar bekommt.


Texte: Monika Mehringer
Foto: Sankt Michaelsbund