Diözesanrat tagt zu Lehren aus Coronakrise

Frühjahrsvollversammlung der Laienvertretung erstmals digital / Gottesdienst mit Kardinal Marx
München, 8. März 2021. Mit Lehren aus der Coronakrise im Erzbistum München und Freising befasst sich der Diözesanrat der Katholiken am Samstag, 13. März, ab 10 Uhr bei seiner Frühjahrsvollversammlung, die erstmals digital als Videokonferenz stattfindet. Zu dem Treffen des obersten Laiengremiums der Erzdiözese unter dem Titel „Erzbistum in der Coronakrise – Rückblick und Ausblick“ kommen rund 160 Teilnehmende aus den Pfarrgemeinderäten und Verbänden zusammen. Ab 14 Uhr berichten der Generalvikar der Erzdiözese, Christoph Klingan, der Diözesanratsvorsitzende Hans Tremmel sowie der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, über aktuelle Entwicklungen. Um 17.30 Uhr feiert Kardinal Marx im Liebfrauendom einen Gottesdienst anlässlich der Vollversammlung, der auch live per Stream unter www.erzbistum-muenchen.de/stream übertragen wird.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden beginnen die inhaltlichen Beratungen zu Erfahrungen aus der Corona-Zeit gegen 10.15 Uhr. Zum Thema „Pfarreien im pastoralen Ausnahmezustand“ findet ein Erfahrungsaustausch statt und werden gelungene Beispiele für Pfarreiarbeit unter Corona-Bedingungen vorgestellt. Ab 10.50 Uhr spricht zum Themenkomplex „Staat und Kirche als Akteure in der Corona-Krise“ unter anderem Ordinariatsdirektor Walter Kurzrock über „Chancen und Grenzen der Digitalisierung im Erzbistum“. Gegen 11.25 Uhr steht „Seelsorge und diakonischer Dienst trotz Gefährdungslage“ im Fokus, wobei unter anderem der Leiter der diözesanen Einsatzgruppe Seelsorge für Menschen mit COVID-19, Thomas Hagen, spricht. Ab 11.45 Uhr werden zu „Pandemie und Weltverantwortung“ Erfahrungsberichte aus den Partnerregionen der Erzdiözese München und Freising, Ecuador und dem französischen Bistum Évry-Corbeil-Essonnes vorgestellt.  Nachdem ab 13.15 Uhr die Frage „Was können wir als Kirche, als Räte aus der Krise lernen?“ besprochen wird, beginnt ab 14 Uhr der Bericht zur Lage des Erzbistums: Generalvikar Klingan teilt aktuelle Informationen zum Gesamtstrategieprozess der Erzdiözese mit. Anschließend sprechen Diözesanratsvorsitzender Tremmel und Erzbischof Kardinal Marx zur Vollversammlung.

Ziel der Vollversammlung sei die konstruktive Auseinandersetzung mit den Erfahrungen aus den Corona-Monaten, betont der Vorsitzende Tremmel in der Einladung. „Wir bleiben aber nicht beim Wehklagen stehen und halten uns nicht allzu lange mit dem Lamento auf, was alles nicht möglich war oder ist und wo die Kirche Fehler gemacht hat.“ Der Blick auf die Pandemie solle „differenzierter und hoffnungsorientierter sein“ und „nicht nur auf die eigenen Befindlichkeiten“ reduziert werden, sondern sich auch der Frage annehmen: „Wie können wir als Glaubensgemeinschaft solidarisch denen helfen, die unsere Hilfe dringend brauchen?“, so Tremmel. Neben Corona gehe es auch um aktuelle Projekte der Erzdiözese und der Kirche in Deutschland wie Gesamtstrategieprozess und Synodalen Weg.

Der Diözesanrat der Katholiken ist das oberste Laiengremium der Erzdiözese. In die Vollversammlung werden Vertreter der Dekanatsräte, die sich wiederum aus Vertretern der Pfarrgemeinderäte zusammensetzen, sowie Vertreter der katholischen Verbände und Organisationen entsandt. Die mehr als 200 Mitglieder des Diözesanrates treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu ihren Vollversammlungen. (hs)