Diözesanrat tagt zur Sozialen Marktwirtschaft

Vollversammlung des Laiengremiums in Mühldorf am Inn  / Podiumsdiskussion mit Kardinal Marx, Familienministerin Scharf und Unternehmer Rodenstock
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München, 9. März 2026. Mit der Sozialen Marktwirtschaft und der Frage, welchen Beitrag Kirche und Laien dafür leisten können, befasst sich der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising bei seiner Frühjahrsvollversammlung am Samstag, 14. März, um 9 Uhr im Stadtsaal in Mühldorf am Inn (Schützenstraße 1). Unter dem Leitwort „Mehrwert durch Werte. Perspektiven zur Sozialen Marktwirtschaft“ diskutieren rund 150 Delegierte aus Pfarrgemeinde- und Dekanatsräten sowie Verbänden. Um 12 Uhr feiert Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus (Kirchenplatz 20). 
 
Die Vollversammlung beginnt um 9 Uhr mit Grußworten des Ersten Bürgermeisters von Mühldorf, Michael Hetzl (Unabhängige Mühldorfer/Freie Wähler), sowie der Vorsitzenden der Dekanatsräte Mühldorf und Waldkraiburg, Christine Schmid und Klaus Schex. Ab 9.30 Uhr beschäftigen sich die Delegierten bei Impulsgesprächen in Kleingruppen unter anderem mit der Frage, welchen Beitrag Kirche und Laien zum Erhalt der Sozialen Marktwirtschaft leisten können. Um 10.30 Uhr diskutieren Kardinal Marx, Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales (CSU), Randolf Rodenstock, Unternehmer und Präsident des Roman Herzog Instituts, Stephanie Schuhknecht, Mitglied des Bayerischen Landtags (Bündnis 90/Die Grünen), und Bernhard Stiedl, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds Bayern, über unterschiedliche Perspektiven zur sozialen Marktwirtschaft. Moderiert wird das Podium von Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München.
 
Am Nachmittag blickt der Diözesanrat um 14.15 Uhr auf das Treffen der diözesanen synodalen Gremien im Oktober 2025 im Vatikan zurück. Nach den Berichten des Diözesanratsvorsitzenden Armin Schalk und von Kardinal Marx ab 14.30 Uhr mit anschließender Aussprache stimmen die Delegierten um 16 Uhr über die vom Sachbereichsgremium Gesellschaftspolitik vorgeschlagenen Thesen zum Thema „Soziale Marktwirtschaft im Dienst der Menschenwürde“ ab. Die Diskussion darüber und die geplante Verabschiedung gebe dem Diözesanrat die Gelegenheit, „unternehmerische Freiheit, Solidarität, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung zusammenzudenken“, betont Schalk in seinem Einladungsschreiben. „Als Kirche wollen wir Anwältin des Menschen sein. Die Katholische Soziallehre erinnert daran: Wirtschaft und Arbeit sind für den Menschen da – nicht umgekehrt. Dieser Grundsatz hat nichts an Aktualität verloren, und es lohnt sich, ihn auch heute ins Bewusstsein zu rufen“, ergänzt er.

Nach der Vorstellung der Gemeinderäte der Muttersprachlichen Katholischen Gemeinden um 16.30 Uhr steht um 17 Uhr der Beschluss über die aktualisierte Mustergeschäftsordnung zur Durchführung von Wahlen innerhalb der Katholikenräte und deren Anwendung für die Vollversammlung des Diözesanrats auf der Tagesordnung. Ab 17.30 Uhr erhalten die Teilnehmenden Informationen zur jüngst erfolgten Pfarrgemeinderatswahl sowie zum Katholikentag in Würzburg von 13. bis 17. Mai.   
 
Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising ist die höchste Vertretung der Laien in der Erzdiözese und über die Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte sowie die Verbände demokratisch gewählt. Die mehr als 200 Mitglieder des Diözesanrates treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu ihren Vollversammlungen. (hor)
 
Hinweise:
Journalistinnen und Journalisten sind zu Teilnahme und Berichterstattung eingeladen. Um Anmeldung bei der Pressestelle unter pressestelle@erzbistum-muenchen.de wird gebeten. Nähere Informationen stehen unter www.dioezesanrat-muenchen.de zur Verfügung.