München, 11. Februar 2026. Den „Aschermittwoch der Künstler“ feiert Kardinal Reinhard Marx mit Künstlerinnen und Künstlern zu Beginn der österlichen Bußzeit am
Mittwoch, 18. Februar, um 18 Uhr im
Münchner Liebfrauendom. Einen Akzent setzt in diesem Jahr Lisa Granada mit der bildnerischen Intervention „Cartografía inconclusa / Unfinished Cartography“, bei der gebrauchte Teebeutel zu einem Tuch verbunden sind. Die Installation wird bis 31. März im Chorraum des Doms über dem Altar hängen und soll unter anderem an die Tradition des Fastentuchs erinnern. Der Gottesdienst wird im Internet live gestreamt unter
www.erzbistum-muenchen.de/stream.
Das Kunstwerk „Unfinished Cartography“ entsteht seit 2016 als fortlaufendes Projekt aus dem Verflechten gebrauchter Teebeutel zu einem Tuch. Für die 1991 in Bogotá, Kolumbien, geborene Künstlerin symbolisieren die Teebeutel Erinnerung und Zeit, deren ständige Wiederholung sowie das damit verbundene Älterwerden. In ihren Werken setzt sich Lisa Granada mit den Aktivitäten und Objekten des Alltags und deren scheinbarer Banalität und Monotonie auseinander. Sie verbindet eine minimalistische und skulpturale Ästhetik in ihrer Kunst und versucht herauszuarbeiten, wie als eher intim oder privat wahrgenommene Handlungen transformiert und im öffentlichen Raum geteilt werden können (weitere Informationen:
www.lisagranada.com). Lisa Granada absolvierte ihr Kunststudium in Bogotá (Kolumbien), Grenoble und Stuttgart. Ihre Werke wurden in verschiedenen Ausstellungen gezeigt, darunter in Mulhouse, Barcelona und in Esslingen. Im Jahr 2022 erhielt sie das Stipendium „Junge Kunst und neue Wege“ des Freistaats Bayern. Die Installation ist ein Projekt der Kunstpastoral und der Hauptabteilung Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat zusammen mit dem Münchener Dom.
Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch Solistinnen und Solisten der Capella Cathedralis, Instrumentalisten und Domorganist Ruben Sturm unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz. Dargeboten werden unter anderem eine Auftragskomposition von Mathias Rehfeldt zu Psalm 90 und Musik von Hildegard von Bingen.
Der „Aschermittwoch der Künstler“ wurde von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründet. Er wird mittlerweile in mehr als 100 Städten weltweit gefeiert. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, in der sich die Gläubigen auf das Osterfest vorbereiten. Zu den Gottesdiensten an diesem Tag gehört der Ritus der Aschenauflegung. Die Geistlichen zeichnen den Gläubigen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn und sprechen dabei einen Vers aus dem Buch Genesis, „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst“, oder aus dem Markus-Evangelium: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ (hor)
Hinweise: Dieser Pressemitteilung ist ein Foto des Kunstwerks beigefügt.
Bildunterschrift: Die Kunstinstallation „Unfinished Cartography“ von Lisa Granada im Münchner Liebfrauendom.
Foto: EOM / Johannes Seyerlein
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