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Tagebücher Kardinal Faulhabers aus dem Jahr 1917 online

Texte dokumentieren Amtsantritt in München
München, 11. Dezember 2017. 100 Jahre nach dem Amtsantritt Michael von Faulhabers als Erzbischof von München und Freising erscheinen seine Tagebücher aus dem Jahr 1917 online. Die Tagebucheinträge aus diesem Jahr sind nun vollständig auf der Internetseite des Faulhaber-Online-Editionsprojekts www.faulhaber-edition.de zugänglich.
 
Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten, zwölfjährigen Projekts „Kritische Online-Edition der Tagebücher von Michael Kardinal von Faulhaber (1911-1952)“ machen das Erzbischöfliche Archiv München, das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und das Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte in Münster die Tagebücher in einer umfangreich kommentierten Leseversion im Internet zugänglich. In den Tagebüchern Faulhabers sind Einträge zu etwa 52.000 Besuchen und Gesprächen notiert; die Aufzeichnungen ermöglichen einen Einblick in große politische Zusammenhänge sowie in die Gedankenwelt Faulhabers. Verfasst wurden die Einträge zum größten Teil in der Kurzschrift „Gabelsberger“, die heutzutage nur noch wenige Experten entziffern können. Mit Mitteln, die der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, bereitgestellt hatte, konnten an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kurse zur Erlernung dieser Stenographie-Form eingerichtet werden. Die Tagebücher fielen erst im Jahr 2010 an den Erzbischöflichen Stuhl zurück, seit April 2012 sind sie der Forschung zugänglich. (ck)