Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

Tage der Orientierung - Nah am Menschen

Existenzielle Themen für Schüler/innen professionell begleiten
Portrait Andreas_Sang
Andreas Sang, Pastoralreferent Jugendseelsorger im Referat Jugend und Schule des EJA
Redaktion: Worum geht es bei „Tagen der Orientierung“ für Schulklassen?
 
Andreas Sang: Es geht um jede und jeden Einzelnen und um die Klasse als Gemeinschaft. Schüler/innen der 9. Klasse fahren drei Tage lang in ein Jugendhaus. Sie werden dort von uns zu einem selbstgewählten Thema begleitet. Beliebt sind Themen wie „Liebe, Partnerschaft, Sexualität“, „ich und meine Zukunft“ oder „Sucht und Sehnsucht“. Unsere Aufgabe ist es dafür den professionellen Rahmen und die Methoden bereitzustellen. Die TdO-Referent/innen sind junge Erwachsene, die prozessorientiertes Arbeiten aus der kirchlichen Jugendarbeit kennen und zudem von uns qualifiziert werden.
 
Redaktion: Wenn Sie an die Schulen gehen, wie wird bei Ihren TdOs deutlich, dass Sie von einem christlichen Anbieter kommen?
 
Andreas Sang: Wir leben christliche Werte. Für uns ist jede/r wertvoll und erfährt Wertschätzung. Das spüren die Schüler und Schülerinnen sehr schnell. „Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ (Mk 10, 43). Die einzelne Person steht für uns ohne Unterschied im Mittelpunkt dieses Dienstes.
 
Redaktion: Wo liegt für Sie die religiöse Dimension des Angebots?
 
Andreas Sang: „Was willst du, dass ich dir tun soll“ (Lk 18, 41) – das zieht sich durch. Es ist ein diakonischer Dienst. Die Gemeinschaft steht im Mittelpunkt und gerade spirituelle Abendausstiege werden als besonders wertvoll erlebt. Durch unsere Tat geben wir Zeugnis von der Hoffnung, von der wir erfüllt sind.
 
Redaktion: Die Kinder in den Schulklassen sind sicher multikulturell und auch multireligiös unterwegs. Wie wirkt sich das auf die Durchführung aus?
 
Andreas Sang: Das ist ein großer Vorteil. Wir schöpfen aus dieser Vielseitigkeit und diese macht den Austausch lebendig. Wichtig ist, dass an existentiellen Themen gearbeitet wird, die für alle Schüler/innen bedeutsam sind -  sie wollen Anerkennung finden, sich zurechtfinden im Leben und in ihrer Persönlichkeit ernst genommen zu werden.
 
Redaktion: Was war eines ihrer prägnantesten Erlebnisse bei TdO?
 
Andreas Sang: Ich begleitete eine Klasse zum Thema „Liebe Partnerschaft, Sexualität“. Dabei ging es um konkrete Situationen erlebter Liebe. Ein Mädchen musste weinen und erklärte im Einzelgespräch, dass sie sich im Zwiespalt fühle, weil sie dabei zuerst an ihre Mutter denke, mit der sie aber im ständigen Streit liege. Sie erkannte, dass der Dauerstreit den Blick auf die Mutterliebe verdeckt hat. Diese Erkenntnis war befreiend für das Mädchen.Angebot des Referats Jugend und Schule im Erzbischöflichen Jugendamt, einer Fachstelle für Fragen zum Thema Schule und für die Kooperation zwischen kirchlicher Jugendarbeit und Schule:
  • TdO – Tage der Orientierung
  • KISKO – Konflikte in Schulklassen kommunikativ lösen
  • KISKO Outdoor
  • Mysterien-Tage
  • Streitschlichter-Ausbildung
  • SMV-Seminare
  • Tutoren-Schulungen