Andacht zum heiligen Benno

Material

Ein Schlüssel, eine Schere, dazu eine Filztafel oder ein Papierbild, das mit den folgenden Elementen aus Filz oder Karton in den Farben Grün, Grau, Rot, Blau und Gelb nacheinander belegt und aufgebaut wird: grüner Filz oder Karton für den Hintergrund, grauer Filz oder Karton für die Kirche, rote Dreiecke für die beiden Dächer, blaue Streifen für die Wellen der Elbe, ein gelber Bischofsstab, ein grauer Fisch, evtl. ein ausgeschnittener Schlüssel.

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Ritual zum Zusammenkommen

Jetzt ist Schatz-Zeit.
Machen wir uns bereit.
In Gottes Namen fangen wir an.
Jeder ist wichtig, weil jeder was kann.
Wir hören Geschichten, beten und singen
So wird unsere Schatz-Zeit immer gelingen.
Als Erinnerung findet am Ende Platz,
im Kästchen unser wertvoller Schatz.

Einführung in die Geschichte

  • Die GL zeigt den Kindern den Schlüssel. 
GL: Woher kennt ihr Schlüssel? 

  • Die Kinder überlegen und sammeln Ideen.
GL: Ein Schlüssel schließt etwas auf.

  • Die Kinder ergänzen, was mit Schlüsseln aufgeschlossen wird.
GL: Mit einem Schlüssel kann ich da hinein, was mir der Schlüssel öffnet. Alle anderen dürfen nicht hinein. Der Schlüssel ist ein Symbol für alles, was verschlossen sein kann. Z.B. können wir eine Freundschaft schließen, eigentlich ja eröffnen, deshalb tragen manche Menschen so einen kleinen Schlüssel als Anhänger zu einer Kette. Es gibt auch Bilder, da steht der Schlüssel für das Aufschließen des Himmelreiches, also, dass Menschen bei Gott wohnen können (evtl. gibt es in der Kirche eine Darstellung des heiligen Petrus mit einem Schlüssel). Wir hören jetzt von einem Heiligen, zu dem ein Schlüssel dargestellt wird.
Fisch

Heiligengeschichte

GL: Benno ist der Stadtpatron von München. Vor ungefähr 1000 Jahren hat er gelebt, er war der Bischof von Meißen. Meißen hatte damals schon einen großen Dom.

  • Die GL stellt den grünen Tonkarton für alle gut sichtbar auf oder legt ihn hin. Mit grauem Tonkarton oder Filz legt die GL den Umriss des Doms, mit roten Dreiecken die Dächer der Türme. Mit blauem Tonkarton oder Filz-“Wellen“ wird ein Fluss unter den Dom gelegt.
GL: Meißen liegt an einem großen Fluss, an der Elbe.
       
  • Mit gelbem Tonkarton oder Filz legt die GL einen Bischofsstab auf die Kirche. 
GL: Vor tausend Jahren gab es noch viele Menschen, die nicht Christen waren. Benno wollte die Sachsen und die Slawen zum Christentum bekehren. Aber heute wie damals gilt: Wie geht das? Damals regierte Kaiser Heinrich der IV. Die Sachsen kämpften gegen ihn, und Benno war auf der Seite der Sachsen gegen den Kaiser. Allerdings war auch der Papst ein Feind des Kaisers. Benno wurde vom Kaiser zuerst einmal gefangengenommen und dann wieder freigelassen. Schließlich bestimmte der Kaiser einen neuen Bischof, und Benno wurde abgesetzt. Benno floh zum Papst nach Rom.

Und jetzt erzähle ich euch die Legende, die man sich bis heute vom Heiligen Benno erzählt: 
Stellt euch vor: Du bist Bischof und bist für ein Bistum verantwortlich. Es gehören viele Menschen dazu, aber auch viele Gebäude, Kirchen, Land (Wald und Felder), Klöster, und viel Geld. Wenn Du fliehen musst, kannst Du vielleicht ein bisschen Geld mitnehmen, aber nicht viel. Und alles andere bleibt sowieso, wo es ist: Kirchen, Landbesitz, Klöster, und deine Wohnung und vor allem deine Kirche, mit den Kunstschätzen darin.
Die Aussicht, dass jemand kommt und vielleicht alles zerstört oder verkauft, das ist nicht schön. Was also tun?

  • Die Kinder überlegen. Ein Schlüssel (am besten ein echter großer Schlüssel) wird gezeigt.
GL: Das hat jetzt mit dem Schlüssel zu tun. Tatsächlich sperrt Benno seine Bischofskirche in Meißen ab, als er fliehen muss. Vielleicht habt ihr eine Idee, was er dort alles versperrt haben könnte, damit es keiner wegnimmt?

  • Die Kinder überlegen und antworten.
GL: Keiner konnte dort hinein. Was machte er mit dem Schlüssel?

  • Die Kinder überlegen und antworten.
GL: Wahrscheinlich hatte Benno nicht viel Zeit, sich ein geheimes Versteck in Meißen zu suchen. Jedenfalls nahm er den Schlüssel und warf ihn weit hinaus ins Wasser des großen Flusses, der durch Meißen fließt – die Elbe, sie ist dort fast so groß wie ein See.
Kein Mensch wird dort in der Tiefe den Schlüssel finden! Keine Ahnung, wie Benno selbst dachte, dass er wieder in die Kirche hineinkommt.

  • Ein Schlüssel wird in das „Wasser“ gelegt.
GL: Jedenfalls ging er zum Papst nach Rom und kehrte drei Jahre später wieder zurück. 
Als Benno von seiner langen Reise von Rom zurückkam, sah er nicht aus wie ein Bischof. Benno sah aus wie ein gewöhnlicher Reisender. Kein Mensch erkannte ihn als Bischof. Kurz vor Meißen ging er in ein Wirtshaus, wo er übernachten konnte. Er aß dort zu Abend. Und er hat sicherlich die ganze Zeit überlegt, wie er wieder in den Dom kommen würde und zu den Menschen sprechen könnte. Da bekam er einen großen Fisch serviert. Als er ihn teilte, fand er im Bauch des Fisches einen Schlüssel: den Schlüssel zu seiner Kirche. Da wusste er, dass er zurückkommen wird und wieder in den Dom hineinkommt und Bischof sein wird.

  • Ein Fisch wird ins "Wasser" gelegt und der Schlüssel auf den Fisch.

Deutung

Die Menschen waren sehr glücklich über ihren Bischof. Er war sehr lang noch ihr Bischof, er wurde 96 Jahre alt. Nach seinem Tod pilgerten viele Menschen zu seinem Grab, um dort zu beten. 
Sein Grab wurde vor ungefähr 500 Jahren umgezogen nach München. So verehren wir jetzt in unserem Dom den heiligen Benno, und zu seinem Namenstag am 16. Juni kommen viele Menschen, um sein Fest zu feiern.

Das "Werk" wird in die Schatzkiste gelegt

Jedes Kind malt den Fisch mit dem Schlüssel im Bauch, gemeinsam entsteht ein großes „Wasserbild“.

Segensgebet

(Aus: Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hg.), Dir sing ich mein Lied: Das Kinder- und Familiengesangbuch © Schwabenverlag. Verlagsgruppe Patmos in der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 6. Auflage 2017, www.verlagsgruppe-patmos.de)
Alle Kinder stellen sich in einen Kreis.
Segen mit Gesten
Text: Monika Mehringer, Gemeindereferentin, Kinderpastoral
 

Kinderpastoral
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81667 München
Telefon: 089 / 48092-2217
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Fachreferentinnen:
Monika Mehringer, Gemeindereferentin
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MMehringer@eomuc.de
   
Stefanie Penker, Gemeindereferentin
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SPenker@eomuc.de
Fachstelle Religionspädagogik im Elementarbereich
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Telefon: 089 2137-1660
Fax: 089 2137-1352
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http://www.erzbistum-muenchen.de/kita-religionspaedagogik
Ansprechpartnerinnen:
Barbara Jaud, Sachreferentin
Tel. 089 2137-1640
BJaud@eomuc.de

Anna Rieß-Gschlößl, Sachreferentin
Tel. 089 2137-2545
ARiess-Gschloessl@eomuc.de

Bastelanleitung

Unsere Bastelanleitung verrät, wie ein Bennofisch mit aufgedrucktem Schlüssel zu Ehren des Hl. Benno gebastelt wird.

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