Wissenswertes rund um Ostern Was die Feiertage und Symbole in der Karwoche und Osterzeit bedeuten

Gründonnerstag
An diesem Tag wurden früher die sogenannten „Greinenden“ (das heißt: die Weinenden, aus dem mittelhochdeutschen Wort „gronan“, „weinen“) nach ihrer Bußzeit wieder in die Gottesdienstgemeinschaft aufgenommen. Für Neumitglieder, die Taufbewerber, begannen an diesem Tag die letzten Vorbereitungen auf ihre Taufe in der Osternacht.
 
Karfreitag
Die Vorsilbe „kara“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet Trauer, Klage. Der Karfreitag ist ein Trauertag, ein stiller Feiertag, an dem zum Beispiel auf laute Feste und Tanzveranstaltungen verzichtet wird. In der Kirche werden keine Glocken, keine Orgel, kein Schmuck verwendet und zum Teil auch keine Eucharistie gefeiert. Dafür werden unter anderem die Leidensgeschichte Jesu und das Kreuz betrachtet.
flackerndes Feuer in der Nacht
Jesus ist das "Licht der Welt". Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet und in die dunkle Kirche getragen. (Foto: Pixabay)
Osterfeuer / Osternacht / Osterkerze
Mit einem Feuer beginnt der Gottesdienst der Osternachtsfeier am Karsamstagabend oder am Ostersonntag frühmorgens. An dem Feuer wird die neue Osterkerze entzündet, die anschließend in die finstere Kirche getragen und als Symbol für Jesus Christus, das „Licht der Welt“, gefeiert wird Dieses Licht wird dann im Kirchenraum weitergegeben, bis es den ganzen Raum erleuchtet und jeden Gläubigen erreicht hat.

Osterlamm
Das Paschalamm der Juden erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft. Dieses Fest hat Jesus kurz vor seinem Tod mit seinen Jüngern gefeiert. So hat das Lamm für sie eine neue Bedeutung gewonnen: Jesus ist das „Lamm Gottes“, das alle Menschen befreit.
Bunte Ostereier in einem Korb auf einer Wiese
Am Ostersonntag sammeln die Kinder bunte Eier. Sie sind ein Zeichen für die Auferstehung. (Foto: Pixabay)
Osterei
Das Ei ähnelt einem Stein und lässt an das Grab erinnern, dem Jesus entstiegen ist – wie ein Küken dem Ei. Das zerbrochene Ei macht deutlich: Ostern befreit alle Menschen – egal in welchen Umständen sie momentan gefangen sind.
 
Osterhase
Der Hase gilt als Symbol für die Auferstehung, weil er angeblich beim Schlafen die Augen nicht schließt – ein Sinnbild dafür, dass Jesus Christus nicht im Tod geblieben ist. Außerdem erinnert seine Fruchtbarkeit daran, dass Gott uns in der Auferstehung Jesu das Leben in Fülle geschenkt hat.

Texte: Robert Benkert, Ute Eberl, Efi Goebel, Hubert Heeg, Rudolf Mazzola und Agnes Passauer. Aus der Reihe Hot Spots des Lebens, "Karfreitag und Ostern - Ohnmacht und Zuversicht in der Familie", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

FamilienHausKirche

Der Gottesdienst fällt wegen Corona aus? Dann können Familien eine FamilienHausKirche feiern. Abläufe mit Texten und Liedern für die Karwoche und Ostern.

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