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Allerheiligen und Allerseelen: Gedenken an Verstorbene

Gottesdienste und Gräbersegnungen auf den Münchner Friedhöfen
München, 28. Oktober 2019. Am Hochfest Allerheiligen, Freitag, 1. November, gedenken Katholiken aller Menschen, die in der Kirche als Heilige verehrt werden. Das Fest Allerseelen am Samstag, 2. November, ist dem Gedächtnis aller Verstorbenen gewidmet. Vielerorts versammeln sich die Gläubigen bereits am Nachmittag des Allerheiligentages auf den Friedhöfen zu feierlichen Gottesdiensten und Gräbersegnungen, um besonders ihrer verstorbenen Angehörigen zu gedenken.
 
Im Münchner Liebfrauendom hält Dompropst Weihbischof Bernhard Haßlberger an Allerheiligen, Freitag, 1. November, um 10 Uhr ein Pontifikalamt. Die Capella Cathedralis gestaltet den Gottesdienst unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz mit der Missa „O quam gloriosum est regnum“ von Tomás Luis de Victoria.
 
Das Bayerische Fernsehen überträgt in der ARD von 10 Uhr bis 11 Uhr einen Gottesdienst aus der Basilika Sankt Bonifaz. Zelebrant ist Abt Johannes Eckert. Es singen die Vocalsolisten von Sankt Bonifaz. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Martin Fleckenstein erklingt unter anderem die Missa in a-Moll von Pompeo Cannicciari.
 
An Allerseelen, Samstag, 2. November, um 17.30 Uhr feiert Weihbischof Haßlberger im Münchner Liebfrauendom ein Requiem für die verstorbenen Bischöfe und Erzbischöfe des alten Bistums Freising und der Erzdiözese München und Freising. Der Domchor und das Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeisterin Hilz gestalten den Gottesdienst mit dem Requiem in c-Moll von Caspar Ett. Der Gottesdienst wird im Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
Die Ursprünge des Hochfestes Allerheiligen reichen bis ins vierte Jahrhundert zurück. Anfänglich lag der Termin im Umkreis von Ostern. Ab dem achten Jahrhundert wurde das Fest, zunächst in England und Irland, später auch in der übrigen abendländischen Kirche, am 1. November gefeiert. Entstanden ist das Fest aus der Verehrung der Märtyrer, die wegen ihres christlichen Glaubens starben und als Heilige verehrt wurden. Es schließt jedoch heute neben den kanonisierten Heiligen auch „Brüder und Schwestern, die schon zur Vollendung gelangt sind“, ein, also Verstorbene, die zwar nicht heiliggesprochen sind, aber ein gläubiges Leben führten. In Bayern ist Allerheiligen ein „Stiller Tag“, an dem „öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen“ nur dann erlaubt sind, „wenn der diesen Tagen entsprechende ernste Charakter gewahrt ist“. Das Fest Allerseelen entstand im zehnten Jahrhundert, als Abt Odilo von Cluny für alle ihm unterstellten Klöster anordnete, das Gedächtnis aller Verstorbenen am 2. November zu begehen. Die übrige abendländische Kirche übernahm das Fest. (uq)

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Allerheiligen und Allerseelen