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Altarweihe in Wörth mit Kardinal Reinhard Marx

Durch Brand beschädigte Pfarrkirche St. Peter erhält neugestaltete liturgische Orte
München, 9. Juli 2019. Bei einem Festgottesdienst am Sonntag, 14. Juli, um 10 Uhr weiht der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, den neuen Altar der Pfarrkirche St. Peter in Wörth, Landkreis Erding. Mit der Neugestaltung der liturgischen Orte durch den Bildhauer Matthäus Rutkowski aus Altenmarkt an der Alz wurde die Restaurierung des Gotteshauses, das im März 2016 durch einen Brand beschädigt worden war, abgeschlossen.
 
Der neue Altar ist wie der an der Chorstufe platzierte historische Taufstein aus Adneter Marmor gearbeitet. Ein schlanker Unterbau weitet sich zu den Schmalseiten hin zur sogenannten Mensa, der Tischplatte. Die  Mensa wurde bewusst nicht streng rechteckig gestaltet, sondern weist leicht gekrümmte Außenkanten und gerundete Ecken auf. Der Ambo hat eine ähnliche, aber senkrecht ausgerichtete Form.
 
Die Pfarrkirche St. Peter wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Erdinger Architekten Johann Baptist Lethner anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet. Der eigentlich konventionelle barocke Bau, ein tonnengewölbter Wandpfeilersaal mit eingezogenem, halbrundem Chor, unterscheidet sich von anderen Gebäuden der Epoche durch offenere, fließendere Formen im Sinne des damals aufkommenden Rokoko. Die beachtliche Höhe bei relativ kleiner Grundfläche verleiht dem Kirchenbau einen großzügigen Charakter. Bei dem Brand am Ostersonntag vor drei Jahren wurden vor allem die Raumschale, die Deckenbilder und der Hochaltar beschädigt. Das Altargemälde verbrannte vollständig. Der Altaraufsatz wurde teilweise zerstört. Durch die Innenrestaurierung konnten die Schäden am Gebäude im Wesentlichen behoben und das ursprüngliche Erscheinungsbild der Kirche wieder hergestellt werden.
 
Die Sanierung des Brandschadens hat rund 2,6 Millionen Euro gekostet, die von der Versicherung übernommen werden. Für weitere Sanierungsmaßnahmen im Innen- und Außenbereich und die Neugestaltung der liturgischen Orte wurden etwa 1,4 Millionen Euro investiert. Etwa 95 Prozent davon  trägt das Erzbischöfliche Ordinariat, den Rest die Pfarrei St. Peter. Bereits seit Mai vergangenen Jahres konnten wieder Gottesdienste in der Kirche stattfinden. Dabei wurde die Eucharistie je nach Stand der Restaurierungsarbeiten auf dem ebenfalls beschädigten und notdürftig in Stand gesetzten alten Volksaltar, dem Hochaltar oder einem Seitenaltar gefeiert.
 
Der Altar, an dem die Gläubigen die Gemeinschaft mit Christus feiern, ist der Mittelpunkt des katholischen Kirchenraumes. Er enthält Reliquien von Heiligen oder Seligen; in St. Peter werden dies Reliquien des Heiligen Benno von Meißen und des Seligen Otto von Freising sein. Bei der Weihe des Altares, die Bischöfen vorbehalten ist, wird er mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt. Anschließend wird Weihrauch auf dem Altar verbrannt und die Altarkerzen werden feierlich entzündet, bevor der Bischof das Weihegebet spricht. Erst danach darf auf dem Altar Eucharistie gefeiert werden. (ct)