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Gedenkgottesdienst für die Weiße Rose in der Universitätskirche

Lesung aus Briefen und Tagesbucheinträgen der studentischen Widerstandsgruppe
Weitere Veranstaltungen für Studierende, Jugendliche und Kulturschaffende
Gottesdienst Weiße Rose
München, 10. März 2018. Am 75. Jahrestag der Verhaftung von Hans und Sophie Scholl sowie Willi Graf hat ein ökumenischer Gedenkgottesdienst mit Weihbischof Bernhard Haßlberger, der evangelisch-lutherischen Stadtdekanin Barbara Kittelberger und dem griechisch-orthodoxen Erzpriester Apostolos Malamoussis am Sonntag, 18. Februar in der Universitätskirche St. Ludwig an sie und die weiteren Mitglieder der Weißen Rose erinnert. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand eine szenische Lesung: Schülerinnen und Studierende trugen Ausschnitte aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen der Mitglieder der Weißen Rose vor. Im Anschluss fand im Pfarrsaal St. Ludwig ein Zeitzeugengespräch mit der 98-jährigen Eva Hönigschmid statt, die während ihres Studiums in München mit Alexander Schmorell und Christoph Probst von der Weißen Rose befreundet war.
 
Für Donnerstag, 22. Februar, den 75. Todestag von Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst, luden die Katholische Hochschulgemeinde und die Evangelische Studentengemeinde an der Ludwig-Maximilians-Universität München Studierende zu einer Gedenkfeier in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim mit anschließendem Gang zu den Gräbern ein. Der Hinrichtungsraum, in dem die Mitglieder der Weißen Rose und zahlreiche weitere Gegner der Nationalsozialisten ermordet wurden, ist heute eine Gedenkstätte.
 
Die Evangelische Jugend München und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend in der Region München luden für Samstag, 24. Februar, zum Workshoptag „Widerstehen lernen“ ein. An der Ludwig-Maximilians-Universität erfuhren die Jugendlichen zunächst mehr über die Geschichte der Weißen Rose, in Zeitzeugengesprächen setzten sie sich anschließend mit der Zeit der Nationalsozialismus auseinander.
 
Für Künstler und Kulturschaffende bietet die Kunstpastoral zwei Exkursionen an, die den Umgang mit dem Gedenken an den Widerstand im Nationalsozialismus thematisieren. Am Freitag, 9. März, ging es in der Münchner Innenstadt um „Erinnerungskultur am Beispiele neuerer politischer Denkmäler“, am Samstag, 17. März, befasst sich eine Exkursion nach Dachau mit Gedenkorten auf dem ehemaligen Gelände des Konzentrationslagers Dachau und der Spiritualität der Weißen Rose. (gob)

Weitere Informationen:
www.weisse-rose-stiftung.de
www.75jahreweisserose.de