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Homeschooling für Kinder Alleinerziehender verbessern: Erzbistum stellt 18.000 Euro für Laptop-Käufe zur Verfügung

Alleinerziehendenseelsorge bietet in Corona-Zeiten verstärkt Beratung und Vernetzung im Internet
München, 27. Mai 2020. Mit 18.000 Euro hat die Erzdiözese München und Freising seit Mitte Mai Alleinerziehende dabei unterstützt, Laptops für schulpflichtige Kinder anzuschaffen. Der Fachbereich Alleinerziehendenseelsorge hatte das Hilfsangebot nach Bekanntwerden der Schulschließungen seit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Diakonische Aufgaben entwickelt. Insgesamt haben bislang 45 Mütter und ein Vater das Angebot angenommen, vierzehn Alleinerziehende haben den Antrag für jeweils zwei Kinder gestellt.
 
Für viele Alleinerziehende sei es schon ohne Pandemie-Maßnahmen eine immense Herausforderung, Berufstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen, berichtet Susanne Ehlert, Leiterin des Fachbereichs Alleinerziehendenseelsorge des Erzbischöflichen Ordinariats München. „Jetzt mit geschlossenen Kindertagesstätten und Schulen zerlegt es viele schier zwischen Homeschooling, Homeoffice und Hausarbeit“, so Ehlert. Mit dem Unterstützungsprogramm zum Kauf von Laptops habe die Erzdiözese Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Angebots der Fachstelle schnell und unbürokratisch unterstützen können.
 
Dass die Unterstützung notwendig ist und angenommen wird, belegen die Anträge und Rückmeldungen von Geförderten. Eine Alleinerziehende berichtet etwa, ihre Tochter arbeite bislang „mit einem uralten Tablet, das immer wieder abstürzt, einen kaputten Bildschirm hat, und für Microsoft Teams nicht genug Speicherplatz bietet“. Manche berichten, dass sie bislang versucht hätten, über das Smartphone die Schulaufgaben zu bearbeiten, da sie gar keinen Computer besäßen. Andere erzählen vom verzweifelten Versuch, mehrere Schulkinder an einem einzigen Laptop arbeiten zu lassen, da der Unterricht jedoch auch per Videoschalten stattfinde, sei alles „sehr schwierig“, so eine Mutter dreier Kinder, gerade „in höchst prekärer finanziellen Lage“. Einige berichten davon, dass sie in Kurzarbeit sind, manchmal kommt eine Kürzung des Kindesunterhalts dazu. „Ich bin angesichts dieser Unterstützung wirklich hin und weg und sehr dankbar. Das macht eine Sorge kleiner“, so eine Alleinerziehende in einer E-Mail an Ehlert. „Genau das ist es, was wir erreichen wollen: Wenigstens eine Sorge ein bisschen kleiner zu machen“, bestätigt die Fachbereichsleiterin.
 
Das umfangreiche Programm der Alleinerziehendenseelsorge, das unter anderem thematische Wochenenden, regelmäßige Gruppentreffen, Unternehmungen und Fahrten, Beratung und Informationsangebote umfasst, musste für dieses Frühjahr und diesen Sommer weitgehend abgesagt werden. Ehlert und ihr Team haben jedoch dem Abstandsgebot entsprechende Alternativen erarbeitet. So wird schwerpunktmäßig per E-Mail und telefonisch Seelsorge und Beratung angeboten, „allmählich fangen wir auch an, mit Einzelnen spazieren zu gehen und uns so gemeinsam seelsorglich wie wörtlich auf den Weg zu machen“, berichtet Ehlert. Zudem gibt es Vernetzungsangebote, Gruppen und Begleitung in Online-Netzwerken. (glx)
 
Hinweis: Gerne vermitteln wir Susanne Ehlert, Leiterin des Fachbereichs Alleinerziehendenseelsorge, für Interviews und Gespräche. Gegebenenfalls können wir in Einzelfällen auch eine Familie vermitteln, die an den Angeboten des Fachbereichs teilnimmt und von der Unterstützung beim Laptopkauf profitiert hat. Bitte wenden Sie sich mit entsprechenden Anfragen an die Pressestelle per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de.