Laien starten Videoprojekt: „Miteinander.Füreinander.Da.Sein“

Mitglieder des Landeskomitees der Katholiken werben in Clips für gesellschaftlichen Zusammenhalt
München, 12. März 2021. Unter dem Titel „Miteinander.Füreinander.Da.Sein“ hat das Landeskomitee der Katholiken in Bayern ein neues Videoprojekt gestartet. In kurzen Videoclips sprechen Mitglieder der Vollversammlung und der Sachausschüsse des Landeskomitees Themen rund um Solidarität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt an. Hintergrund für das Projekt ist die sich durch die Corona-Pandemie beschleunigende Spaltung der Gesellschaft: „Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, dass Brüche in unserer Gesellschaft an vielen Stellen tiefer werden“, sagt der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Joachim Unterländer. Den Auftakt macht Adelheid Utters-Adam, Vorsitzende des Katholischen Verbands für Mädchen- und Frauensozialarbeit IN VIA Bayern. Sie schildert, wie es den Bahnhofsmissionen gelungen ist, trotz Abstand nahe bei den Menschen zu sein und wie viel Solidarität die Einrichtungen selbst erfahren haben.

 „Corona ist dieses vielzitierte Brennglas, durch das sich Entwicklungen vor allem in jenen Bereichen beschleunigen, in denen es vorher schon Probleme und Schieflagen gegeben hat“, so Unterländer. Corona dränge immer mehr Menschen in Armut. Fragen der Chancengerechtigkeit seien in den vergangenen Monaten auch im Bildungsbereich aufgebrochen und mit Blick auf aktuelle Verschwörungsideologien müsse die Demokratiebildung gestärkt werden. Das Landeskomitee greift diese Themen unter anderem am Beispiel der Arbeit der Bahnhofsmission in Corona-Zeiten auf. Weitere Videos befassen sich mit der Situation von Geflüchteten sowie besonderen Risikogruppen wie älteren oder schwerkranken Menschen. Im Fokus stehen auch die Familien mit ihren Sorgen und Nöten, die in der Pandemie zum Alltag geworden sind. 

„All diese Herausforderungen können wir als Gesellschaft nur gemeinsam bewältigen“, macht Unterländer klar. Das neue Projekt des Landeskomitees soll ein Baustein sein, der anregt, genauer hinzuschauen. Und so ist das Projekt nicht nur dazu gedacht, den Finger in die Wunde zu legen und auf Problemstellungen aufmerksam zu machen. Die Videos zeigen auch, wie sehr die Solidarität untereinander in den vergangenen Monaten gewachsen ist, wie einander geholfen und füreinander gearbeitet wurde. Außerdem will das Projekt verdeutlichen, wie vielfältig und nachhaltig das Netzwerk der katholischen Kirche für Menschen geknüpft ist, die auf die gesellschaftliche Solidarität angewiesen sind. Zur „universalen Solidarität“ nach Papst Franziskus gehört für das Landeskomitee jedoch mehr als die Fragen, die in den vergangenen Monaten durch die Pandemie neu aufgeworfen wurden. Und so kommen auch weltkirchliche Themen zur Sprache, die bereits vor Corona drängend waren. Hier geht es beispielsweise um den fairen Handel und die Forderung eines Lieferkettengesetzes als Ausdruck einer weltweiten Solidarität. 

Die gesammelten Videos werden in regelmäßigen Abständen auf dem Facebook-Account des Landeskomitees veröffentlicht. Daneben eignen sie sich auch für den Einsatz in der Pfarrgemeinde: für thematische Veranstaltungen, Gruppenstunden oder den Einstieg in eine Gremiensitzung. (alx)