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Marx: Entwicklung von Kindern wichtigste Aufgabe der Schule

Festgottesdienst anlässlich der Ankunft der Ursulinen in Landshut vor 350 Jahren
München/Landshut, 6. Juli 2018. Kardinal Reinhard Marx hat kirchliche Schulen als Orte gewürdigt, in denen „im Mittelpunkt der Schüler, die Schülerin“ stehe. Beim Festgottesdienst zu Ehren der Ankunft der Ursulinen in Landshut vor 350 Jahren sagt der Erzbischof von München und Freising in der Dominikanerkirche St. Blasius, Schulen seien „Orte des Lernens, dass wir nicht alleine glücklich werden“. Eine Pädagogik, des „viel hilft viel“ sei „furchtbar“. Wissensvermittlung sei wichtig, „aber noch wichtiger ist es sich zu entfalten“, so Marx. Das Miteinander, Freundschaften zu finden und sich auszutauschen, seien wesentliche Lernerfahrungen in der Schule, so der Kardinal vor den Schülerinnen der Erzbischöflichen Ursulinen-Realschule sowie vor Ursulinen-Schwestern, die zur Feier des Jubiläums nach Landshut gekommen waren.
 
Die Ursulinen haben die Stadt im Jahr 2016 nach einem fünfjährigen geistlichen Entscheidungsprozess verlassen, die damals vierzehn Landshuter Ursulinen hatten sich aus Altersgründen entschieden, in ein Seniorenheim in München zu ziehen. Dieser Schritt ermöglicht es den Schwestern, als Gemeinschaft zusammenzubleiben. Zugleich ist gewährleistet, dass auch die letzte Mitschwester ein würdevolles Leben bis zu ihrem Tod führen kann. Der Schule in Landshut sind die Schwestern auch weiterhin eng verbunden. Die Trägerschaft der Schule hatte das Erzbistum bereits einige Jahre zuvor übernommen.
 
Der christliche Glaube, so Marx in seiner Predigt, habe von Anfang an Wert auf Bildung gelegt, „weil wir wissen, dass wir nur dieses eine Leben haben“. Ein Leben, das mathematisch gesehen vollkommen unwahrscheinlich sei. Diese Erkenntnis sei ein Anlass zu großer Dankbarkeit für das eigene Leben und ein Auftrag, es sinnvoll zu verbringen. In der Schule müsse auch das in den Blick genommen werden, was in der Welt nicht in Ordnung sei, so Marx, „wo wir uns einsetzen müssen, für die Armen und Schwachen“. Eine Schule, die dies vermittle, zeige, wie wertvoll kirchliche Schulen sind.
 
Die Entwicklung unserer Welt, die Entwicklung des Lebens – all dies könne man in der Schule erfahren, im Mittelpunkt einer katholischen Schule stünden aber die Kinder und Jugendlichen: „Was will uns Gott mit diesem Mädchen mitteilen?“, sei die zentrale Frage. „Ich bewundere Lehrerinnen und Lehrer, die sich daran orientieren“, so Marx. Die Leitfrage der Pädagogik müsse sein: „Wie kann aus diesem Menschen das werden, was Gott in ihn hineingelegt hat?“, so der Erzbischof von München und Freising. Kardinal Marx würdigte das Wirken der Ursulinen in Landshut, dankte ihnen für ihren „großartigen Dienst“ und wünschte der Schule, die das Erbe der Ursulinen in Landshut ist: „Möge Gott diese Schule auch für die Zukunft segnen“. (glx)