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Marx: Kirche braucht den Dialog mit der Welt

Würdigung zum Abschied von Monsignore Florian Schuller als Direktor der Katholischen Akademie
München, 3. Oktober 2018. Kardinal Reinhard Marx hat die Bedeutung des Dialogs mit der Welt für die Zukunft der Kirche betont. Es gehe dabei nicht um einen „Dialog in dem Sinne: Wir haben anderen etwas zu sagen, sondern: Wir lernen von der Welt“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Dienstagabend, 2. Oktober, in der Katholischen Akademie in München. „Wir müssen von der Welt lernen – wir haben nicht alles, wir brauchen die anderen.“ Es gebe „keine Identität ohne den anderen, und zwar in der Anerkennung des anderen als anderer, nicht in der Assimilierung des anderen für mich“.
 
Für den Weg der Kirche in die Zukunft sei dieser Dialog entscheidend, so Kardinal Marx, „auch wenn es manchmal wehtut. Auseinandersetzungen sind nicht immer sanft, sie brauchen auch den Konflikt, aber sie brauchen auch einen echten Geist des Dialogs, der den anderen ernst nimmt und vom anderen lernen will.“ Die Katholische Akademie sei ein „lebendiger Ort des Dialogs, des Austausches mit den Wissenschaften, der Politik, der Kunst, der Kultur, mit dem Nachdenken“, der „zurückwirkt in die Kirche selbst“.
 
Der Erzbischof äußerte sich bei einem Festabend zum Abschied von Monsignore Florian Schuller, der die Katholische Akademie in Bayern 18 Jahre lang leitete. Kardinal Marx würdigte die „beeindruckende Bandbreite“ von Schullers Wirken in der Pfarrseelsorge und Hochschulseelsorge ebenso wie in der Erwachsenenbildung und der wissenschaftlichen Arbeit. Er habe ein „glaubwürdiges Zeugnis“ gegeben und sei ein „Priester mit einer besonderen Ausstrahlung“. (gob)