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„Narben heilen in Konfliktregionen“

Erzbistum München und Freising unterstützt Renovabis-Projekte
München, 30. September 2019. 26 neue Sozial- und Pastoralprojekte von Partnern des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis in der Ukraine, in Rumänien und in der Republik Moldau unterstützt das Erzbistum München und Freising noch in diesem Jahr. Dafür wendet die Erzdiözese insgesamt 700.000 Euro auf. Als Schwerpunkt für die Unterstützung der Vor-Ort-Partner von Renovabis wurden Vorhaben der Friedens- und Dialogarbeit ausgewählt.
 
Monsignore Thomas Schlichting, der im Ressort „Seelsorge und kirchliches Leben“ die weltkirchliche Arbeit im Erzbischöflichen Ordinariat verantwortet, betont, „dass mit unserer Förderung ganz konkrete Maßnahmen in den Konfliktregionen im Osten Europas ermöglicht werden sollen“. Mit seiner fortgesetzten Förderung wolle das Erzbistum Solidarität und Verbundenheit mit den Menschen im Osten Europas als Hilfe zur Selbsthilfe unterstreichen“, sagt Schlichting. Die Friedens- und Versöhnungsarbeit sei Kernanliegen und zentraler Auftrag der Kirche. Im kommenden Jahr werden alle Kampagnen der weltkirchlichen Werke in Deutschland auf das Leitwort „Frieden leben“ ausgerichtet sein. Die aktuell vom Erzbistum geförderten Projekte in der Ukraine sollen hierzu einen Beitrag leisten.
 
Sie ermöglichen und verbessern zum Beispiel die psychologische Betreuung von Kriegsopfern. „Nicht bloß in der Ostukraine haben sechs Jahre Krieg Narben hinterlassen. Nach wie vor gibt es in dem knapp drei Flugstunden entfernten europäischen Land Hundert­tausende Binnenflüchtlinge. Die kirchlichen Organisationen vor Ort hätten mit Hilfe von Renovabis das soziale Netz tragfähig halten können und „Bedürftigen geholfen, wo es am nötigsten ist“, erläutert Monsignore Schlichting. Diese Hilfe werde fortgesetzt.
 
In Rumänien erreicht die Münchner Förderung in diesem Jahr besonders alte Menschen: neben einem Hospiz würden zwei Altenheime unterstützt. „2019 sind unter den vom Erzbistum München geförderten Projekte von Renovabis-Partnern erstmals auch Vorhaben in der Republik Moldau dazu gekommen: Zentrales Anliegen ist dabei die vernetzte Pastoralarbeit der Kirche“, erklärt Weltkirche-Verantwortlicher Schlichting. Die Situation im Land und in der Gesellschaft sei schwierig, weil der Konflikt mit dem abtrünnigen Gebiet in Transnistrien nur eingefroren sei und nach wie vor gewaltige Spannungen bestünden, so Schlichting. Die Kirche versuche hier mit einer grenzübergreifenden Seelsorge einen Impuls zur Versöhnung zu setzen. (ps)