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Oberammergau: Ausstellung der Pestmatrikel

Gründungsurkunde des Passionsspiels begleitend zur Aufführung von „Die Pest“ in Pfarrkirche zu sehen
Oberammergau, 24. Juni 2019. Begleitend zur Aufführung des Stücks „Die Pest“ ist von Freitag, 28. Juni, bis Samstag, 3. August, in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Oberammergau das örtliche Sterbebuch aus dem Jahr 1633 zu sehen. Die sogenannte Pestmatrikel gilt als Gründungsurkunde der Oberammergauer Passionsspiele. An den Spieltagen des Stücks sowie an einigen zusätzlichen Tagen finden spirituelle Führungen zur Pestmatrikel statt. Daten und Uhrzeiten können im Internet unter www.pfarrverband-oberammergau.de abgerufen werden.
 
84 Menschen aus dem kleinen Ort Oberammergau starben während des Dreißigjährigen Krieges an der Pest, woraufhin die Oberammergauer gelobten, alle zehn Jahre das Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu aufzuführen, damit Gott der Krankheit ein Ende bereite. Der Überlieferung nach ist nach diesem Gelübde niemand mehr an der Pest gestorben. Das Stück „Die Pest“, das am 28. Juni im Passionstheater Oberammergau Premiere feiert, erzählt die Geschichte des Tagelöhners Kaspar Schisler, der der Überlieferung nach die Krankheit von Eschenlohe nach Oberammergau brachte.
 
Die Ausstellung der Pestmatrikel ist Teil eines umfangreichen ökumenischen Begleitprogramms für die Passionsspiele 2020. Erstmals gibt es dafür eine durch das Erzbistum München und Freising eigens beauftragte Mitarbeiterin. Die Pastoralreferentin und promovierte Theologin Angelika Winterer steht für die Oberammergauer, die sich an den Passionsspielen beteiligen, als geistliche Begleiterin und Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie organisiert auch zahlreiche offene Angebote wie spirituelle Wanderungen, Predigt- und Vortragsreihen sowie einen Literaturkreis und bereitet das geistliche Begleitprogramm für die Besucher mit vor, die im Jahr 2020 zu den Passionsspielen nach Oberammergau kommen. Ziel ihrer Arbeit ist es, die großen Themen der Passionsgeschichte wie Trauer und Hoffnung, Verrat und Freundschaft aufzugreifen und ihre Relevanz für das Leben der Menschen sichtbar zu machen. (gob)