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Viel Zustimmung für Erneuerung des Diözesanmuseums

Meinungsbild zu Architekturwettbewerb liegt vor / Entscheidung für konkreten Entwurf im Herbst
München/Freising, 30. Juli 2015. Die bei einem Architekturwettbewerb prämierten Entwürfe für die Neugestaltung des Freisinger Diözesanmuseums stoßen auf viel Zustimmung. 242 Teilnehmern einer Umfrage gefällt die Idee der Architekten Brückner & Brückner aus Tirschenreuth, anstelle der bisherigen dunklen Holzdecke über dem Atrium ein transparentes Glasdach einzuziehen und so viel Licht in das Museum zu lassen. Positiv wird in Kommentaren hervorgehoben, dass der „behutsame“ Eingriff „harmonisierend Altes und Neues verbindet“. Das „klare Raumkonzept“ wird als „offen und freundlich“ empfunden, die „großzügige, lichte Atmosphäre“ vermittle „Modernität, ohne das Domberg-Ensemble zu zerstören“. 61 Teilnehmern gefällt der Entwurf nicht. Die Planungen wirkten „kahl“, „brav“, „langweilig“ und „bieder“, heißt es unter anderem in der Kritik.
 
Der zweite Entwurf des Büros Heinrich Böll aus Essen, das dem Gebäude ein gläsernes Obergeschoss aufsetzt, gefällt 63 Mitwirkenden. Die „hohe Fernwirkung“ könne Freising „ein neues Wahrzeichen schenken“, heißt es dazu. Zudem wird die „Modernität“ als „gut eingebettet in die Domberg-Optik“ empfunden. Eine Meinung, die viele nicht teilen. 212 haben angegeben, dass ihnen die Pläne nicht gefallen. Befürchtungen lauten unter anderem, dass die Glaskrone „zu dominant nicht nur für den Domberg, sondern für das gesamte Stadtbild“ sei. Der Entwurf sei „zu modern“ und lasse etwa die Möglichkeit eines Rückschlusses auf die sakral-museale Nutzung vermissen.
 
Entwurf Nummer 3 gefällt 116 Teilnehmern der Umfrage. „Der Entwurf passt gut zum historischen Domberg, nicht zuletzt, weil das Äußere unversehrt zu bleiben verspricht“, heißt es im Kommentar dazu. Umgekehrt wird genau dies von vielen kritisiert: „Nicht wirklich neu oder anders“, „zu brav“, „zu bieder“ und als „einfallslos“ wird die Idee der BASD Architekten aus Berlin, einen zusätzlichen Schnürboden über dem Atrium einzuziehen, um auch schwere Exponate aufhängen zu können, bezeichnet. Die Möglichkeiten erscheinen vielen „als nicht optimal genutzt“. 171 Mitwirkende äußerten sich ablehnend.
 
Die Erzdiözese dankt allen Beteiligten für ihre Rückmeldungen und die Impulse, die davon ausgehen. Im Herbst soll entschieden werden, welcher Entwurf umgesetzt wird.
 
Alles in allem hatten sich 362 Menschen an dem Meinungsbild beteiligt. 256 füllten die Umfrage online aus, die von Ende Juni bis Mitte Juli zwei Wochen lang im Internet zugänglich war. 106 Rückmeldungen erfolgten in Printform in den beiden Tagen während der öffentlichen Einsicht in die Pläne der Architekturbüros Ende Juni im Diözesanmuseum. Schon für die anstehende Neugestaltung des gesamten Dombergs hatte das Erzbistum gute Erfahrungen mit einer Online-Umfrage gemacht. Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich daran knapp 1200 Menschen beteiligt.
 
Das Diözesanmuseum für christliche Kunst der Erzdiözese München und Freising zählt mit seinen rund 40.000 Exponaten zu den größten kirchlichen Museen der Welt. Sein Spektrum deckt alle wichtigen Bereiche religiöser Kunst und Kultur und alle Epochen der europäischen Kunstgeschichte ab. Das neu gestaltete Museum soll die Sammlung attraktiver präsentieren, Sonderausstellungsflächen schaffen und das Profil des Hauses als kirchliche Einrichtung schärfen. (uq)
 
Hinweis: Unter www.domberg-freising.de finden sich alle Informationen inklusive Bildmaterial.