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„Zerrissen zwischen Liebe, Trauer, Wut und Ohnmacht“

Ausstellung nimmt Angehörige von Menschen mit Demenz in den Blick
Eröffnung in der Karmeliterkirche mit Kardinal Reinhard Marx
Ausstellung Demenz 01/2019
Postkarte zu der Ausstellung in der Münchner Karmeliterkirche. © Karolin Bräg
München, 1. Februar 2019. Einblicke in das Leben und die Gefühle von Angehörigen von Menschen mit Demenz gibt eine Ausstellung, die Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, am Freitag, 8. Februar, um 14 Uhr in der ehemaligen Karmeliterkirche, Karmeliterstraße 1, in München eröffnet. Die Münchener Künstlerin Karolin Bräg entwickelte für die Ausstellung „… weil du mich berührst“ aus Gesprächen mit betroffenen Angehörigen eine fünfseitige Stele mit Fotos und Zitaten.
 
Entstanden ist das als Wanderausstellung konzipierte Projekt auf Initiative der Fachstelle Demenz in der Abteilung Seniorenpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats München. Demenz sei ein „Thema unserer Zeit, das die Menschen umtreibt“, schreibt Ordinariatsdirektor Thomas Schlichting, Leiter des Ressorts Seelsorge und kirchliches Leben, in der Ausstellungsbroschüre. Dass die Angehörigen sich mit großem Engagement und oft über die eigenen Kräfte hinaus um die Betroffenen kümmerten, sei der Gesellschaft noch wenig bewusst. „Die Künstlerin gestaltete mit viel Einfühlungsvermögen ein Kunstwerk, das den Betrachter berührt und sensibel macht für dieses Thema und die damit verbundenen Menschen“, erklärt Schlichting. Fachreferentin Maria Kotulek beschreibt in der Broschüre die innere Zerrissenheit pflegender Angehöriger zwischen Liebe, Trauer, Wut und Ohnmacht, die auch in den auf der Stele zu lesenden Zitaten zum Ausdruck komme.
 
Die Ausstellung in der ehemaligen Karmeliterkirche ist von 9. bis 14. Februar täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheinen eine Broschüre und ein Kartenset. Zudem wird ein Leporello „Demenz für Anfänger“ angeboten, das in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband München und Freising entstanden ist. Die Materialien sind kostenlos erhältlich.
 
Führungen können unter Telefon 089/2137-4306 oder per Mail an mkotulek@eomuc.de vereinbart werden. Ab März können Interessierte die zerlegbare, lackierte Holz-Stele für eigene Ausstellungen ausleihen. (ct)