VERANSTALTUNGEN UND AKTIONEN

Frieden leben

Frieden leben

Drei Meter ragt sie in den Himmel. Eine Papiertüte - bedruckt mit der Frage Was trage ich bei? Für eine friedliche Welt. Umgeben von hunderten kleinen Papiertüten. Ein Papiertüten-Meer des Friedens. Was steckt dahinter?
 
Fünf katholische Organisationen haben zusammen mit dem Künstler Johannes Volkmann (Das Papiertheater Nürnberg) das Kunstprojekt FRIEDEN LEBEN ins Leben gerufen.
„Die Idee dafür geht zurück auf das Jahresthema Frieden Leben der katholischen Hilfswerke. Wir möchten hier gemeinsam mit unseren Partnern Misereor in Bayern, Renovabis, missio München und der Abteilung Weltkirche der Erzdiözese München und Freising anknüpfen und uns künstlerisch dem Thema nähern: Im Zentrum unserer Aktion steht eine einfache Papiertüte. Sie eröffnet den Raum zum Nachdenken, Diskutieren und Kreativ werden, um Antworten zu finden auf die Frage ‚Was trage ich bei? Für eine friedliche Welt‘“, so die Initiatorin Dr. Claudia Pfrang von der Domberg-Akademie. Stiftung Erwachsenenbildung der Erzdiözese München und Freising.
 
Die Pandemie stellt die Weltbevölkerung auch nach mehr als einem Jahr stetig vor neue Herausforderungen. Die Frage nach einer Welt, in der alle Menschen gut und in Frieden leben können, gewinnt dabei noch mehr an Bedeutung.
 
Ein Jahr lang werden nun bedruckte Papiertüten mit der Frage „Was trage ich bei? Für eine friedliche Welt“ auf die Reise gehen. Menschen weltweit können die Tüten kostenfrei bestellen und so Teil des Kunstprojekts werden. Die Papiertüte bietet dabei Platz auf der Vorder- und Rückseite, um persönliche Gedanken aufzuschreiben und die Tüte ganz individuell zu gestalten. Mit dem Weitergeben der Tüten beispielsweise im Freundes- oder Bekanntenkreis, werden Sie zu Botschaftern von Friedensgedanken und bieten die Möglichkeit, mit anderen Menschen zum Thema Frieden ins Gespräch zu kommen. Gefüllt werden kann die Tüte außerdem mit Geschichten des Friedens. Wer mag, kann seine fertig gestaltete Papiertüte an das Projekt zurücksenden und so Teil der Kunstinstallation zum Abschluss im Jahr 2022 werden.
 
Begleitend dazu finden verschiedene Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen statt. Mehr Informationen unter: www.frieden-leben.de
Du gibst meinen Füßen weiten Raum

#andersblühen

#andersblühen ist die gemeinsame Aktion der Fachstellen Weltkirche der bayerischen Diözesen mit MISEREOR zur Fastenaktion 2021. Damit will das katholische Hilfswerk den Blick auf das diesjährige Beispielland „Bolivien“ lenken. In diesem südamerikanischen Land unterstützt der Projektpartner „Sozialpastoral Caritas Reyes“ indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften, die den Regenwald vor Rodung und der Ausbeutung der naturgewachsenen Ressourcen schützen, indem sie Gärten im Urwald anlegen:
 
„Wenn Doña Antonia Lurisi vor ihren Gemüsebeeten sitzt und Salat oder Tomaten jätet, während hinter ihr die Baumriesen des Urwaldes aufragen, dann ist sie nur ein winziger Teil von einem großen System. Hier wachsen Maniok, Ananas, Bananen, Guaven, Papaya, Kakao und Cupuazú oder die Palmenarten Asaí und Majo, deren Früchte bei uns als Superfood vermarktet werden, neben Zedern, Eichen, Mahagoni, Teakbäumen und verschiedenen Heilpflanzen im dichten Miteinander und bieten unzähligen seltenen Tierarten einen Lebensraum. Doch Antonia Lurisi spielt eine entscheidende Rolle in dem System: Indem indigene Gemeinschaften vom Wald leben, mit und in diesem einzigartigen Organismus aus Entstehen und Vergehen, schützen sie ihn. Ohne sie gäbe es die Regenwälder hier im Norden Boliviens vielleicht gar nicht mehr“. (MISEREOR: Landwirtschaft im Einklang mit dem Wald, Autorin: Susanne Kaiser).
 
Die Aktion #andersblühen soll ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Bolivien setzen, die den Regenwald und seine Artenvielfalt vor der Vernichtung schützen.
 
Das ist die Challenge:
In der Tüte, die an alle Pfarreien geschickt wurde, ist genug Saatgut für einen Quadratmeter Wildblumenwiese, das ausschließlich für den Einsatz im Stadt- und Siedlungsbereich bestimmt ist. Das Saatgut soll z.B. im Pfarrgarten oder auf einer anderen geeigneten Fläche in der Pfarrei ausgebracht werden.
 
Wir brauchen drei Fotos:
 
1. Ein Foto von der Aussaat
2. Ein Foto vom ersten Keimen
3. Ein Foto von der Blühfläche in voller Pracht
 
auf Instagram mit dem Hashtag #andersblühen
 
Der Link zum Hochladen der Bilder, für die Errechnung der Gesamtsumme der Quadratmeter in Bayern, von der Aussaat bis zum Blühen, lautet:
https://t1p.de/andersbluehenbild
 
Um sich über die konkrete Aktion hinaus mit den Menschen und der Mitwelt in Bolivien zu solidarisieren, bitten wir um eine Spende von 2 Euro – gerne auch mehr –, für jede Blühtüte: https://t1p.de/andersbluehenspende
 
Zur Einführung in die Aktion #andersblühen gibt es eine ausgearbeitete Gruppenstunde für die Minis, vom Bistum Eichstätt: www.minis-eichstaett.de
 
Mitmachen kann jeder: ob Minis, Jugendgruppen, Haupt- oder Ehrenamtliche in den Pfarreien. Die Aktion #andersblühen endet am: 30. September 2021, dem Ende des Schöpfungsmonats. Durch die Aktion #andersblühen entstehen in Bayern mehr Blühflächen. Der Fachbereich Weltkirche lädt alle Pfarreien ein, sich über die Aktion hinaus mit dem Thema einer nachhaltigen Landschaftspflege auf Kirchengrund auseinanderzusetzen. Weitere Infos dazu finden Sie unter: www.erzbistum-muenchen.de/umwelt. Bei Beratungsinteresse melden Sie sich gern unter:
nachhaltig@eomuc.de
 

Ein Jahr Amazonien-Synode:
"Die Sorge um Amazonien ist auch unsere Sorge"

Ein Jahr nach der Synode für Amazonien "Neue Wege für die Kirche und für eine integrale Ökologie" in Rom ziehen eine Gruppe von Synodenteilnehmerinnen und Beobachtern sowie die beiden Werke Adveniat und MISEREOR ein erstes Fazit: Ein intensivierter Austausch sowie die Einführung der neuen kirchlichen Amazonas-Konferenz CEAMA gelten als wichtige Folgeschritte. CEAMA soll die Beschlüsse der Synode umsetzen und dabei nahe bei den Menschen sein. Gleichzeitig bleibe noch viel zu tun, um Papst Franziskus' vier Träume aus dem Abschlussschreiben der Synode "Querida Amazonia" Realität werden zu lassen. Dafür brauche es auch den europäischen Beitrag, in Politik wie Gesellschaft.

"Eine Synode des Aufbruchs für Amazonien und den Planeten – und dann kam Corona. Dieser Eindruck mag in Deutschland vorherrschen", sagt der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Michael Heinz. "Doch dieser Eindruck ist falsch. Die Beschlüsse der Synode werden vor Ort mit den Menschen an der Basis diskutiert und umgesetzt." Zudem hätten die Amazonas-Bischöfe mit Einführung der kirchlichen Amazonas-Konferenz CEAMA eine der wichtigsten Forderungen von Papst Franziskus und der Synode bereits umgesetzt. "Die pastorale Arbeit in und für Amazonien hat jetzt einen festen, eigenständigen Ort innerhalb des Rates der lateinamerikanischen Bischofskonferenzen CELAM. Hier kann nun eine Pastoral entwickelt werden, die ganz im Sinne von Papst Franziskus das Leben der Indigenen in Kirche, Gesellschaft und Politik als Einheit begreift", so Pater Heinz.

Über die Landesgrenzen hinweg seien neue Bildungsnetzwerke entstanden, um die Perspektiven von indigenen Kindern und Jugendlichen zu verbessern und gemäß ihrer Bedürfnisse zu verändern. Bischof Martínez de Aguirre Guinea prangerte mit deutlichen Worten Menschenrechtsverletzungen und Morde an indigenen Aktivisten an. "Am Amazonas leben Indigene, Christinnen und Christen, Priester und Bischöfe die politische Nächstenliebe, die wir auf der Amazonien-Synode eingefordert haben, und die Papst Franziskus in seiner jüngsten Enzyklika 'Fratelli Tutti' als Nachfolge Jesu beschrieben hat", so Adveniat-Chef Pater Michael Heinz.

Politische Nächstenliebe braucht ein Ende imperialer Lebensweise

Diese politische Nächstenliebe verlange eine klare Position der Kirche insgesamt, um sich gegen ungerechte politische Strukturen, wie sie in internationalen Abkommen zum Beispiel zwischen der EU und den Mercosur-Ländern vereinbart werden sollen, zu engagieren. "Wir müssen Nein sagen zu Abkommen, die Menschenrechte missachten und hohe Umweltrisiken beinhalten, oder diese Abkommen entscheidend nachbessern", fordert Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer des Werks für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR. Spiegel begrüße deshalb ausdrücklich, dass sich das EU-Parlament Anfang Oktober gegen das aktuell vorliegende Mercosur-Abkommen ausgesprochen habe, und bestärke die Bundesregierung in diesem Kurs.

Weiterhin seien ungleiche Weltwirtschaftsstrukturen wie sie auch das Mercosur-Abkommen begünstigen würde notwendiger Bestandteil einer imperialen Lebensweise. "Eine imperiale, auf Konsum ausgerichtete Lebensweise ist nur möglich, weil wir nicht nur die dafür notwendigen Ressourcen anderen Erdteilen – gerade eben auch Amazonien – 'rauben', sondern auch zerstörerische Folgen für Mensch und Mitwelt in andere Erdteile auslagern. Dieses System der strukturellen Sünde (vgl. Schlußdokument der Synode, Nr. 80) fordert alle Bereiche des Lebens – Kirche, Politik, Gesellschaft – zu Handeln und Umkehr auf. Es macht deutlich, dass die Sorge um Amazonien auch unsere Sorge ist, denn es geht um das Sorgetragen des gemeinsamen Hauses Erde und damit um nachhaltiges, würdiges und gutes Leben für alle."                         


5 Jahre Laudato Sí

Vatikan ruft Laudato-Sí-Jahr aus

Um die Sozialenzyklika von Papst Franziskus „Laudato Sí“ bekannter zu machen, ruft die päpstliche Entwicklungsbehörde ein Aktionsjahr aus. Am 24. Mai, dem fünften Jahrestag des Erscheinens von Laudato Sí, wird ein „Gemeinsames Gebet für die Erde und die Menschheit" stattfinden. Auch einen jährlichen Anerkennungspreis will der Vatikan vergeben.

Der fünfte Jahrestag der Enzyklika falle in die Zeit einer globalen Pandemie und die Botschaft des päpstlichen Lehrschreibens sei prophetisch wie nie, heißt es in einer Mitteilung des päpstlichen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen vom Samstag. Die Pandemie habe deutlich gemacht, wie sehr alle miteinander verbunden und voneinander abhängig sind.
Eröffnet wird das Aktionsjahr mit der Laudato-Sí-Woche, die am Samstag 18.05. beginnt und bis 24. Mai läuft. Während des Jahres 2020 bis Mai 2021 sind verschiedenen Initiativen geplant, darunter das ursprünglich für März in Assisi anberaumte Forum „Die Wirtschaft von Franziskus", das nun am 21. November 2020 stattfinden soll. Am 24. Mai, dem fünften Jahrestag von Laudato Sí, findet ein "Gemeinsames Gebet für die Erde und die Menschheit" statt.
Während des Aktionsjahres will das Dikasterium ein auf sieben Jahre angelegtes Programm mit öffentlichen Aktionen vorlegen, die auf eine Bewusstseinsbildung in Sachen Nachhaltigkeit zielen. Empfänger sind Familien, Bistümer, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, Ordensgemeinschaften sowie die Welt der Wirtschaft. Darüber hinaus plant die päpstliche Entwicklungsbehörde unter Kardinal Turkson einen Laudato-Sí-Preis, der jährlich an verdienstvolle Initiativen der Nachhaltigkeit gehen soll. Die erste Preisverleihung soll im Mai 2021 stattfinden.
(Quelle: vatican news – gs)

Selbst aktiv werden?!
Interessieren Sie sich dafür, in Ihrer Pfarrei, Ihrem Verband oder Ihrer Gruppe Veranstaltungen im Rahmen der Aktionen und Kampagnen der Hilfswerke oder zu den Themen Eine Welt / Globalisierung / Nachhaltigkeit anzubieten?
Gerne helfen wir Ihnen weiter und beraten bei Themen- und Formatauswahl oder vermitteln kompetente ReferentInnen - melden Sie sich unter 089-2137 1458 oder pwackers@eomuc.de.

Abteilung Weltkirche

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