Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

ABTEILUNG WELTKIRCHE MÜNCHEN

gemeinsames Jahresthema

Gemeinsames Themenfeld der weltkirchlichen Hilfswerke: "Frieden leben"

Für das Kirchenjahr 2019/20 führen die fünf weltkirchlichen Hilfswerke Adveniat, Kindermissionswerk, Misereor, Renovabis und missio erstmals ihre Jahresaktionen zu dem gemeinsamen Themenfeld „Frieden leben“ durch.
Den Auftakt hat Adveniat gemacht, mit der Weihnachtsaktion im Advent 2019 unter dem Motto: "Friede! Mit dir!".
Weitere Informationen zum gemeinsamen Themenfeld der Hilfswerke finden Sie im Impulspapier und im Flyer:

Ecuador: es trifft die Ärmsten der Armen


Menschen warten in Guayaquil, im Gesundheitszentrum der Diözese, auf ihre Behandlung
Mit einem zwei Millionen Euro umfassenden Paket aus Hilfsfonds im Bereich Gesundheit, Bildung und karitative Hilfen und einem Corona-Nothilfefonds unterstützt das Erzbistum München und Freising das von der Pandemie schwer betroffene Partnerland Ecuador

Die Menschen in Ecuador haben sich eingerichtet, in der Coronakrise. „Quédate en casa“: „Bleib zu Hause“, hört man aber immer seltener. Durch die strengen Ausgangssperren der vergangenen Wochen ist für viele ein Großteil der Einnahmequellen weggebrochen. Die Menschen müssen aber nach draußen, auf die Straße, wo sie sich ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner, als Händler, als Schuhputzer oder als Sammler von Recycling-Materialien verdienen. Nachts fahren jetzt auch wieder Autos, was in den ersten Wochen nicht zu beobachten war. Wer einen Passierschein hat, weil er z.B. Bananen oder Gemüse transportieren muss, wird von der Polizei und dem Militär nicht aufgehalten. An den Eingängen der Supermärkte stehen Desinfektionsmittel, es gibt Schleusen, wo Fieber gemessen wird und Markierungen auf dem Boden zeigen, wo man warten oder laufen darf. Gesichtsmasken werden fast an jeder Ecke feilgeboten. „Es sind so viele, dass zu fürchten ist, dass die Händler nach der Coronapandemie darauf sitzen bleiben“, sagt Markus Linsler, der die ecuadorianischen Diözesen bei Sozialprojekten berät. Die Preise für Lebensmittel sind in den vergangenen Wochen gestiegen.
„Seit der Coronapandemie gibt es plötzlich viele Bettler auf den Straßen, die konkret um Geld für Essen bitten, was man bisher so nicht gesehen hat“, erzählt Markus Linsler. „Es sind viele ältere Menschen darunter, aber auch Flüchtlinge aus Venezuela, junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, die in den letzten Wochen keinerlei Unterstützung hatten. Bisher haben die Menschen auf sehr kreative Weise versucht, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Was aber, wenn die Zahl der Bedürftigen steigt und nicht jeder genug für seinen täglichen Bedarf erbetteln kann? Dann ist zu befürchten, dass die Kriminalitätsrate sprunghaft steigt“.
Um die Staatsausgaben zu senken, fährt Ecuadors Präsident Lenín Moreno einen strikten Sparkurs durch die Reduzierung des Staatssektors und die Kürzung von Löhnen und Gehälterrn. Im öffentlichen Dienst wurde die Arbeitszeit von acht auf sechs Stunden reduziert und die Gehälter bis zu 16,6 Prozent gekürzt. Von diesen Maßnahmen ausgenommen sind nur Ärzte, Polizisten und Soldaten. Sieben Staatsunternehmen sollen geschlossen, weitere privatisiert oder zusammengelegt werden, darunter auch die Post und die Fluglinie TAME. Arbeitnehmergesetze werden, was den privaten Sektor angeht, vielfach nicht mehr eingehalten. Einige Unternehmen haben die Löhne hier sogar bis um 25 % gekürzt. Viele Geschäfte und Restaurants wurden während der strengen Ausgangsregelungen aufgegeben und stehen jetzt leer. Die Angst vor Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit ist groß. Allerdings regt sich auch Unmut über die von der Regierung beschlossene Kürzung der Gehälter. In den großen Städten wie in Quito, gehen die Menschen inzwischen auf die Straße und demonstrieren.  Pfarrer Martin Schlachtbauer, der seit 20 Jahren die Erzdiözese München und Freising in Quito vertritt, fürchtet, dass es in Zukunft zu Unruhen kommen könnte, wie im Oktober 2019, wo es zu einem Generalstreik und Protesten wegen der hohen Dieselpreise kam. Die Angst vor der Pandemie werde von der Regierung schamlos ausgenutzt, um Maßnahmen durchzusetzen, die 2018 schon beschlossen worden waren und wogegen sich die Bevölkerung derzeit nicht wehren könne, sagt er. Als größtes Übel bezeichnet der bayerische Pfarrer aber die allgegenwärtige Korruption, die gerade am Anfang der Pandemie spürbar wurde. 
  Von offizieller Seite werden derzeit 46.751 an COVID-19 bestätigte Fälle angegeben (15.06.2020), davon sind 3896 bestätigte COVID-19-Todesfälle und 4725 von der Krankheit Genesene. Doch die Tests sind unzuverlässig. „Wer an einem Tag positiv getestet ist, kann am nächsten Tag wieder negativ sein und umgekehrt. Das sorgt bei den Familien für große Aufregung.“ Pfarrer Martin Schlachtbauer kennt Familien, in denen es drei bis vier Corona-Erkrankte gibt und versucht sie, so gut es in dieser Zeit geht, zu unterstützen.  
Erleichtert ist er, dass die vom Erzbistum München und Freising angewiesene Summe von über einer Million Euro bereits in Ecuador angekommen ist. „Fast alle 24 Diözesen haben das Geld inzwischen abgerufen“ erzählt er. Von dem Geld aus dem Notfallfonds werden auch weiterhin Lebensmittelpakete für die Bevölkerung finanziert. Für die regionalen Gesundheitsstationen der Kirche sind ausreichend Schutzkleidung und Atemmasken vorhanden und werden weiterhin angeschafft. Langsam öffnen die Kirchen ihre Türen wieder. In den letzten Wochen fanden keine Gottesdienste statt. So hatten die Pfarreien auch keine Einnahmen aus den Kollekten. „Mehr denn je brauchen die Menschen jetzt vor allem eine seelsorgliche und psychologische Unterstützung. Doch dafür brauchen wir auch finanzielle Mittel“, sagt Pfarrer Schlachtbauer. „Es ist die Aufgabe der Kirche, den Menschen in dieser schwierigen Situation beizustehen, denn die Krise trifft vor allem die Ärmsten der Armen am härtesten“.
 

Spendenkonto für Ecuador


  • Spenden werden dringend weiterhin für die Notfallhilfe benötigt: für Lebensmittelpakete sowie für Schutzausrüstung und Medikamente in den ambulanten Gesundheitszentren.
  • Förderung von schulischer Bildung, um einkommensschwachen Familien bei dem Erwerb von Schulmaterial und Schulkosten zu unterstützen.
  • Spenden für den Erhalt vielfältiger sozialer Einrichtungen für ältere Menschen oder benachteiligter Personengruppen wie Kinder, Jugendliche, Alleinerziehende oder Migranten.
  • Spenden für pastorale und psychologische Hilfen sowie spirituelle Angebote durch die Kirche.

Spendenkonto für Hilfen in Ecuador:

Kontoinhaber: Erzdiözese München u. Freising
Liga-Konto:  DE87 7509 0300 0002 1700 00
Verwendungszweck: "Spende Corona-Hilfe Ecuador"

Die Spender-Adresse muss auf dem Überweisungsträger mit angeben werden, sofern eine Spendenquittung gewünscht wird.

El Eco 24 klein
Lesen Sie hier die neueste Ausgabe unseres Newsletters "El Eco" mit dem Schwerpunktthema "Corona in Ecuador" und weiteren Infos aus der Abteilung Weltkirche.

Caritasarbeit für Flüchtlinge in Jordanien

Caritas Interantional
Eine Delegation von Vertretern aus vier Bistümern, darunter auch dem Erzbistum München und Freising, besuchte im Dezember 2019 Projekte der Flüchtlingshilfe der Caritas in Jordanien, um sich mit eigenen Augen ein Bild von der humanitären Hilfe zu machen. Lesen Sie unter folgendem Link einen Reisebericht:
Jordanien2

Besuch einer syrischen Flüchtlingsfamilie.

Joranien1

Die Reisegruppe im Zentrum der Caritas Jordanien in Amman.

Jordanien3

Austausch mit irakischen Flüchtlingen.

Jordanienreise

Mohamad Latuf mit Tochter Azma, die aus Syrien in die Stadt Zarqa geflohen sind.


Amazoniensynode im Oktober 2019 in Rom

Amazoniensynode
Die Sondersynode fand vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan statt. Das Thema lautete: „Amazonien: neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“. Umweltschäden im Amazonasgebiet und deren soziale Folgen insbesondere für marginalisierte Bevölkerungsgruppen standen bei dem Bischofstreffen im Fokus. Den Rahmen bildete  die Enzyklika Laudato Si' von Papst Franziskus. Neben Bischöfen aus der Amazonasregion waren auch VertreterInnen des panamazonischen, kirchlichen Netzwerks Repam (Red Eclesial PanAmazónica) bei der Synode, dem sich auch die deutschen Hilfswerke Adveniat und Misereor angeschlossen haben.
Für das Partnerland unserer Erzdiözese, Ecuador, dessen Fläche immerhin zu 42% aus amazonischem Gebiet besteht, sind ebenso einige Bischöfe sowie weitere VertreterInnen angereist. Einige waren im Nachgang in die Erzdiözese München und Freising eingeladen, um uns direkt von der Synode zu berichten. Weitere Informationen und einschlägige Veranstaltungen finden Sie hier!

Ihre Ansprechpartner:

Die Abteilung Weltkirche wird von Sebastian Bugl geleitet, der auch den Fachbereich "Internationale Partnerschaftsarbeit" verantwortet. Außerdem gibt es die Fachbereiche "Globales Lernen und Entwicklung" (Dr. Patrizia Wackers) sowie "Internationale Freiwilligendienste" (Caroline Auer und Angela Hernandez-Soto). Nähere Infos zu Aufgaben und Angeboten der Fachbereiche finden Sie rechts in den blauen Kästen. Wir freuen uns über Ihr Interesse, Ihr Engagement und Ihre Fragen - nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Internationale Partnerschaftsarbeit

Kontakte zu Diözesen und Ordensgemein-schaften in aller Welt sowie Förderung von Entwicklungsprojekten

mehr

Globales Lernen und Entwicklung

Weltkirchliche Bildungsarbeit und Kooperation mit den Hilfswerken

mehr

Internationaler Freiwilligendienst

Entwicklungspolitischer Lerndienst für junge Menschen aus der Erzdiözese und Ecuador

mehr

Aktionen und Veranstaltungen

Aktuelle und anstehende Events

mehr