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Telefonseelsorge Erzbistum München Freising

Leitlinien der TelefonSeelsorge in der Erzdiözese München und Freising

Präambel:
Als Telefonseelsorge (TS) sind wir offen für all das, was Menschen bewegt, wir teilen ihre Trauer und Angst, ihre Freude und Hoffnung (Gaudium et Spes 1); so sind wir Zeugen der Frohen Botschaft und Teil der Kirche.
Dort, wo sich zwei freie Menschen in ihrer Mitte dia-logisch begegnen ereignet sich Seelsorge und damit wird dieser Raum heilig (Ex 3,14). Diese Begegnung ist Gnade.

  • Die TS schließt die Lücke zwischen dem psychosozialen Netzwerk und der Seelsorge im kirchlichen Raum. In ihrem Handeln bewegt sie sich zwischen psychosozialer und seelsorglicher Beratung und verweist nach Bedarf an geeignete Fachberatungseinrichtungen.
  • Alle Menschen, gleich welchen Alters und Geschlechts, welcher Religion und Herkunft werden angehört und respektiert, ungeachtet ihres Glaubens, ihrer Einstellungen und ihrer persönlichen Überzeugungen.
  • TS traut den Hilfesuchenden zu, die eigene Lösung finden zu können und unterstützt sie bei der Suche von Lösungsschritten. TS ist aber selbst nicht die Lösung.
  • Seelsorgliche Beratung geschieht im dialogischen Miteinander von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/innen. Sie ist so organisiert, dass zum einen die Solidarität untereinander, zum anderen die Selbstverantwortung jedes einzelnen unterstützt wird.
  • Die TS sichert die Qualität der Beratung ihrer Mitarbeiter/innen durch regelmäßige Fort- und Weiterbildung, fachlich und spirituell. Kontinuierliche externe Supervision entlastet, reflektiert das eigene Handeln und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei.
  • Durch die Wahrnehmung der eigenen Verletzlichkeit und das Ernstnehmen der eigenen Grenzen findet eine authentische Begegnung mit den Anrufenden auf Augenhöhe statt.
  • TS leistet von Anfang an durch ihre Krisenberatung schon immer einen wesentlichen Beitrag zur Suizidprävention; in Respekt vor der Entscheidung des Ratsuchenden, entsteht die Option zu einem anderen Weiter-leben.
  • TS begleitet, institutionell und in der Regel nicht personengebunden, Menschen auf Wunsch durch schwierige Lebensphasen, für die es kurz- oder mittelfristig keine Lösung gibt.
  • TS gewährleistet die Anonymität ihrer Mitarbeiter/innen gegenüber den Ratsuchenden, die ihrerseits anonym bleiben können.
  • TS ist rund um die Uhr per Telefon, Chat und Mail erreichbar. Grundsätzlich möchte TS jedem Ratsuchenden ein Gespräch pro Tag ermöglichen. Nachts versteht sich die TS als Krisenberatung.
Frauenchiemsee im September 2016