Diamantenes Priesterjubiläum 2011

Erzbistum feiert Diamantenes Priesterjubiläum des Papstes

Zahlreiche Veranstaltungen erinnern an Priesterweihe Benedikts XVI. vor 60 Jahren in Freising
Weihe Razinger durch Faulhaber
Weihe durch Kardinal Faulhaber
Anlässlich des Diamantenen Priesterjubiläums von Papst Benedikt XVI., der am 29. Juni 1951 in Freising zum Priester geweiht wurde und als Kardinal Joseph Ratzinger von 1977 bis 1982 Erzbischof von München und Freising war, richtete die Erzdiözese eine Reihe von Festveranstaltungen aus.

Bereits am Samstag, 18. Juni 2012, widmete sich eine Festakademie auf dem Freisinger Domberg der Theologie des Jubilars. Zu dem Festtag luden der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, der Direktor des Instituts Papst Benedikt XVI., Rudolf Voderholzer, sowie der Sprecher des Weihekurses von Papst Benedikt XVI., Friedrich Zimmermann, in den Mariendom und ins Kardinal-Döpfner-Haus ein. Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, sprach ein Grußwort, Bischof Müller stellte Band 12 der „Gesammelten Schriften Joseph Ratzingers“ vor und Kardinal Paul Josef Cordes, ehemals Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum“, hielt den Festvortrag „Die Theologie des Weihesakramentes nach Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI.“. Nach einer Filmvorführung mit historischem Bild- und Tonmaterial der Priesterweihe von 1951 und Zeitzeugeninterviews feierte Kardinal Marx zusammen mit Erzbischof Périsset, Bischof Müller und Mitbrüdern aus dem Weihekurs Papst Benedikts XVI. zum Abschluss der Festakademie ein Pontifikalamt im Freisinger Mariendom.

Am Dreifaltigkeitssonntag, 19. Juni, zelebrierte Weihbischof Wolfgang Bischof, zuständig für die Seelsorgsregion Süd des Erzbistum München und Freising, in Erinnerung an die Priesterweihe des Papstes einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Oswald in Traunstein, wo Joseph Ratzinger einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbrachte, von 1939 bis 1943 das Erzbischöfliche Studienseminar besuchte und am 8. Juli 1951 zusammen mit seinem älteren Bruder Georg die Primiz feierte.

Am Peter-und-Paul-Tag, dem traditionellen Weihetag im Erzbistum und dem Jahrestag der Priesterweihe von Joseph Ratzinger, Mittwoch, 29. Juni, lud Kardinal Marx alle Priesterjubilare aus dem Erzbistum zu einem gemeinsamen Festgottesdienst im Freisinger Mariendom ein. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden auf dem Freisinger Domberg neue Publikationen über Joseph Ratzinger und das Erzbistum vorgestellt, unter anderem das Buch „Geliebte Heimat. Joseph Ratzinger und das Erzbistum München und Freising“, das die Dauerausstellung „Joseph Ratzinger und das Erzbistum München und Freising“ in der Freisinger Dombibliothek dokumentiert und darüber hinaus weiteres Material über die zahlreichen Bezüge des heutigen Papstes zum Erzbistum enthält. Zum Peter-und-Paul-Tag zelebrierte zudem Kardinal Friedrich Wetter einen Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom. Am gleichen Tag wurde in der Traunsteiner Pfarrkirche St. Oswald die neue Chororgel als erster Teil des „Papst-Benedikt-XVI.-Orgelwerks“ im Rahmen einer feierlichen Vesper geweiht.

Am Sonntag, 3. Juli, veranstaltete das Kardinal-Döpfner-Haus, das Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising, auf dem Freisinger Domberg einen Festtag zu Ehren des Priesterjubiläums von Papst Benedikt XVI.. Er begann mit einem Festgottesdienst, den der Direktor des Kardinal-Döpfner-Hauses, Domrektor Rainer Böck, im Freisinger Mariendom zelebrierte. Es folgte eine Ansprache von Freisings Oberbürgermeister Dieter Thalhammer an der Gedenktafel anlässlich des Papstbesuches 2006 am Eingang zum Domhof. Am Nachmittag wurde ein Film der Priesterweihe von 1951 gezeigt, es wurden Führungen durch die Ausstellung „Joseph Ratzinger und das Erzbistum München und Freising“ und „Auf den Spuren des Papstes über den Domberg“ angeboten. Der Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge las aus den Lebenserinnerungen von Joseph Ratzinger. Den Tag beschloss festliches Domglockengeläut. In der Traunsteiner Pfarrkirche St. Oswald fand am selben Tag ein Festgottesdienst anlässlich des Diamentenen Priesterjubiläums von Rupert Berger und in Gedenken an die Weihejubiläen von Papst Benedikt XVI. und seines Bruders Georg Ratzinger statt.

Am Freitag, 8. Juli, dem Jahrestag der Primiz in Traunstein, gaben die Junge Kantorei, das Vokalensemble und die Capella Cathedralis der Dommusik München, das Domorchester, Domorganist Hans Leitner an der neuen, dem Papst gewidmeten Orgel und Solisten unter Gesamtleitung der Münchner Domkapellmeisterin Lucia Hilz in der Traunsteiner Stadtpfarrkirche St. Oswald ein Konzert zum Diamantenen Priesterjubiläum von Papst Benedikt XVI., seines Bruders Georg und Rupert Bergers. Auf dem Programm standen Joseph Haydns „Nelsonmesse“, Motetten von Orlando Di Lasso, Kirchensonaten von Wolfgang Amadeus Mozart sowie Motetten von Alessandro Scarlatti.

Seine Priesterweihe am 29. Juni 1951 im Freisinger Mariendom empfing der heutige Papst Benedikt XVI. von Kardinal Michael Faulhaber. Es war ein großer Weihejahrgang mit 45 Kandidaten, darunter drei spätere Bischöfe, weshalb man auch von dem „Drei-Bischofs-Jahrgang“ spricht: neben dem späteren Erzbischof Joseph Ratzinger auch der 2010 verstorbene Weihbischof der Erzdiözese München und Freising, Franz Schwarzenböck, sowie der im Jahr 2000 verstorbene Weihbischof Heinrich Graf von Soden-Fraunhofen. Sie alle gehörten zu einer Generation junger Männer, von denen sich viele nicht zuletzt auch angesichts ihrer persönlichen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg und während der nationalsozialistischen Diktatur für den Beruf des Priesters entschieden.

Interview mit der Münchner Kirchenzeitung vom 26. Juni 2011

Gedenkbild Ratzinger
Das Gedenkbild können Sie sich auch zuschicken lassen:
Bitte wenden Sie sich an pressestelle@erzbistum-muenchen.de

Video:
Dokumentation mit Zeitzeugenberichten zum 60-jährigen Priesterjubiläum von Joseph Ratzinger im Juli 2011

Video:
Festgottesdienst des Erzbistums im Freisinger Dom

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