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Allerheiligen und Allerseelen feiern mit der Familie Am 1. und 2. November gedenken wir der Heiligen und aller unserer Verstorbenen

Jeder Mensch hat seinen eigenen Platz in der Familie und im Leben geschenkt bekommen. Diesen Platz anzunehmen und den eigenen Weg zu gehen, die eigene Berufung zu leben, ist gar nicht so einfach! Das Fest Allerheiligen stellt uns eine Schar großartiger Menschen vor Augen und sagt uns: Auch du gehörst dazu!

Allerseelen führt zur Begegnung mit den Verstorbenen unserer Familie, die über den Tod hinaus zu uns gehören. Beide Feste helfen uns, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen - und unseren eigenen Weg zu gehen!
Gräberfeld mit Kerzen zu Aller
Beim Gang über den Friedhof denken wir an unsere Verstorbenen. Sie gehören zu uns - auch über den Tod hinaus. Die brennenden Kerzen schenken uns Trost und zeigen uns: Gott ist da! (Foto: imago/epd)

Die Botschaft von Allerheiligen und Allerseelen

Familie ist Gold wert, unersetzlich! In guten wie in schweren Zeiten sind es vor allem unsere Angehörigen, mit denen wir reden und die wir um Hilfe bitten können. Großeltern sind ganz wichtig für die junge Familie, und wer weit entfernt von ihnen lebt, wird sie oft schmerzlich vermissen. So geht es uns auch mit unseren lieben Verstorbenen.

Wir stehen in einer Reihe mit unseren Ahnen, tragen die Gene unserer Eltern in uns: „Ganz der Papa!“ oder „Den frechen Blick hat sie von dir!“ Manchen ist das Erbe buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
Junge, blonde Frau in Natur blickt nachdenklich in die Ferne.
Wohin führt mich mein Weg? Jeder Einzelne ist aufgerufen, seine eigene Berufung zu finden und zu leben. (Foto: Pixabay CC0)
Wie das alltägliche Miteinander gestaltet wird, das erlebe ich als erstes in der eigenen Ursprungsfamilie. Jede Familie hat eigene Traditionen. Und das Miteinander der Generationen ist spannend, manchmal auch anspannend, mitunter konfliktreich. Jeder Einzelne trägt auch kleinere oder größere Wunden aus der Kindheit mit sich. All das bringe ich in meine (neuen) Beziehungen mit ein. In der – manchmal schmerzlichen – Auseinandersetzung mit anderen kann ich daran wachsen und meinen eigenen Weg finden und gehen. Ich bin einmalig, einzigartig als Person, mit meiner Lebensgeschichte – die so, wie sie ist, für mich stimmig ist!
 
Beide Aspekte gehören zusammen: Eigen, individuell, besonders sein und gleichzeitig in Gemeinschaft stehen – in der Tradition der Vorfahren einer Familie, eines Landes, einer Glaubensgemeinschaft. Wir alle sind Kinder Gottes, das verbindet uns. Und gleichzeitig ist jeder beim eigenen Namen gerufen, herausgefordert, die eigene Berufung zu leben – so wie die Heiligen und Seligen.
 
Meist hatten sie kein leichtes Leben, zweifelten und mussten kämpfen – wie auch wir manchmal. Heilige hörten nicht auf, mit Gott und ihren Nächsten zu ringen, suchten nach dem, was heilsam und entscheidend ist im Leben, gingen ihren ganz eigenen Weg – auch gegen Widerstände.
 
Sich Heilige zum Vorbild nehmen heißt, genauso seinen Weg zu gehen, im Wissen, dass ich von Gott geliebt bin und dass ich so, wie ich bin, richtig, notwendig und unersetzlich bin – für meine Kinder, für meine Partnerin, meinen Partner, für meine Eltern, für die Gemeinschaft der Kirche und der Welt.
 
„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir, wohin dein Weg dich auch führt!“, ermutigt uns die Bibel. In diesem Vertrauen kann ich meiner Wege gehen – mal krumm, mal gerade, mal aufwärts, mal abwärts – in dem Wissen, ich bin nicht allein auf diesem Weg!
"Jeder Christ kann zum Heiligen werden! –
Wie wird man ein Heiliger?
Niemals hassen, sondern den anderen,
den Bedürftigen dienen; beten und in
der Freude leben; das ist der Weg der
Heiligkeit!"
Papst Franziskus
 

Ideen für Eltern und Familien

Stein, auf dem in schöner Schrift und in einem Rahmen der Name Martin geschrieben steht.
Andenken gestalten: Erinnerungsstein für ein verstorbenes Familienmitglied. (Foto: Pixabay CC0)
Grablicht oder Erinnerungsstein gestalten
 
Wasserfeste Filzstifte und weiße Grablichter und/oder flache Steine besorgen. Jeder verziert das Licht oder den Stein mit dem Namen seines Heiligen oder eines lieben Verstorbenen mit passenden Symbolen wie Herz, Kreuz, Blumen, Regenbogen…

Die Lichter werden angezündet und jeder kann dazu eine Erinnerung sagen oder ein Gebet sprechen. Bei einem Friedhofsbesuch kann man die Lichter und die Steine mitnehmen und auf ein Grab stellen oder legen. Oder man kann daheim oder im Garten einen guten Platz dafür suchen.
Heilige und Namenspatrone
 
  • Lebensgeschichte der Namenspatrone suchen und erzählen: Was gefällt mir an ihm? Womit komme ich eher nicht zurecht? Was hat er Besonderes getan? Mit welchen Merkmalen wird er abgebildet? Für wen ist er Patron? Sehe ich eine „Botschaft“ für mich in meinem Namenspatron?   
  • Gemeinsam überlegen: Was könnten „heilige Eigenschaften“ sein? Wer im Umfeld hat „Heiligmäßiges“ getan? Wen könnte ich mir zum Vorbild nehmen?     
  • Einander erzählen, wie man sich das Leben bei Gott vorstellt.
Informationen zu den Heiligen gibt es unter www.heiligenlexikon.de.
„Herr, lehre uns bedenken,
dass wir sterblich sind,
auf dass wir klug werden.
Unsere Tage zu zählen lehre uns! Dann
gewinnen wir ein weises Herz.“
nach Psalm 90, 12


Titel Broschüre Allerheiligen Allerseelen
Die Texte stammen von Agnes Passauer. Sie sind entnommen aus der Broschüre "Allerheiligen und Allerseelen. Mein Platz: eingebunden und einmalig", herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung.

Weitere Hefte der Reihe "Hot Spots des Lebens" und Bestellmöglichkeit

Mit Kindern "Seelengeigen" backen

Traditionell wurden an Allerseelen häufig "Seelenzöpfe" oder "Seelengeigen" gebacken. Auch Kinder haben Freude daran und können gut mit einbezogen werden. Bedeutung des traditionellen Gebäcks und Rezept

Wissenswertes zu Allerheiligen und Allerseelen

Informationen zum Ursprung, Brauchtum und zur Bedeutung der beiden Tage im November

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