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Gebete

Gebete eines Kranken

Herr, wenn du willst, kannst du mich gesund machen. So rufe ich in meiner Krankheit zu dir. Du hast die Kranken geheilt, du hast unsere Krankheiten auf dich genommen und unsere Schmerzen getragen. Durch deine Wunden sind wir geheilt.
Ich bitte dich, laß mich gesund werden, und wenn nicht, gib mir die Kraft, mein Kreuz mit dir zu tragen.

Herr, Gott, großes Elend ist über mich gekommen. Meine Sorgen wollen mich erdrücken. Ich weiß nicht ein noch aus. Gott, sei mir gnädig und hilf! Gib Kraft zu tragen, was du mir schickst. Laß die Furcht nicht über mich herrschen; sorge du väterlich für die Meinen.

Barmherziger Gott, vergib mir alles, was ich an dir und den Menschen gesündigt habe. Ich traue deiner Gnade und gebe mein Leben ganz in deine Hand. Mach du mit mir, wie es dir gefällt und wie es gut für mich ist. Ob ich lebe oder sterbe, ich bin bei dir, und du bist bei mir, mein Gott. Herr, ich warte auf dein Heil und auf dein Reich.

Wie lange noch, Herr, vergißt du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Gesicht vor mir? Wie lange noch muß ich Schmerzen ertragen in meiner Seele, in meinem Herzen Kummer Tag für Tag? Wie lange noch darf mein Feind über mich triumphieren?
Blick doch her, erhöre mich, Herr, mein Gott, er
leuchte meine Augen, damit ich nicht entschlafe
und sterbe.
(Ps 13, 2-4)

Vater im Himmel, es will mir noch nicht gelingen,
diese Krankheit anzunehmen. Ungeduldig warte
ich darauf, wieder gesund zu werden. Hilf mir, daß
ich zur Ruhe komme und erkenne, daß du es so
willst. Vielleicht ist diese Zeit ganz heilsam für mich.
Ich kann mich wieder auf dich besinnen und fra
gen, was du mit mir vorhast. Zeig mir, was ich in
meinem Leben ändern, was ich geduldiger und
liebevollertragen soll. Zeig mir auch den Unfrieden
meines eigenen Herzens und hilf mir, ihn zu über
winden. Gib mir deinen Frieden. Laß mich wieder
Hoffnung haben und durch meine Hoffnung ande
ren Mut machen.

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr; fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht ändern Segen? Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. Hast du mit Namen mich in deine Hand, in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit und das
mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf
das Land, das keine Grenzen kennt, und laß mich
unter deinen Söhnen leben. Sei du mein täglich
Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem, wenn
ich zu dir bete.

T: Huub Oosterhuis 1964, Übertragung Lothar Zenetti 1973, aus: »Du bist der Atem meiner Lieder«, Christophorus/Herder/Burckhardthaus (Freiburg/Wien/Geinhausen).


Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrek-ken. Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles. Gott allein genügt.
hl. Theresia von Avila

Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, rette mich.
Blut Christi, tränke mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O guter Jesus, erhöre mich.
Birg in deinen Wunden mich.
Von dir laß nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich,
zu dir zu kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er läßt mich lagern auf grünen Auen und führt mich
zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten
Pfaden, treu seinem Namen.
Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich
fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock
und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner
Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich
den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein
Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich
wohnen für lange Zeit. (Ps 23)

Gebet für einen Kranken
Herr Jesus Christus,
auch im Leid bist du uns nahe,
wir denken an dein Leiden und Sterben am Kreuz.
Wir bitten dich, Herr,
schenke unserem (unserer) N. die Gesundheit
wieder und gib ihm (ihr) die Kraft,
seine (ihre) Krankheit in Geduld zu tragen.
Schenke deine besondere Liebe allen hilflosen
Menschen, den unheilbar Kranken und denen, die
ohne Hoffnung sind. Amen.


Kurzgebete

Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn. (Rom 14, 8)

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. (Ps 25, 1)

Ich bin gewiß, zu schauen die Güte des Herrn im Lande der Lebenden. (Ps 27,13)

Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir. (Ps 23,4)

Herr, in deine Hände leg' ich voll Vertrauen meinen Geist. (Ps 30, 6 a)

Jesus, Maria, Josef, steht mir bei im letzten Kampfe.

(Aus: »Die Feier der Krankensakramente«, S. 98 f)


Gebet für einen Verstorbenen

Herr, unser Gott, du bist allen nahe, die zu dir rufen. Auch wir rufen zu dir aus Not und Leid. Laß uns nicht versinken in Mutlosigkeit und Verzweiflung, sondern tröste uns durch deine Gegenwart. Gib uns die Kraft deiner Liebe, die stärker ist als der Tod. Mit unsern Verstorbenen führe auch uns zum neuen und ewigen Leben.