Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

10 Millionen Euro für die Integration von Flüchtlingen

Erzbistum München und Freising unterstützt zahlreiche Projekte
München, 7. Dezember 2017. Mit 10 Millionen Euro unterstützt das Erzbistum München und Freising im Jahr 2017 die Integration von Flüchtlingen. Journalisten können einzelne vom Erzbistum geförderte Projekte kennenlernen. Die Pressestelle des Erzbistums vermittelt zu diesem Zweck Termine zu Einzelgesprächen.

 
Koptisch-orthodoxe Gemeinde St. Mina
Seelsorge, Begleitung und Unterstützung für christliche Flüchtlinge
am Sonntag, 10. Dezember, zwischen 13 und 15 Uhr
an der Loretokirche, Josephsburgstraße 24, 81673 München.
 
Die Gemeinde kümmert sich um christliche Flüchtlinge, die beispielsweise aus Ägypten und Syrien kommen, und arbeitet dazu auch mit der syrisch-orthodoxen Gemeinde zusammen. Zusätzlich zu Seelsorge und Liturgie gibt es geistliche Angebote, zum Beispiel das Wochenende „Glauben leben in der Fremde“ im Kloster Benediktbeuern, und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Zum Gespräch stehen Mönchserzpriester Abuna Deuscoros El Antony und junge Flüchtlinge bereit. Zuvor findet von 10 bis 13 Uhr ein orthodoxer Gottesdienst in der Loretokirche statt.

 
„Integration konkret“
Unterstützung von jungen Flüchtlingen beim Übergang in das selbständige Leben und Wohnen
am Montag, 11. Dezember, zwischen 16 und 18 Uhr
im Salesianum München, St.-Wolfgangs-Platz 11, 81669 München.
 
Einige der jungen Flüchtlinge, die im Salesianum betreut werden, sind mittlerweile in einer festen Ausbildung und werden bald in eine eigene Wohnung umziehen können. Das Projekt „Integration konkret“ wird sie dabei unterstützen, zum Beispiel bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum und beim Aufbau eines sozialen Netzwerks. Das Erzbistum fördert das Projekt mit 70.000 Euro. Zum Gespräch zur Verfügung stehen ein 18-jähriger Flüchtling aus Afghanistan, der eine Ausbildung zum Frisör absolviert, und Anna-Lena Kahmann, Leiterin des Projekts.

 
„EMiL“
Ehrenamtliche Migranten und Migrantinnen als Lotsen für junge Geflüchtete
am Dienstag, 12. Dezember, zwischen 16 und 18 Uhr
beim Verband IN VIA, Goethestraße 12, 80336 München.
 
Migranten und Flüchtlinge, die schon länger in München leben, engagieren sich im Projekt „EmiL“ ehrenamtlich als Lotsen für junge Flüchtlinge und geben so ihre Erfahrungen weiter. Beispielsweise übernehmen sie Sprachpatenschaften, begleiten die jungen Flüchtlinge als Kulturdolmetscher zu Veranstaltungen oder gestalten mit ihnen gemeinsam ihre Freizeit. Das Projekt wird mit 14.000 Euro gefördert. Zum Gespräch stehen bereit der ehrenamtliche Lotse Javid Dust sowie die Koordinatorin des Projekts, Fatma Zan.

 
„Ich kann Deutsch“
Förderung sprachlicher und kommunikativer Fähigkeiten für Flüchtlinge
am Mittwoch, 13. Dezember, zwischen 16.30 und 17.30 Uhr
im Erzbischöflichen Ordinariat München, Kapellenstraße 4, 80333 München.
 
In enger Verbindung mit der koptisch-orthodoxen Gemeinde arbeitet die gemeinnützige Gesellschaft „Interkulturelle Brücken“. Im Projekt „Ich kann Deutsch“ organisiert sie mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung ein Zusatzprogramm zu den offiziellen Integrationskursen, an dem neben christlichen auch muslimische Flüchtlinge teilnehmen. Mit 30.000 Euro wird das Projekt durch das Erzbistum unterstützt. Zum Gespräch stehen die Teilnehmer des soeben abgeschlossenen Kurses bereit sowie Magdi Yacoub, Leiter von „Interkulturelle Brücken“.

 
Journalisten werden gebeten, sich bei der Pressestelle des Erzbistums München und Freising (Telefon 089/2137-1263, E-Mail pressestelle@erzbistum-muenchen.de) anzumelden und einen konkreten Einzelgesprächstermin innerhalb der jeweils angegebenen Zeiträume zu vereinbaren. Auch Foto-, Ton- und Filmaufnahmen sind möglich.
 
Auch über den Fonds für Schwangere und Mütter mit Kindern in Notsituationen fließen umfangreiche Hilfen an Flüchtlinge. Junge geflüchtete Familien leben mit einem neugeborenen Baby oft in beengten Wohnungen oder sogar in Gemeinschaftsunterkünften, weil über ihren Asylantrag noch nicht entschieden wurde oder weil sie auf dem freien Markt keine Wohnung finden. Der Fonds des Erzbistums unterstützt sie bei der Anschaffung der Erstausstattung für das Baby, von Schwangerenkleidung oder von Kinderwägen und Kinderbetten. Der Fonds wurde im Jahr 2017 um 350.000 Euro aufgestockt.
 
Um geflüchtete Frauen zu unterstützen, fördert das Erzbistum das Projekt „Benefit“ des Sozialdienstes katholischer Frauen. In drei Gemeinschaftsunterkünften in München, in denen überwiegend Familien mit Kindern leben, gibt es einmal wöchentlich ein Informations- und Begegnungsangebot. So wird ein geschützter Rahmen geschaffen, in dem Frauen und Mädchen ihre Anliegen zur Sprache bringen können. Häufig können ihnen dann psychologische oder medizinische Hilfe oder Bildungs- und Integrationsangebote vermittelt werden. Das Projekt wird mit 177.000 Euro gefördert.
 
Die genannten Beispiele gehören zu einer Vielzahl von Angeboten im Flüchtlingsbereich, für die das Erzbistum insgesamt rund 4,8 Millionen Euro eingeplant hat. Dazu zählen vielfältige Projekte, zahlreiche Einzelfallhilfen und die Förderung ehrenamtlichen Engagements. Hinzu kommen der Zuschuss für die Asylsozialarbeit des Caritasverbandes in Höhe von drei Millionen Euro, der Zuschuss für das Zentrum Flucht und Migration der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Höhe von 1,1 Millionen Euro sowie Zuschüsse für verschiedene integrative Wohnprojekte in Höhe von einer Million Euro. So werden im Jahr 2017 insgesamt 9,9 Millionen Euro bereitgestellt. (gob)