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„Biblische Botschaft bringt Dynamik in Europas Geschichte“

Kardinal Reinhard Marx bei Firmgottesdienst am Ersten Advent: Christen sind gerufen zur Entwicklung
München, 2. Dezember 2018. Im Rahmen der Debatte über Identität und Prägung Europas hat Kardinal Reinhard Marx daran erinnert, dass „durch die biblische Botschaft Dynamik in das Geschichtsbild Europas kam“. An die Stelle einer antiken Auffassung von einem „semper idem“, eines „immer dasselbe“, trete eine Orientierung auf eine veränderte Zukunft hin: „Christus kommt aus der Zukunft auf uns zu, wir gehen in diese Zukunft hinein, wir gehen diesem Ziel entgegen und werden dabei verändert“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Sonntagabend, 2. Dezember, in der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Fußgängerzone bei einem Gottesdienst, in dessen Rahmen er 20 Erwachsenen und 4 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spendete.
 
Der mit der biblischen Botschaft verbundenen Dynamik entspreche ein Menschenbild, dass sich „daran orientiert, was ich sein könnte, was ich sein müsste“, erklärte der Kardinal. Damit werde nach Ansicht von Marx eine Dynamik der Entwicklung, des Vorangehens in die Geschichte Europas gebracht, die im Widerspruch stehe zu jeder Rückwärtsgewandtheit. In der Bewegung auf Christus zu und im Bestreben, ihm ähnlich zu werden, helfe „der Heilige Geist, wach zu bleiben und einen klaren Kopf zu bewahren“, das Ziel Jesus Christus im Blick zu behalten „und sich nicht vernebeln zu lassen durch Ideologien und fake news, durch Verschwörungstheorien und Weltuntergangsszenarien“.
 
Die Mehrzahl der Firmbewerber hatte sich in der Glaubensorientierung der Erzdiözese München und Freising in St. Michael auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet. Die Männer und Frauen hatten sich an sechs Abenden gemeinsam mit Pater Andreas Leblang SJ mit Themen wie der Gemeinschaft der Glaubenden, den Sakramenten sowie Schuld und Vergebung auseinandergesetzt. Dazu kamen Bewerber, die sich in ihren Heimatgemeinden im Erzbistum München und Freising auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet hatten. Die Firmbewerber sind zwischen 13 und 63 Jahren alt. Neben deutschen sind auch Firmbewerber aus Frankreich, Polen, Peru und den USA dabei. Vier der Firmbewerber konvertierten mit ihrer Firmung aus einer anderen christlichen Religion zum katholischen Glauben.
 
Die Glaubensorientierung der Erzdiözese München und Freising in St. Michael ist Anlaufstelle für Menschen, die sich taufen oder firmen lassen wollen, über einen Wiedereintritt in die katholische Kirche oder eine Konversion zum katholischen Glauben nachdenken. Sie bietet Glaubenskurse und Informationsveranstaltungen an und steht zum persönlichen Gespräch über Glaubensfragen zur Verfügung. (ck)