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Erzbistum verschiebt Firmungen bis auf weiteres

Krisenstab zu Coronavirus eingerichtet / Münchner Karfreitagsprozession abgesagt
München, 11. März 2020. Das Erzbistum München und Freising hat einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage im Zusammenhang mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) beurteilt und entscheidet, welche Konsequenzen für das kirchliche Leben zu ziehen sind. Generell folgt der Krisenstab den Empfehlungen der Behörden sowie des Robert-Koch-Instituts und fällt auf deren Grundlage und mit Blick auf die konkrete und aktuelle Situation seine Entscheidungen. 
   
Ab sofort werden alle Firmungen, die bis Ostern geplant waren, im Erzbistum bis auf weiteres verschoben, um der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen aus unterschiedlichen Regionen sowie Generationen und durch die verstärkte körperliche Berührung (Salbung) nicht Vorschub zu leisten. Generell sollen Gottesdienste, die einen Ritus mit körperlichem Kontakt mit sich bringen oder bei denen mit einer hohen Dichte an Gläubigen gerechnet wird, etwa Kindergottesdienste, verschoben werden. Die für kommenden Sonntag, 15. März, geplante Messe zum Papstsonntag im Münchner Liebfrauendom wird der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, nicht feiern. Entsprechend den Vorgaben der Staatsregierung dürfen Veranstaltungen, bei denen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu rechnen ist, bis auf weiteres nicht stattfinden, andere Veranstaltungen, die von den Behörden und dem Robert-Koch-Institut genannte Risikokriterien erfüllen, sollten im Zweifel abgesagt oder zeitlich verschoben werden. Beispielsweise sollten Chorproben, Senioren- oder Firmnachmittage im Zweifel abgesagt werden.
 
Des Weiteren wurde bereits jetzt entschieden, den mit einem hohen Vorbereitungsaufwand verbundenen Kreuzweg der Völker, an dem in der Regel mehrere tausend Menschen am Karfreitag in München teilnehmen, dieses Jahr abzusagen. Entscheidungen über weitere zentrale Kar- und Ostergottesdienste im Erzbistum sind noch nicht getroffen und werden je nach Entwicklung der Lage erfolgen. Auch die Ausstellung „Kräfte, die die Welt bewegen“, die am Montag, 16. März mit einer Vernissage im Saal der ehemaligen Karmeliterkirche in München eröffnet werden sollte, entfällt.
 
Ausdrücklich bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an. Über Digitalradio sowie auf www.muenchner-kirchenradio.de werden werktäglich um 17.30 Uhr Gottesdienste aus dem Münchner Dom übertragen, sonntags um 10 Uhr, in der Regel ebenfalls aus dem Dom, vereinzelt aus anderen Kirchen des Erzbistums.
 
Mitglieder des Krisenstabs sind neben der Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats, Stephanie Herrmann, und dem Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Christoph Klingan, Vertreter der zuständigen Stabsstellen und der Bereiche Gesundheit, Arbeits- und Betriebsmedizin. Sie stehen in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden und zuständigen Stellen sowie Vertretern der anderen bayerischen Diözesen. (ck)
   
   
Hinweis:
Fortlaufend aktualisierte Informationen finden sich unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus