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Gedanken einer Karmelitin zur Coronapandemie

Impulse zum Umgang mit Stille und Einsamkeit werden über Social Media online verbreitet
München, 14. April 2020. Stille und Einsamkeit: Zwei Begleiterscheinungen der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronapandemie bewegen viele Menschen, auch im Kloster. Schwester Katharina vom Karmel Heilig Blut Dachau lässt Leser an ihren Gedanken teilhaben, die als ganzer Text auf der Homepage des Erzbistums München und Freising sowie ab sofort als gesprochene Einzelimpulse über die Social-Media-Kanäle Instagram und Facebook der Erzdiözese verbreitet werden. Der Karmel als kontemplativer Orden sieht seine zentrale Aufgabe im Gebet, es herrscht eine Atmosphäre der Stille und des Schweigens.

Dennoch sei es eine andere Stille als sonst, wie die Ordensschwester schreibt. Von äußerlichen Einflüssen ruhiger geworden, sei es eine „angefüllte Stille, in der all die Nachrichten aus den verschiedenen Ländern ihren Platz haben.“ Die Schwestern des Karmel seien zum Gebet vereint „und doch: Da ist etwas anders. Es ist paradox, aber das nun geschlossene Gitter, welches unseren Chor vom Kirchenschiff trennt, öffnet mein Beten für die Menschen mehr als sonst“.

Schwester Katharina berichtet von ihrem Tagesablauf, der vom Gebet, den gemeinsamen Mahlzeiten in der Ordensgemeinschaft und der täglichen Arbeit strukturiert werde. „Die Ordnung des Tages trägt unser gemeinsames Leben. Es ist gut, sich in einer vorgegebenen Ordnung einfügen zu können, aber uns gelingt dies nicht immer. Ich muss damit immer wieder neu beginnen.“ Die Ordensschwester lädt dazu ein, mit einem gemeinsamen Ritus am Morgen den Tag zu beginnen. „Auch Menschen, die in diesen Tagen allein leben, können sich im Gebet an Gott wenden“, erinnert sie. „Vielleicht hilft es ihnen zu wissen, dass es Menschen gibt, mit denen sie sich im Geiste und im Gebet verbunden wissen.“

Es sei schmerzhaft, „an all die Mensch zu denken, die sonst mit uns die tägliche und sonntägliche Eucharistiegemeinschaft bilden und denen wir sie nun in dieser Form verwehren müssen, um sie vor einer möglichen Ansteckung zu bewahren“, schreibt die Nonne weiter. „Jedem aber wünsche ich, dass Jesu Liebe sie führt durch den Tag und die Wochen.“ Auch wenn es nicht die gewohnten Osterfeierlichkeiten geben könne: „Auferstehung geschieht und die Osterkerzen können von dieser Hoffnung künden.“ (uq)
 
Hinweis:
Der gesamte Text und die eingesprochenen Impulse sind online unter www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus/ich-lebe-in-der-stille-meines-hauses-gedanken-einer-karmelitin verfügbar. Weitere geistliche Anregungen, darunter Video-Impulse von Kardinal Reinhard Marx und den Weihbischöfen sind unter www.erzbistum-muenchen.de/coronavirus zu finden, ebenso zahlreiche Materialien für häusliche Andachten und Gebete.