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Gottesdienste und Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt

Festgottesdienst mit Kardinal Marx zur Altarweihe und Wiedereröffnung von Maria Ramersdorf  
 
Gnadenbild in Thalkirchen
Darstellung Mariä Himmelfahrt in der Wallfahrtkirche Maria Thalkirchen. © Verlag Schnell & Steiner
München, 8. August 2018. Mit feierlichen Gottesdiensten und den traditionellen Kräutersegnungen begehen Katholiken am Mittwoch, 15. August, das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Es wird auch Mariä Himmelfahrt oder Frauentag genannt und gilt als wichtigstes unter den Marienfesten. Traditionell werden zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet, die Gläubige zu den Gottesdiensten mitbringen. Mehr als 100 Kirchen im Erzbistum München und Freising feiern an diesem Tag auch ihr Patrozinium.
 
Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, weiht den neuen Altar von Maria Ramersdorf im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zur Wiedereröffnung der bedeutenden Münchner Wallfahrtskirche an ihrem Patrozinium um 9.30 Uhr. Der Innenraum und die historische Ausstattung des zu Beginn des 15. Jahrhunderts neu errichteten, spätgotischen Gotteshauses wurden von 2012 an umfassend restauriert, die liturgischen Orte wurden neu gestaltet. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche verwahrt eine Kreuzreliquie und beherbergt den vom Bildhauer Erasmus Grasser und dem Maler Jan Polack 1483 geschaffenen Heilig Kreuz-Altar als bedeutendstes Kunstwerk. Anlässlich der Wiedereröffnung gibt es um 13 Uhr einen Festakt, von 14 Uhr an Kirchenführungen. Um 16 Uhr findet eine Marienandacht mit Präsentation des Kreuzpartikels statt, um 18 Uhr eine Messe mit Einzelauflegung des Kreuzpartikels. Damit wird auch der traditionelle Frauendreißiger eröffnet: Bis zum Fest Kreuzerhöhung am Donnerstag, 14. September, gibt es täglich Wallfahrtsandachten und Pilgergottesdienste.
 
 Im Münchner Liebfrauendom feiert Dompropst Weihbischof Bernhard Haßlberger um 10 Uhr einen Festgottesdienst mit Segnung der mitgebrachten Kräuterbuschen. Domchor, Domorchester und Solisten gestalten den Gottesdienst unter der Leitung von Emanuel Schmidt mit der Missa brevis in C-Dur, der „Spaur-Messe“, von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Gottesdienst wird im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/stream übertragen. In St. Maria Thalkirchen nahe dem Münchner Tiergarten wird der Frauendreißiger um 19 Uhr mit einem Festgottesdienst mit anschließender Lichterprozession durch den emeritierten Salzburger Weihbischof Andreas Laun eröffnet.
 
Der Brauch der Kräuterweihe geht auf eine Erzählung des Johannes von Damaskus zurück, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte. Laut dieser Erzählung erfüllte „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Marias. Auch aus dem 14. Jahrhundert ist eine Legende überliefert, wonach die Grabtücher, in die der Leichnam Marias gewickelt wurde, „gleich Balsam und der Blume der Lilien“ dufteten. Vor diesem Hintergrund werden in Bayern zu Mariä Himmelfahrt Kräuter zu Sträußen gebunden und im Gottesdienst gesegnet. Bei der Kräutersegnung wird über die Fürsprache Marias Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, sondern die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. (ck)
 
 
Hinweis: Radio- und Fernsehjournalisten, die zur Berichterstattung zum Festgottesdienst in Maria Ramersdorf kommen möchten, werden um Anmeldung bei der Pressestelle unter E-Mail pressestelle@erzbistum-muenchen.de oder Telefon 089/2137-1263 gebeten.


Zum Bild:
Gnadenbild der Muttergottes in der Münchner Wallfahrtskirche St. Maria Thalkirchen. © Verlag Schnell & Steiner