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Ja zum Leben ist Grundmelodie der biblischen Botschaft

Kardinal Marx beginnt den Marienmonat Mai mit dem Fest der Patrona Bavariae
München, 1. Mai 2020. Zum Beginn des Marienmonats Mai hat Kardinal Reinhard Marx dazu aufgerufen, jedem menschlichen Leben aufmerksam und achtsam zu begegnen, „unabhängig von Religion, unabhängig von Geschlecht und Nationalität, ob krank oder gesund, alt oder jung: Leben wird nicht gegen Leben gestellt“. Die Gottesmutter Maria sei die „Patronin des Lebens“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Freitagabend, 1 Mai, bei einer Maiandacht im Münchner Liebfrauendom zu Ehren der Gottesmutter, die an diesem Tag besonders als Patrona Bavariae verehrt wird. Das Jawort zu jedem menschlichen Leben sei „eine Grundmelodie der ganzen biblischen Botschaft“.
 
„Hoffnung kommt da auf, wo Menschen Gemeinschaft erfahren“, sagte Marx. Die Familie könne ein „Quellgrund der Hoffnung und der Zuversicht sein“. Natürlich gebe es auch Spannungen, Menschen erlebten die Krise als eine große Belastung. Alle aber sehnten sich „nach einer Gemeinschaft, die uns trägt, nach einer Solidarität, die uns hilft, Hoffnung zu empfinden und unser Leben neu anzugehen“. Marx stellte die Gottesmutter Maria als beispielhaft dafür dar durch ihre Sorge für ihre Verwandte Elisabet, von der das Lukasevangelium berichtet.
 
„Wenn wir Maria verehren als Schutzpatronin unseres Landes und Schutzpatronin unseres eigenen Lebens, dann wissen wir: Wo Not ist, ist Maria da“, hob Marx hervor. Viele Menschen könnten davon berichten, dass sie in schwierigen Situationen die Hilfe der Gottesmutter erfahren und ihre Anwesenheit gespürt hätten. Bayern sei ein marianisch geprägtes Land. Er erläuterte, dies bedeute: „Ein Land, das den Menschen zugewandt ist, das Ja sagt zum Leben, das Menschen in Not nicht allein lässt, das die Familien und die Netzwerke der Solidarität stützt, das deutlich macht, dass jedes menschliche Leben kostbar ist.“
 
Die Maiandacht zu Ehren der Gottesmutter Maria als Patrona Bavariae wurde aufgrund der Corona-Pandemie nichtöffentlich gefeiert und im Internet live übertragen. Nach der Marienlitanei folgten die Aussetzung des Allerheiligsten zur Anbetung und der sakramentale Segen. Im Marienmonat Mai wird die Gottesmutter in den bayerischen Diözesen traditionell besonders verehrt, üblicherweise bitten die Gläubigen in Andachten, Gottesdiensten und Wallfahrten um ihre Hilfe und Fürsprache. Papst Benedikt XV. benannte Maria offiziell als Schutzfrau Bayerns. 1917 wurde das Fest der Patrona Bavariae erstmals in allen bayerischen Diözesen begangen. (glx)