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Kardinal Marx: „Der Sonntag soll uns eine Kraftquelle sein“

Predigt zur Jugendkorbinianswallfahrt im Freisinger Dom
München/Freising, 18. November 2018. Kardinal Reinhard Marx hat Jugendliche dazu aufgerufen, „den Kern der Gemeinschaft mit Jesus“ nicht aufzugeben. Der Erzbischof von München und Freising predigte am Nachmittag des Samstag, 17. November, anlässlich der Jugendkorbinianswahllfahrt, zu der mehrere tausend junger Menschen zum Auftakt der Feierlichkeiten für den Bistumspatron Korbinian zum Freisinger Domberg gekommen waren.
 
Vor der Predigt waren Video eingespielt worden, in denen junge Menschen erklärten, wofür es sich für sie lohne, ehrenamtlich tätig zu sein. Die Einspielungen endeten mit dem Schlusssatz „Unser Antrieb ist Jesus Christus“. Daran anknüpft begann Marx seine Predigt mit der Schilderung von menschlichen Enttäuschungen: „Das bringt’s doch nicht, das lohnt sich nicht. Wie oft fragen wir uns das. Das Schönste ist, wenn versprochen wird, dass es angeblich eine Win-Win-Situation gebe, meist gewinnt einer dabei aber mehr als der andere. Solange wir so fragen, laufen wir immer neuen Enttäuschungen hinterher.“ Marx erläuterte, dass der Antrieb ein anderer sei als der direkte persönliche Nutzen. Es stelle sich vielmehr die Frage, wovon das eigene Herz berührt werde.
 
Die Jünger Jesu hätten nach seinem Tod am Kreuz eine neue Sicht auf den Menschensohn, das Leben und Gott lernen müssen. „Liebe ist eine Aufgabe“, so Marx. Wer sein Leben retten wolle, müsse in der Liebe bleiben, die Liebe lernen. „Wenn wir Brot und Wein teilen, dann ist er da“, hob Marx bezogen auf die Eucharistiefeier hervor und erläuterte: „Der Sonntag soll uns eine Kraftquelle sein, damit die Angst nicht größer ist als die Hoffnung. Wenn wir das versuchen, ist die Begegnung mit Jesus der Kern unseres Lebens.“ Für ihn selbst sei trotz aller bitterer Erfahrungen die Gemeinschaft mit Jesus, „der unser Hoffnungsträger ist“, essentiell, niemals werde er davon lassen. Zum Schluss der Predigt gab er den jugendlichen Wallfahrern den Wunsch mit auf den Weg, dass sie „den Kern der Gemeinschaft mit Jesus“ nicht aufgeben. „Die ganze Schöpfung ist uns geschenkt. Lasst euch auf diese Kraftquelle ein, damit ihr spürt, dass es sich lohnt zu leben.“
 
Nach der Messe mit Kardinal Marx zogen die Teilnehmer in einem Festzug durch die Stadt bis zum Freisinger Festplatz in der Luitpoldanlage, wo das Jugendkorbinian-Festival gefeiert wurde. Auf dem mit Zelten ausgestatteten Festplatz wurden Aktionen und Workshops zum Motto „Wofür es sich lohnt“ angeboten.
 
Jugendkorbinian bildet den Auftakt zur Korbinianswoche im Erzbistum München und Freising von 17. bis 24. November. Der Heilige Korbinian, der im achten Jahrhundert als Wanderbischof den christlichen Glauben in Altbayern verkündete und um 730 in Freising starb, ist der Patron des Erzbistums München und Freising. (glx)