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Kardinal Marx betont Bedeutung katholischer Schulen

Festrede anlässlich des Direktorenwechsels beim Katholischen Schulwerk in Bayern
München, 18. September 2018. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, hat die Bedeutung katholischer Schulen und ihren besonderen Auftrag als Bildungs- und Erziehungseinrichtungen betont. „In katholischen Schulen werden Bildung und Erziehung so gestaltet, dass das gesamte Leben im Licht des christlichen Glaubens gesehen wird“, sagte der Kardinal in seiner Festrede anlässlich des Direktorenwechsels beim Katholischen Schulwerk in Bayern am Montagabend, 17. September, in München. Dabei müsse gemäß dem Vorbild Jesu immer „das Kind in den Mittelpunkt“ gestellt werden. Dies gehöre zum „Kernprogramm Jesu“ und sei „der Auftrag der Kirche von Anfang an“ gewesen.
 
Zentral sei dabei das Anliegen, mit den Schulen in die Gesellschaft hineinzuwirken, erklärte der Kardinal. „Das Christentum, die katholische Kirche versteht sich nicht als eine Gruppe unter vielen, als Sozial- oder Bildungsträger neben anderen oder gar als geschlossener Club oder ‚Firma‘!“ Die katholischen Schulen sollten vielmehr „Leuchttürme“ in der Bildungslandschaft sein, in denen die zentrale Frage laute: Was nützt es dem Kind? Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sei eine noch stärkere Vernetzung der Schulen mit Pfarreien, Kindergärten und anderen kirchlichen Bildungsträgern notwendig.  
 
Das Katholische Schulwerk in Bayern trage zu einer „Professionalisierung kirchlicher Schulträgerschaft“ bei, sagte Marx. Es unterstütze die Träger bei der Vernetzung untereinander sowie mit Kooperationspartnern, bei Verwaltungsaufgaben, der Personalgewinnung und -entwicklung sowie der Schärfung des Profils katholischer Schulen. In allen diesen Bereichen sei in den vergangenen fast vier Jahrzehnten seit der Gründung des Schulwerks viel erreicht worden. Als Schlüsselthema für die Zukunft nannte der Kardinal die Personalgewinnung und -entwicklung. „Die – ich will es einmal drastisch formulieren – Überlebensfrage der katholischen Schulen liegt in den Menschen, die wir gewinnen, die wir weiterbilden und qualifizieren, die motiviert an die Arbeit gehen.“ Die pädagogischen Herausforderungen für die Schulen selbst seien die politische Bildung, das Miteinander der Religionen und die Digitalisierung.
 
Neuer Direktor des Schulwerks ist Peter Nothaft (54), zuvor Schulreferent der Diözese Eichstätt. Dort hatte er in der Hauptabteilung Religionsunterricht, Schulen und Hochschulen vor der Übernahme der Hauptabteilungsleitung im Jahr 2011 bereits seit 2003 die Verantwortung für die Schulen in Trägerschaft des Bistums Eichstätt inne. Nothaft wurde an der Universität Passau mit einer Dissertation zur Profilentwicklung katholischer Schulen zum Doktor der Philosophie promoviert. Sein Vorgänger beim Katholischen Schulwerk, Andreas Hatzung, ging nach 26-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand.
 
Das Katholische Schulwerk in Bayern ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Es ist ein Zusammenschluss der sieben bayerischen (Erz-)Diözesen zur Förderung und Erhaltung des katholischen freien Unterrichts- und Erziehungswesens. Es fungiert als Dienstgeber für die beamteten Lehrkräfte von insgesamt 170 Schulen in katholischer Trägerschaft in Bayern, unterstützt die Schulträger in Gewinnung, Entwicklung und Fortbildung des Personals unter Berücksichtigung des kirchlichen Profils. Es dient der Qualitätssicherung der Mitgliedsschulen. Peter Nothaft ist seit der Gründung im Jahr 1982 nach den beiden Juristen Richard Fackler und Andreas Hatzung der nunmehr dritte Direktor des Katholischen Schulwerks. (ct)