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Kardinal Marx dankt Prälat Lindenberger für Dienst als Caritasdirektor

„Caritatives Wirken ist kein Nebenschauplatz, wir schenken den Menschen die heilende Kraft Gottes“
Verabschiedung von Prälat Hans LIndenberger
v.l.n.r.: Präses A. Bauer, Prälat H. Lindenberger, Kardinal R. Marx, © Caritas/Klinger
München, 5. Februar 2018. Kardinal Reinhard Marx hat dem bisherigen Direktor des Diözesancaritasverbands der Erzdiözese München und Freising, Prälat Hans Lindenberger, für die 14 Jahre seines Dienstes gedankt und die zentrale Bedeutung des diakonischen Auftrages für die Kirche hervorgehoben. „Hans Lindenberger hat oft erfahren, wie wir in der konkreten Zeitstunde gefragt sind zu helfen“, sagte Marx in seiner Predigt bei einem Festgottesdienst anlässlich der Verabschiedung Lindenbergers in der Münchner Kirche St. Sylvester am Montag, 5. Februar. Die alternde Gesellschaft etwa oder das Thema Flucht und Migration seien „Herausforderungen, die uns zwingen, das zu tun, was notwendig ist. Das ist kein Nebenschauplatz, wir schenken den Menschen die heilende Kraft Gottes“.
 
Der Erzbischof betonte, dass eine neue Evangelisierung ohne Caritas nicht möglich sei. „Evangelisierung ist die umfassende Einladung, das Leben der Kirche am Kern des Evangeliums auszurichten: der Person Jesus Christus, er ist  das lebendige Evangelium.“ Mit der Geburt Christi trete Gott in die Welt ein, um ihre Wunden zu heilen. Die Rettung der Welt, „der Blick auf die gebrochenen Herzen, die Kranken, Flüchtlinge, Geschlagenen, die im Elend sind“, sei daher der Ausgangspunkt der Evangelisierung. „Die Wahrheit des Glaubens erschließt sich gerade in der Hinwendung zu den Armen, Schwachen, Sündern – und nicht nur in schöner Liturgie.“ Kardinal Marx sagte, er sei Lindenberger dankbar dafür, dass er das immer wieder aufgerufen habe. Er ermunterte die Verantwortlichen und Beschäftigten des Caritasverbandes, diesen Weg weiterzugehen.
 
Die Vorsitzende des Caritasrats, Ordinariatsdirektorin Elke Hümmeler, würdigte die Verdienste Lindenbergers in einer Laudatio im Rahmen einer an den Gottesdienst anschließenden Feierstunde in den Räumen der Katholischen Akademie in Schwabing, an der Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft teilnahmen. „Hans Lindenberger ist ein Mensch, der wach ist. Als Diözesan-Caritasdirektor ist er nie an einem Problem vorübergegangen. Er hat hingeschaut, sich auseinandergesetzt.“ Dies entspringe einer zutiefst christlichen Haltung. „Wir alle dürfen dankbar sein, mit ihm gemeinsam den Weg der Caritas seit 2003 gegangen zu sein.“
 
Prälat Lindenberger sagte, er blicke „auf bewegte Jahre in einem dauernden Auf- und Umbruch zurück“. Als Neuerung hob er hervor, dass es nun im Gegensatz zum Beginn seiner Amtszeit eine enge strategische Abstimmung des Caritas-Vorstandes mit dem Generalvikar des Erzbischofs und dem Finanzdirektor gebe. „Dieser Paradigmenwechsel ist für die Zukunft des Diözesan-Caritasverbands existenziell.“ Lindenberger dankte dem Erzbischof und den Verantwortlichen an der Spitze des Erzbistums sowie allen Mitarbeitern, Führungskräften und dem Caritasrat. Die Gäste der Feier in der Katholischen Akademie verabschiedeten Lindenberger mit anhaltendem, stehendem Beifall. (kel)

Foto: Kardinal Marx dankt Prälat Lindenberger beim Festgottesdienst in St. Sylvester für seinen Dienst als Caritasdirektor, v.l.n.r.: Präses Augustinus Bauer, Prälat Hans Lindenberger, Kardinal Reinhard Marx, Caritas München/Th. Klinger