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Kardinal Marx erhält Freisinger Partnerschaftsmedaille

Stadt ehrt das Engagement des Erzbischofs für lebendige, grenzübergreifende Verbindungen
Freising, 23. November 2019. Die Stadt Freising hat Kardinal Reinhard Marx mit der Partnerschaftsmedaille in Silber geehrt. Beim Kulturellen Abend mit den Partnergemeinden Freisings im Rahmen des diözesanen Korbiniansfestes am Freitag, 22. November, übergab Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher die Auszeichnung an den Erzbischof von München und Freising. Kardinal Marx habe seit seiner Amtseinführung im Jahr 2008 „wiederholt die Bedeutung des ehemaligen Fürstbistums Freising als Grundlage der modernen Erzdiözese München und Freising und somit die geschichtlichen Wurzeln unserer Städtepartnerschaften und -freundschaften betont und gewürdigt“, begründet die Stadt die Auszeichnung an den Kardinal.
 
„Im Bewusstsein der traditionellen Werte hat er beispielgebend die Gründungsjubiläen in Kuens und Innichen durch seine persönlichen Besuche gewürdigt und ihnen damit eine besondere Bedeutung verliehen“, heißt es weiter in der Urkunde, die Kardinal Marx mit der Medaille verliehen wurde. Diesem Engagement und der damit verbundenen Wertschätzung gelte der Dank und die Anerkennung der Stadt Freising. Die Partnerschaftsmedaille in Silber wurde bisher vor allem an die Partnerstädte der Kommune vergeben. Mit dem Erzbischof von München und Freising erhält nach Alt-Oberbürgermeister Dieter Thalhammer zum zweiten Mal eine natürliche Person die Auszeichnung.
 
Vom hohen Mittelalter bis zur Säkularisation 1802/1803 herrschte der Freisinger Bischof zugleich als Fürst über ein weltliches Territorium, das Hochstift. Freising war somit Haupt- und Residenzstadt eines souveränen Staates mit einem weit verstreuten Besitz in Bayern, Südtirol, Österreich und Slowenien. Nach der Säkularisation brachen die Verbindungen ab. Erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann das Interesse der Freisinger und der ehemaligen Hochstiftsbesitzungen füreinander wieder aufzuleben. Daraus entstanden lebendige Städte-Partnerschaften, die auch durch das Erzbistum München und Freising gefördert und gestaltet werden, unter anderem mit Innichen in Südtirol, Waidhofen an der Ybbs in Österreich oder Skofja Loka in Slowenien. Darüber hinaus unterhält das Erzbistum unter anderem auch Verbindungen in sein französisches Partnerbistum Évry-Corbeil-Essonnes mit Arpajon, Geburtsort des Heiligen Korbinian und ebenso eine Partnerstadt Freisings. Gerade zum jährlichen Korbiniansfest sind Delegationen der Partnerstädte in Freising zu Gast. Vertreter des Erzbistums und des stark in der Partnerschaftsarbeit engagierten Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising sind regelmäßig in den Partnerstädten und -bistümern zu Besuch. (kbr)