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„Kirche soll Zeichen sein für die Einheit der Menschheit“

Kardinal Reinhard Marx eröffnet Misereor-Fastenaktion im Münchner Liebfrauendom
München, 18. Februar 2018. Laut Kardinal Reinhard Marx soll die Kirche ein Zeichen sein für die Einheit der Menschheit. Der Bund Gottes sei „nicht nur mit einigen wenigen geschlossen, sondern mit der ganzen Schöpfung, mit allen Menschen, mit allen Lebewesen“, so der Erzbischof von München und Freising am Sonntag, 18. Februar, im Münchner Liebfrauendom bei der bundesweiten Eröffnung der Misereor-Fastenaktion.
 
Der Regenbogen als Zeichen für den Bund Gottes sei „eine Botschaft der Hoffnung, eine Botschaft, die aufgegriffen werden soll, auch von uns“, forderte Marx. Es gelte, „Einheit und Vielfalt zusammenzubringen, die große Vielfalt der Menschheit, der Schöpfung, der Kulturen, der Traditionen in die eine Gemeinschaft des Bundes einzubringen“. Der Regenbogen als Zeichen für diese Gemeinschaft der Vielfalt finde gegenwärtig aber auch Widerspruch: „Manchen ist das zu bunt, und die Gefahr, sich wieder zurückzuziehen in nationale Engführung, in die Überhöhung der einen gegenüber den anderen –wer wollte leugnen, dass das wieder starke Bewegungen sind?“, warnte der Kardinal. Die Kirche sei dagegen gerufen, „aus der ganzen Menschheit, aus allen Kulturen und Sprachen inmitten der Geschichte ein Zeichen für den Bund Gottes mit allen und für die Einheit der einen Menschheitsfamilie zu sein“.
 
Papst Franziskus habe in „Laudato si“ daran erinnert, dass „das eine Haus der Schöpfung nicht einigen wenigen, sondern allen Menschen gehört“, sagte Marx. Das entspreche ganz der Spiritualität Misereors und der Aufgabe der Kirche, Zeugin zu sein, dass der Bund Gottes existiere und mit allen Menschen geschlossen sei. Es sei „höchste Zeit“, betonte Marx, „für das Evangelium vom Reich Gottes, für das Evangelium, das dafür steht, dass wir eine Menschheitsfamilie sind, die aufeinander bezogen ist in Solidarität und Gemeinsamkeit“.
 
Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, das 2018 auch sein 60-jähriges Bestehen feiern kann, geht mit seiner diesjährigen Fastenaktion unter dem Motto „Heute schon die Welt verändert?“ der Frage nach, wie Menschen weltweit ein Leben in Würde ermöglicht werden kann, und stellt die Menschen in Indien in den Mittelpunkt. Teil der Aktion ist die bundesweite Kollekte, die Hilfsprojekten in Afrika, Lateinamerika und Asien zugutekommt. Zusätzlich gibt es in der Fastenzeit zahlreiche Bildungsveranstaltungen in Gemeinden, Verbänden und Schulen, zum Beispiel mit Gästen aus Indien, die von ihrem Land und Leben berichten. (ck)