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Marx: Dorfhelferinnen sind „Beispiel für Solidarität und Hilfe“

Festakt zu 20 Jahren KDBH Bayern / Sorge über gesellschaftliche Veränderungen
Herrsching, 20. Mai 2019. Kardinal Reinhard Marx betrachtet den Strukturwandel und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen auf dem Land mit Sorge. „Ich glaube, dass es mittlerweile auch auf dem Land Einsamkeit gibt“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Montag, 20. Mai, bei einem Festakt zum 20-jährigen Bestehen der Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer (KDBH) Bayern in Herrsching. „Das ist eine meiner größten Sorgen für die Zukunft und etwas, wo wir vielleicht noch genauer hinschauen müssen.“
 
Das Engagement der Dorfhelferinnen und Betriebshelfer würdigte Marx. Diese seien ein „Beispiel für Solidarität, Hilfe und Nachbarschaft“, sagte der Kardinal. Zwar gebe es keinen Ersatz für Familie. Die Dorfhilfe könne aber unterstützen, um „Spannung rauszunehmen, dass Luft geholt werden kann“. Die Beschäftigten der KDBH werden immer dann aktiv, wenn in einem landwirtschaftlichen Betrieb und in einer Familie im ländlichen Raum eine Notsituation eingetreten ist. Nach eigenen Angaben leisteten sie in den vergangenen 20 Jahren mehr als 2,5 Millionen Einsatzstunden.
 
„Wir müssen darauf achten, dass Stadt und Land in einem guten Verhältnis stehen“, mahnte Marx. Hier könne die Kirche durchaus Raum für den Austausch schaffen. „Die Menschen zeigen uns durch ihre Bedürfnisse und Fragen, Hoffnungen und Wunden, wohin wir gehen sollen“, erinnerte der Kardinal an die erste Enzyklika Johannes Pauls II., wonach der Weg der Kirche der Mensch ist. „Jeder ist Bruder und Schwester Jesu Christi – das kommt in der Dorfhilfe zum Ausdruck“. (uq)