Neue Impulse zur Fastenzeit

Gottesdienste, Kunst und andere Angebote im Erzbistum laden ein zur Reflexion mit Blick auf Ostern
München, 8. Februar 2023. In der am Aschermittwoch, 14. Februar, beginnenden Fastenzeit stellen Katholikinnen und Katholiken Reflexion und Umkehr in den Mittelpunkt der Vorbereitung auf das Osterfest. „Unterwegs in eine neue (Oster-)Zeit“ ist das Vorwort der Internetseiten zur Fasten- und Osterzeit 2024 in München und dem Erzbistum München und Freising überschrieben. „Eine andere Zeit, die uns zunächst in die tiefste Dunkelheit und Trauer führt, ist angebrochen: Wir sind hineingenommen in die Kar- und Ostertage“, heißt es dort. Unter www.ostern-in-muenchen.de bieten die Seiten eine Übersicht über Gottesdienste, Konzerte, Veranstaltungen und Beichtgelegenheiten im Erzbistum von Beginn der Fastenzeit an bis zum „Weißen Sonntag“, der in der katholischen Kirche als „Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit“ heuer am 7. April gefeiert wird.
 
„Es sind Tage, die eine entscheidende Richtungsänderung beinhalten. Aus der Tiefe des Todes am Kreuz geht es hinaus in das überstrahlende Osterlicht. Jesus hat die Dunkelheit, die Fesseln des Todes überwunden und er führt uns hinein in die Auferstehung. Damit ist für uns alle eine neue Zeit angebrochen, die unverändert und unverrückbar gilt“, wird im Vorwort der Internetseiten ausgeführt. Auf die Seiten verweist ein QR-Code, der auf begleitenden Postkarten der Stadtpastoral München aufgedruckt ist. Die Karten liegen zum Mitnehmen in vielen Kirchen, insbesondere in der Münchner Innenstadt, aus und können zudem per Mail an stadtpastoral@eomuc.de bestellt werden. Es gibt drei Motive, die Impulse unter den Überschriften „anhalten“, „innehalten“ und „weiter gehen“ bieten.
 
Ab dem Abend des Aschermittwoch, 14. Februar, prägt die bildnerische Intervention „Erde zu Erde …“ von Madeleine Dietz bis zum 15. März den Altarraum des Münchner Liebfrauendoms (Frauenplatz 1). Getrocknete Erdstücke sind vor den Altar geschichtet und lösen sich nach unten auf den Treppenstufen in lose Erde auf: Eine Art Mauer, die den direkten Weg zum Altar verstellt und verhüllt. Künstlerin Dietz erläutert: „Erde ist der Boden, auf dem etwas wächst. Erde ist der Boden, der bearbeitet, gepflegt werden kann, aber auch vertrocknet, verdorrt … Die Erde ernährt uns, wir gehen in sie zurück. Kreislauf des Lebens, verbunden mit dem Nebeneinander von Leere und Fülle.“
 
Die Ausstellung „Kräfte, die die Welt bewegen“ setzt sich mit den sieben Todsünden auseinander und lädt die Besucher in der Fastenzeit zur Selbstreflexion im Hinblick auf ihre eigenen Kräfte und Schwächen ein. Der Verein Katholische Erwachsenenbildung im Erzbistum München und Freising zeichnet in Kooperation mit der Abteilung Profilbereiche Erwachsenenbildung des Erzbischöflichen Ordinariats und dem Verein Dachauer Forum verantwortlich für die Schau, die am Donnerstag, 29. Februar, 18 Uhr mit einer Vernissage im Münchner Karmelitersaal (Karmeliterstraße 1) eröffnet wird. Bis Donnerstag, 14. März, regt die Ausstellung in verschiedenen Installationen dazu an, die „Urkräfte der Menschheit“ im Blick auf unsere Welt und Gesellschaft, aber auch auf das jeweils eigene Leben neu zu deuten. „Denn hinter jeder ,Todsünde‘ steckt eine im Grunde positive Kraft, die erst durch Übertreibung, durch fehlendes Gleichgewicht schädlich und zerstörerisch wird“, heißt es in der Ankündigung. Die. Mehr Informationen und ein ergänzendes Rahmenprogramm sind unter www.ausstellung-kraefte.de online zu finden.
 
„7 Wochen Lebens(t)räume“ heißt die diesjährige Online-Fastenaktion der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung in Bonn, die sich an Paare mit und ohne Kinder richtet. Welchen Lebenstraum verfolge ich, wo sind meine und unsere Krafträume, wo brauche ich Grenzen? Diese und viele weitere Fragen und Themenkreise werden beleuchtet. An jedem der sieben Freitage in der Fastenzeit gibt es Ideen für Paaraktionen und spirituelle Impulse. Die Anmeldung ist möglich unter www.7wochenaktion.de.
 
Der bundesweite Ökumenische Jugendkreuzweg 2024 unter dem Titel „Dein POV“ greift die in den sozialen Medien übliche Abkürzung für „Point of view“ auf und nimmt Bezug auf die vielfältigen Blickwinkel, aus denen junge Menschen die Welt wahrnehmen. Mit den Kunstformen des Comics und der Graphic Novel werden Wege gesucht, um dieser Vielfalt an Gedanken, Sichtweisen und Standpunkten Ausdruck zu verleihen. Im neuen Dekanat Werdenfels-Rottenbuch wird der Jugendkreuzweg „Dein POV“ zentral am Sonntag, 17. März, 18 Uhr in den Erzbischöflichen St.-Irmengard-Schulen in Garmisch-Partenkirchen (Hauptstraße 45) begangen. In der Pfarrkirche St. Joseph in Kirchseeon (Bleibinhausweg 2) findet der Jugendkreuzweg am Freitag, 23. März, ab 17 Uhr statt. Mehr Informationen gibt es unter www.jugendkreuzweg-online.de.
 
In vielen Pfarreien besteht an den Kartagen die Möglichkeit zum Gebet vor dem Heiligen Grab. Eine Besichtigung ist zu den üblichen Kirchenöffnungszeiten möglich. Einen Überblick über Heilige Gräber im Erzbistum, einen virtuellen Rundgang mit Bildern und interaktiver Karte bietet die Internetseite www.heilige-graeber.de. (glx)