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„Partnerschaft auf Augenhöhe“ mit Afrika

Kardinal Marx betont in Radiobeitrag: Globalisierung bedeutet weltweite Verantwortung
München, 4. Juni 2018. Kardinal Reinhard Marx hat sich für eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ mit Afrika ausgesprochen. Afrika sei ein reicher Kontinent, betont der Erzbischof von München und Freising, der kürzlich von einer Reise nach Madagaskar und Südafrika zurückgekehrt ist, in einem Radiobeitrag für die Sendereihe „Zum Sonntag“ des Bayerischen Rundfunks, der am Samstag, 2. Juni, gesendet wurde. „Der Reichtum Afrikas braucht Europa als starken Partner – sowohl wirtschaftlich, als auch sozial, und auch in der Kirche“, so Kardinal Marx: „Doch ebenso brauchen auch wir Afrika!“
 
Es sei „eine himmelschreiende Ungerechtigkeit“, dass die Industrienationen von den afrikanischen Bodenschätzen mehr profitierten als die dortigen Menschen. „Das können wir als Christen so nicht hinnehmen! Globalisierung bedeutet nicht nur eine größere Freiheit der Wirtschaft, sondern auch eine weltweite Verantwortung.“ Die vielfältige Natur des Kontinents sei „längst bedroht durch die Veränderungen des Klimas, für das gerade die Europäer und Nordamerikaner mit verantwortlich sind“, sagt der Erzbischof und nennt als Beispiele Bodenerosion, Entwaldung und die Emission von klimaverändernden Gasen. Auch die Verantwortung für die Schöpfung kenne „keine kontinentalen Grenzen“.
 
Die wachsende Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent brauche vor allem Bildung und Arbeit, „damit die Menschen ihr Leben frei gestalten und auch am politischen Gemeinwesen teilhaben können“, mahnt Kardinal Marx. Die wirtschaftlich-soziale Entwicklung sei „eine der drängendsten Aufgaben in Afrika“. Der Erzbischof zeigt sich beeindruckt von den zahlreichen Begegnungen während seiner Reise: „Dieser Kontinent ist so vielfältig an Landschaften und Stadtbildern, an Geschichte und Kultur, an Politik und auch an Religion.“ Oft denke man beim Stichwort Afrika zuerst an Armut, Bürgerkriege und Elend. „Auch das ist ein Teil von Afrika, aber es ist bei weitem nicht alles“, betont Kardinal Marx. (gob)