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Peter Beer wird Professor am Zentrum für Kinderschutz

Aktueller Generalvikar lehrt und forscht künftig an Gregoriana in Rom im Kampf gegen Missbrauch
Weiterhin Stiftungsratsvorsitzender der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Peter Beer, Foto: EOM
Generalvikar Peter Beer, © EOM
München, 17. Dezember 2019. Peter Beer, scheidender Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, wird Professor am Zentrum für Kinderschutz (Center for Childprotection, CCP) der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Daneben bleibt Beer (53) Vorsitzender des Stiftungsrats der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KUEI). Darüber hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, die Mitarbeitenden des Erzbischöflichen Ordinariats München im Rahmen ihrer adventlichen Feier am Dienstag, 17. Dezember, informiert.  
 
Mit Blick auf dessen zukünftige Aufgabe würdigt Kardinal Marx die Arbeit seines scheidenden Generalvikars insbesondere im Engagement gegen den Missbrauch: „Seine Amtszeit hat im Schatten der 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsfälle begonnen. Er hat sich den Herausforderungen im Umgang damit gestellt und die Aufarbeitung sowie den Kampf gegen Missbrauch wesentlich vorangebracht.“ Dies, verbunden mit seiner Erfahrung als Professor im religionspädagogischen Elementarbereich, qualifiziere Beer dazu, auch am CCP das Engagement der katholischen Kirche für den Kinderschutz zu unterstützen und positiv weiterzuentwickeln, erklärt der Erzbischof. Überdies sei Beer bereits an der Vorbereitung und Veranstaltung der Kinderschutzkonferenz mit Bischöfen aus aller Welt in Rom im Februar 2019 maßgeblich beteiligt gewesen.
 
Der Kardinal unterstreicht, dass das Erzbistum durch die teilweise Freistellung von Beer und die finanzielle Unterstützung des Zentrums in Rom ein Zeichen setzen wolle für den weiterhin notwendigen Einsatz im Bereich des Kinderschutzes: „Wir wollen weltweit mithelfen, dass die Kirche ein sicherer Ort für Kinder ist, ein Ort, der Kinder stark macht und ihnen in ihrer Entwicklung hilft.“ Peter Beer sei genau der richtige Mann für diese Aufgabe, so der Kardinal.
 
„Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen, denn sie knüpfen an das an, was mich auch in der Vergangenheit stark beschäftigte und meinen beruflichen Lebensweg begleitete“, sagt Beer. Er war bereits von 2012 bis 2014 und ist seit 2016 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des CCP. Die Tätigkeit als Professor am CCP werde durch die Funktion als Stiftungsratsvorsitzender der KUEI, in der Beer den freien Diskurs zwischen Kirche und Wissenschaft stärken soll, in produktiver Weise ergänzt, so der scheidende Generalvikar.
 
Beer, noch bis Ende des Jahres als Generalvikar amtierend, studierte Theologie an den Universitäten Regensburg und München sowie Pädagogik an der Universität München. Nach Promotionen in Pädagogik und Theologie wurde er 2002 zum Priester geweiht und war Honorarprofessor für Religionspädagogik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. Von 2006 bis 2009 leitete er das Katholische Büro Bayern, bevor er 2010 zum Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising ernannt wurde.
 
Seine neue Tätigkeit in Rom nimmt Beer am 15. April 2020 auf. Er wird dort im Begegnungszentrum der Erzdiözese, der Casa Santa Maria Patrona della Baviera, wohnen und als Hausgeistlicher wirken. Auch an seinem weiteren Wohnort, in München, wird er in der Seelsorge tätig bleiben. (ck)

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© Erzbischöfliches Ordinariat München