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Verstärktes Engagement gegen Ausgrenzung und Abwertung

Katholikenrat der Region München fordert Gläubige auf, Zeichen für Nächstenliebe und Toleranz zu setzen
Logo Katholikenrat der Region München
München, 26. November 2016. Der Katholikenrat der Region München hat alle Gläubigen aufgefordert, verstärkt aktiv zu werden gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die sich in Abwertung und Ausgrenzung von Muslimen, Langzeitarbeitslosen, Flüchtlingen oder anderen Gruppen äußert. Eine entsprechende Erklärung verabschiedete die höchste Vertretung der Laien in der Seelsorgsregion München der Erzdiözese München und Freising bei ihrer Herbstvollversammlung am Freitagabend, 25. November, in München. Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit habe in den vergangenen Jahren zugenommen und sei in allen gesellschaftlichen Gruppen zu finden, heißt es zur Begründung: „Wir als katholische Kirche müssen uns dem entgegenstellen und im Sinne der christlichen Nächstenliebe und Toleranz ein Zeichen setzen.“
 
Insbesondere die Mitglieder des Katholikenrats sollten sich in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich für eine stärkere Sensibilisierung bezüglich der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit einsetzen, so die Erklärung weiter. Der Vorstand des Katholikenrats werde dazu entsprechende Informationen und Materialien zur Verfügung stellen. In der Erklärung werden die Gläubigen auch aufgefordert, christliche Werte und Symbole zu verteidigen gegenüber Gruppen, die sie unter Berufung „auf das christliche Abendland und auf eine christliche Leitkultur“ missbrauchen.
 
Bei der Herbstvollversammlung des Katholikenrats tauschten sich die Delegierten mit Miriam Heigl aus, Leiterin der Fachstelle für Demokratie des Münchner Oberbürgermeisters. Grundlage dafür war ein kürzlich veröffentlichter Forschungsbericht der Ludwig-Maximilians-Universität München zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in Bayern, der unter anderem durch den Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese gefördert wurde.
 
Der Katholikenrat der Region München ist über die Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte sowie die Verbände demokratisch gewählt. Das Gremium vertritt Anliegen der Katholiken in der Öffentlichkeit und gibt Anregungen für ihr Wirken in der Gesellschaft. Es nimmt zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens Stellung, fördert die ökumenische Zusammenarbeit und führt Initiativen und Veranstaltungen durch. Die Mitglieder des Katholikenrates treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst an wechselnden Orten in der Region München zu ihren Vollversammlungen. (gob)